NVME SSD als Volume nutzen - Erfahrungen

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Für mich ist die Nutzung der NVME Steckplätze als Cache nicht sinnvoll und da ich meine SATA Steckplätze anderweitig nutzen möchte ergibt sich hierdurch die Möglichkeit ein SSD basiertes Volume für z.B. VMs zu erstellen. Bis es Langzeiterfahrungen gibt würde ich dieses Volume nur zu Testzwecken nutzen!

Es gibt einen Workaround um auf einer DS mit NVME-Steckplätzen NVME-SSDs als Volume einzurichten.

Folgende Möglichkeiten gibt es: Basic, Raid 1 und Raid0

Meine NVME-SSD kommt am Donnerstag, ich werde dann meine Erfahrungen auch bezüglich der Haltbarkeit hier posten.

Da das Interesse anscheinend groß ist trage ich hier mal die Links und Erfahrungsberichte zusammen:

Youtube Video von CLP Tutorials: https://www.youtube.com/watch?v=NqYJJxbsrHs&t=46s

Bericht auf Reddit, hier wurde auch danach ein DSM Update durchgeführt, ohne Probleme: https://www.reddit.com/r/synology/comments/a7o44l/guide_use_nvme_ssd_as_storage_volume_instead_of/

Hier der erste Erfahrungsbericht aus diesem Forum unter DSM 7: https://www.synology-forum.de/threa...-erfahrungen-probleme-bugs.111087/post-911270

Alles auf eigene Gefahr und vergesst nicht immer vorher brav Backup machen!
Und würde mich freuen wenn ihre eure Erfahrungen teilt, Danke.
- Performance des Volumes
- Stabilität bei Updates, System-Abstürze, voller Auslastung, etc.
- Wärmeentwicklung der SSD Speicher
... und alles was sonst noch so zu berichten gibt.
 
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Mavalok2

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Werde hier mit Spannung mitlesen, da mein neues DS720+ auch mit NVMe SSDs ausgestattet werden soll. Soviel ich hier bisher jedoch gelesen habe, müssen die NVMe bei den DS ohne Kühlrippen oder Lüfter auskommen. Habe hier etwas Zweifel was die Temperatur anbelangt. Weiß jetzt nicht, wie der Luftstrom bei den NVMe Steckplätzen so aussieht.

Desweiteren habe ich gelesen, dass die NVMe M.2 SSD bei den DSx20+ Reihe wohl nur mit PCIe 2.0 mit einer Lane angebunden ist. Sprich nur einen Durchsatz von 500 MB/s schaft und dies für 2x SSD. Ist das korrekt? Wäre etwas ... hmm schwach.
 

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Genau das sind die Knackpunkte!
 

geimist

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Hey, ja hab ne Win10 drauf laufen, ohne Probleme.
Hier mal Screenshots aus dem CMD.
Hab zum Test einfach nur fünf mal: winsat disk -seq -read -drive c bzw. winsat disk -seq -write -drive c direkt hintereinander reingehackt.

Hab bei der Win10 Maschine einfach nur den Speicher Migriert ohne irgendwelche Einstellungen zu ändern.

Vielleicht noch wichtig ich hab die DS720+

Bei mir kommen so sage und schreibe 1422 MByte/s zusammen - und das auf der SATA SSD. Entweder greift hier das RAM-Cache-Management oder etwas anderes.

speed.png
 

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Das wundert mich, dich SATA ist mit PCIe 2.0 x4 angebunden und hat eine theoretische Bandbreite von 2.000 MB/s und die NVME mit PCIe 2.0 x1 und theoretisch 500 MB/s, des wegen wundern mich auch die über 1000 MB/s auf der NVME bei @Hackschnitzel09
Das kann nur gecached sein. Sobald meine da ist mal übers Terminal testen mit: sudo hdparm -tT --direct /dev/???
 

Synchrotron

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Die ganzen „Speeds“ spielen eh nur eine Rolle, wenn man intern auf der DS etwas bewegt. Nach außen limitiert die LAN-Schnittstelle den Durchsatz auf ca. 110 MB/s. Das bedient schon ein RAID / JBOD mit 2 HDDs locker.

Ob ich mir dafür meine DS mit „Sonderfürzchen“ verfummel, nach Updates eventuell Probleme bekomme etc. ??? Der Nachweis, dass es geht, mag spannend sein, das muss aber nicht heißen, dass es für den realen Einsatz auch sinnvoll ist. Aber da hat jeder seinen Use Case und kann sich ja entscheiden.
 

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Mein Nutzungsansatz ist eine VM zum Testen bzw. für kurze Anwendung zu verwenden
 

Synchrotron

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Warum nicht - kann dafür durchaus sinnvoll sein.

Wobei ich den VMs auf einer DS eher kritisch gegenüber stehe - das ist für mich eine der Anwendungen, die sich vom gedachten Einsatz einer DS relativ weit entfernen. Jeder unterbelichtete NUC (oder sogar ein Raspi 4) macht im Zweifel für diesen Einsatz einen besseren Job.
 

Mavalok2

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Nach außen limitiert die LAN-Schnittstelle den Durchsatz auf ca. 110 MB/s.
Die meisten NAS habe 2 oder 4 LAN Ports. Mit Bündelung ist da theoretisch 220 bzw. 440 MB/s möglich - entsprechende Clients und Switch vorausgesetzt. Auch gibt es inzwischen Syno-NAS mit 10 GbE, wenn auch nicht in der Einstiegsklasse.

Die IOPS sind auch bei 1x 1GbE von ca. 220 IOPS bei einer HDD zu bis zu 200'000 IOPS beim Lesen einer NVMe M.2 SSD doch nicht ganz zu unterschätzen, je nach Einsatzgebiet.

Aber klar, für durchschnittliche Anwendungen für den durchschnittlichen Anwender wohl kaum ein Unterschied zu spüren. Aber wollen ja nicht alle durchschnittlich sein. Und es muss ja nicht alles zwingend Sinn ergeben oder erforderlich sein. :)
 
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Hackschnitzel09

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Ich muss gestehen ich kenne mich bei Festplatten und deren Geschwindigkeiten weniger aus. Was ich allerdings sagen kann, wenn ich bei meinem Laptop (auch SSD) die selben Befehle in CMD hacke, kommen ähnliche Ergebnisse raus.

Zur Temperatur aktuell stehen die SSDs bei 26 und 28 Grad, haben aber auch nichts zu tun, da nur ein Linux Server und ne Win10 VM ohne Nutzung laufen. Ich lade mal ein Testfile und schieb das ein paar mal hin und her und schaue ob sich was ändert.

Und ja der Usecase ist bei mir eher einfach weil es geht. Brauchen tue ich es (noch) nicht :D
 
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Lass mal übers Terminal testen mit: sudo hdparm -tT --direct /dev/???
 

Nerdfreak

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Kann man die HDDs in den Ruhezustand versetzten, während die WIN10 Maschine auf der NVME-SSD genutzt wird?
 

Hackschnitzel09

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Also 10Gb Testfile mit ca. 20MB/s geladen dabei sind die SSDs in Spitze auf 37 Grad hoch aber im Schnitt bei 31 Grad.

Beim Lokal rumkopieren geht die Temp schon auf 47 in Spitze, der Vorgang dauert ca. ne Minute und die Geschwindigkeit variiert stark. 1Gb Files decken sich mit der Konsolenmessung und werden in 3-5 Sekunden kopiert.


Zum Ruhestand kann ich leider nichts sagen, da meine HDDs nie schlafen. Würde aber ein ähnliches Verhalten wie bei Slot SSDs erwarten.
 

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Mavalok2

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Beim Lokal rumkopieren geht die Temp schon auf 47 in Spitze
Das stellt noch bei weitem kein Problem dar. Musst mal in der technischen Spezifikation / Datenblatt Deiner M.2 SSD nachsehen, aber da sollte zwischen 70 bis 80°C drin sein, zumindest kurzfristig. Aber was bedeutet kurzfristig und wie hoch gehen die Temperaturen bei Dauerbelastung. Gerade bei einer VM unter Windows steht die niemals still. Und wenn ich da an ein Funktions-Update von Win10 denke mit schwacher CPU. Das kann dauern. Und die Temperatur dann? Hmm.
In den Worksstations in der Firma sind auch M.2 ohne Kühler oder spezielle Lüfter verbaut. Aber hier wird das Gehäuse mit unzähligen Lüftern gut durchströmt.
 

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Speicherpool und Volume erfolgreich erstellt übers Terminal, war wirklich simpel, allerdings passt auf bei der Bezeichnung des neuen Speicherpools, nicht das ihr einen bestehenden überschreibt: mdadm --create /dev/mdXXX --level=1 --raid-devices=1 --force /dev/nvme0n1p3
 

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Hier mal meine Testergebnisse
Crystal Diskmark, WINSAT CPU sowie auf der VM und HDPARM auf der DS.
Temperatur des NVME zwischen 27 und 38 Grad
 

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Mavalok2

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Hier wäre jetzt ein Vergleich mit dem HDD-Volume interessant.
Temperatur des NVME zwischen 27 und 38 Grad
Dafür sind die Test auch etwas zu kurz. Meine beiden FeWolf M.2 als Cache beim Nichtstun so um die 35°C, WD-R HDD 31°C.

Vermutlich kann man die Temperatur auch noch etwas senken, indem an die Lüftergeschwindigkeit erhöht. Bin aktuell im standardmäßigen "Stiller Modus".
 

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Das sind die Ergebnisse VM und DS mit dem SHR Speicherpool Volume
Meine 3 WD Red Plus in der DS haben ca. 29 Grad bei kühler Modus, aber selbst bei einem Windows Update mit Wiederherstellungspunkt etc. war ich bei 30 Grad.
 

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75 GB (3Dateien) auf MVME Test Ordner kopiert ca. 200 MB/s im Schnitt bei zum Ende max. Temp. von 42 Grad. Kann ich mit leben.
 

Mavalok2

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Da stellt sich die Frage, wieso Synology diese Funktionen nicht direkt in der WebGUI anbietet. Hier wurde ja von zu hohen Temperaturen gesprochen. Aber 42°C ist zumindest für M.2 kein Problem. Da die M.2 jedoch unten verbaut sind, ist es möglicherweise ein Problem für die anderen Komponenten. @ctrlaltdelete Du hast jetzt aber nur eine M.2 verbaut oder? Bei mir sind es 2 M.2 und auch 2 HDD, also Fullhouse. Im Moment habe ich sie noch als R/W-Cache im Testbetrieb.
 
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