Kaufberatung für kleines Architekturbüro

  • Ab sofort steht euch hier im Forum die neue Add-on Verwaltung zur Verfügung – eine zentrale Plattform für alles rund um Erweiterungen und Add-ons für den DSM.

    Damit haben wir einen Ort, an dem Lösungen von Nutzern mit der Community geteilt werden können. Über die Team Funktion können Projekte auch gemeinsam gepflegt werden.

    Was die Add-on Verwaltung kann und wie es funktioniert findet Ihr hier

    Hier geht es zu den Add-ons

TAner

Benutzer
Registriert
06. Okt. 2012
Beiträge
51
Reaktionspunkte
0
Punkte
12
Hallo Synology User,

vor Urzeiten hatte ich mal eine Synology der 2er Reihe und würde mich selbst in diesem Thema, trotz technischer Affinität, als Laie bezeichnen.
Wir führen im Allgäu ein kleines Unternehmen mit 3 Personen und sehen das wir eine zentrale Lösung benötigen.

Alle drei Mitarbeiter arbeiten Remote und greifen hin und wieder auch gemeinsam auf ein Dokument/Projekt zu.

Zusätzlich benutzen wir OpenProject und Affine (als Notion Alternative) wie KSuite Pro (als Office Alternative). Alle drei können auch im Selbsthosting betrieben werden; aber das steht im Augenblick nicht zur Diskussion. Sollten wir das Thema NAS geklärt haben, wird das aber auch kommen.

Was wir benötigen; 4 oder 6 Bay? HDD oder SSD? Es wird permanent drauf zugegriffen und immer etwas gemacht.
Ich habe in Erinnerung, das das Thema RAM ein Problem war. Ich bin der Ansicht, wie bei Autos; nichts geht über Hubraum.

Ich möchte den höchstmöglichen RAM einbauen können. Ich meine hier im Forum einen Workaround gesehen zu haben wo man die 925+ aufrüsten konnte. Wir haben hier CAT7 Leitungen verlegt (ja für die Remote user kein Thema, aber 2 von 3 sind immer hier im Büro).

Also auch das Thema Netzwerkgeschwindigkeit ist wichtig.

Auch wenn es ein 4 oder 6 Bay System wäre, würde ich mit 2 Platten anfangen, deswegen würde ich gerne 20TB pro Platte oder mehr haben wollen.

Ich würde mich über eine angeregte Beratung und Diskussion sehr freuen.
 
ich kann jetzt nur aus meiner Erfahrung berichten mit der nun DS425+ für den hausgebrauch.
  • 4Bay mit aktuell 2 HDDs
  • 1x NVME drin für Docker und die apps -- also ne NVME ist schon pflicht m.E.
  • nicht von Synology zertifizierte NVMEs muss man mittels eines Scripts (Owner @DaveR) freischalten, funktioniert aber 1A und ist auch echt easy in der Anwendung.
  • 18 GB RAM (2GB original + 16GB dazugepackt) und damit die maximale Bestückung. Schau mal was bei Speicher.de steht. da habe ich meinen RAM auch her. ich meine mich zu erinnnern 64GB gehen, aber schau selbst
  • wenn du mit 2x 20TB startest ist das doch ok und kannst dann bei Bedarf noch einmal nachstecken. Denke auch ans Backup
 
The 925+, like all models with the Ryzen V1500B CPU, officially supports 32GB or RAM (2 x 16GB). But plenty of people have 64GB (2 x 32GB) in theirs. You just need make sure it is RAM that is known to work in a Synology with a V1550B CPU.
 
Bei geschäftlicher Nutzung sollte man besser auf das Script verzichten.
 
... und nur von Synology freigegebene Hardware einsetzen...

Privat ist das alles OK, aber im geschäftlichen Betrieb?

Ich habe auf unseren kleinen Systemen auch Nicht Synology Hardware verbaut, aber das ist alles doppelt und dreifach gesichert und nicht kriegsentscheidend.

Bei einem Hauptsystem im geschäftlichen Umfeld, würde ich nur Original Hardware nehmen und eine professionelle Firma damit beauftragen.
 
DS1525+:
Upgrade 32 GB RAM: https://www.speicher.de/arbeitsspeicher/synology/diskstation/ds900/diskstation-ds925.html
SSD Speicherpool_01 Slot 1+2: 2 x Western Digital WD Red SA500 NAS SATA SSD 2TB, 2.5" / SATA 6Gb/s
HDD Speicherpool_02 Slot 3+4: 2 x Toshiba Cloud-Scale Capacity MG10ACA 20TB, 24/7, 512e / 3.5" / SATA 6Gb/s oder minimal leiser Seagate IronWolf Pro NAS HDD 20TB, 24/7, 512e / 3.5" / SATA 6Gb/s
USV nicht vergessen: Eaton Ellipse ECO 650, 650VA, DIN, USB (EL650USBDIN)
Backup USB-HDD: einfaches Gehäuse: Inateck FE3002, USB-A 3.0 und auch eine Toshiba HDD, etwas größer als die zu erwartende Datenmenge wegen Versionierung des Backups

Ich empfehle ein 5 Bay NAS, wegen folgender Nutzung der Speicherpools:
Speicherpool_01: 2 x SSD RAID1 Volume01 BTRFS: DSM*, Pakete, Docker Ordner und freigegebene Ordner für schnelleren Zugriff (Arbeitsverzeichnisse)
Speicherpool_02: 2 x 20 TB HDDs RAID1/5/SHR Volume02 BTRFS mit der Möglichkeit um eine HDD auf 40 TB nutzbaren Speicherplatz zu erweitern

Pakete, Docker Container und die Datenbanken der Container profitieren extrem von den SSDs! Privat benutze ich auch NVME-SSDs mit dem Script von @DaveR um Fremd-NVME-SSDs nutzen zu können, das würde ich aber im geschäftlichen Umfeld nicht einsetzen. RAM von Speicher.de sehe ich unkritisch, da er im Supportfall ausgebaut werden kann und somit keine Hindernis für den Synology Support darstellt. Auch würde ich keine Synology SSD/HDD einsetzen, weil das nur von Synology gelabelte und überteuerte Hardware von anderen Herstellern ist.

Ein ganz "charmantes" Setup ist auch eine DS (nur SSDs) mit einer DX (nur HDDs), dann läuft DSM komplett auf den SSDs, weil die DSM und SWAP Partitionen auf der DX nicht genutzt werden. Weiterer Vorteil, super Erweiterungsmöglichkeiten der Speicherpools
DS925+ mit DX525
Ich nutze z.B. eine DS920+ mit NVME Pool und SSD Pool und eine DX517 nur mit HDD Pool

Backup: externe USB HDD (Gehäuse und HDD einzeln erwerben, die meisten fertigen USB HDD sind "Schrott") automatisch mit Hyper Backup nutzen. Evtl. 2 HDDs in Rotation nutzen und eine an einem anderen Ort lagern.
Script im Aufgabenplaner zum einbinden/mounten der USB HDD und automatisch von Hyper Backup auswerfen lassen, somit ist die USB HDD zwar eingesteckt, aber vor Zugriff "geschützt" ausserhalb der Backupzeiten:
https://www.synology-forum.de/threa...icherung-mit-hyper-backup.136973/post-1217396
Zusätzlich immutable Snapshots für deine Ordner verwenden, das ist ein Syno-Paket. Hilft gegen Ransomware und Layer 8 Problemen.


*ja, DSM liegt auf allen SATA Laufwerken, aber bootet schneller, wenn auf Slot 1+2 SSDs sind. Und man könnte noch mit dem Linux-RAID-Flag „writemostly“ etwas tunen:
https://github.com/007revad/Synology_HDD_db?tab=readme-ov-file
https://www.techspark.de/speed-up-synology-dsm-with-hdd-ssd/
 
Zuletzt bearbeitet:
Blöde Frage: soll das einfach nur ein Fileserver / Dateiserver sein?
Als Architekturbüro kann ich mir vorstellen, dass ihr z.B. BIM Anwendungen am laufen habt. Wo und Wer ist der Server (model, stencils, etc pp) dazu?
Wie macht ihr Ausschreibung und Vergabe?
Braucht ihr wirklich nur einen Fileserver für ein paar Office Dokumente?

20 TB Platte bedeutet bei Ausfall der Platte eine Wiederherstellungszeit von bis zu 20 TB.
Wie sieht die Risikoanalyse und -bewertung aus? Was ist wie wahrscheinlich und wie kritisch?

Wenn ihr 3 Leute seit die "hin und wieder" auf gemeinsame Office Datein zugreift, dann sind wir quasi am unterem Ende.

um zu helfen ist es wichtiger zu wissen was an Diensten und Leistungen gefordert wird. Ob das nun im Allgäu oder auf Usedom passieren soll ist so gesehen egal.
 
Ich kann nur empfehlen dass nicht in so einem Forum zu thematisieren sondern lieber einen Fachmann zu beauftragen, der
1. Euren Bedarf gezielt hinterfragen kann was und wieviel und in welcher Grösse Dateien im täglichen Bedarf anfallen.
Dazu gehört auch das Verfallsdatum, also was davon nach Abarbeitung eher in einem Archiv landet und nicht mehr im schnellen Zugriff befindlich sein muss und so einiges mehr.
2. Die dringende Empfehlung solche Ratschläge wie externe HDDs als rotierendes Backup zu nutzen zu ignorieren. Das ist für den Hausgebrauch ok, im geschäftlichen Umfeld hat so eine Lösung nichts zu suchen.
Hier würde ich als Mindestausstattung immer eine kleine DS im Raid 1 als Backupserver nutzen und die sekundäre Sicherung zusätzlich täglich in der Cloud durchführen. Die lokale Sicherung lässt sich sehr gut gegen Zugriff von Aussen absichern, ist quasi unsichtbar.
3. Aus all diesen Anforderungen ergibt sich Wahl der DS/RS und der benötigten Ausstattung an RAM, SSD und HDD.

Bleibt als letzte Frage das Budget, welches zur Verfügung steht. Hier entsteht häufig die Schere zwischen Erwartungshaltung und entstehenden Kosten für eine professionelle Lösung.
Dein Problem ist jetzt heraus zu bekommen, wer hier wirklich Ahnung von deinem Anforderungsprofil hat oder ob es nicht besser wäre einen niedrigen 3-stelligen Betrag in eine professionelle Beratung zu investieren, die unter Umständen sogar in der Summe Geld sparen kann, weil nichts in unnötige Hardware investiert wurde.
Kaufst du die Hardware in einem Systemhaus bekommst du die Beratung sogar umsonst.
 
2. Die dringende Empfehlung solche Ratschläge wie externe HDDs als rotierendes Backup zu nutzen zu ignorieren.
Naja, solange dabei 3-2-1 beibehalten wird und es nicht das alleinige Backup ist, geht das auch im geschäftlichen Bereich in Ordnung, da der Nutzungsbereich doch recht überschaulich ist.

Ich kann nur empfehlen dass nicht in so einem Forum zu thematisieren sondern lieber einen Fachmann zu beauftragen,
Mann kann und sollte hier aber auch ein bischen auf dem Teppich bleiben und nicht den "Wehe dem" Zeigefinger kreisen lassen.
Im Grunde gebe ich Dir ja recht, zumindest wenn jemand überhaupt nicht IT-affine ist.

Eine solide Aufbereitung des Bedarfs und Möglichkeiten schadet vorallem im geschäftlichen Bereich nicht.
Es gibt aber auch hier im Forum genügend Geschäftsleute die ihre IT aufgrund ihrer persönlichen IT-Affinität auch selbst betreuen.

Es wurden hier bisher gute Einwände eingebracht, darüber hinaus gibt es hier im Forum IT-Admins, klassische Sytembetreuer, die nicht nur in / für kleineren Klitschen sondern auch größeren Betrieben tätig sind und einiges an Systemerfahrung mitbringen.
 
  • Like
Reaktionen: luxdunkel
@Staschu mit dem Backup hast du teilweise Recht. Eine zweite DS an einem anderen Standort ist natürlich besser. Allerdings ist ein USB HDD Backup besser als gar kein Backup und das habe ich in vielen kleinen Unternehmen schon gesehen. Und die Frage nach dem Budget ist natürlich sinnvoll.

Nur mal als Beispiel so sieht mein Backup aus:
1. Zweite DS mit Snapshot Replication und Hyper Backup Vault
2. USB HDD
3. Cloud
4. alte DS als Cold Storage Backup
 
Eine solide Aufbereitung des Bedarfs und Möglichkeiten schadet vorallem im geschäftlichen Bereich nicht.
Es gibt aber auch hier im Forum genügend Geschäftsleute die ihre IT aufgrund ihrer persönlichen IT-Affinität auch selbst betreuen.

Es wurden hier bisher gute Einwände eingebracht, darüber hinaus gibt es hier im Forum IT-Admins, klassische Sytembetreuer, die nicht nur in / für kleineren Klitschen sondern auch größeren Betrieben tätig sind und einiges an Systemerfahrung mitbringen

Genau so sehe ich das auch. Und auch die Beratung in einem Systemhaus ist auch nicht immer der Weisheit letzter Schluss, um diese Erfahrung bin ich reicher. Man kann das selbst stemmen, wenn man sich dafür interessiert.
Ich komme sehr gut ohne Systemhaus aus. Und da ich mir durchaus im Klaren bin, dass einiges nicht optimal ist und ich kritische Daten speichern muss, schließe ich diese Lücken mit Backups. Statt 3 habe ich 8, statt 1 offsite Backup habe ich 3 und statt einem offline Backup habe ich auch 3.
 
  • Like
Reaktionen: Benie
Genau Du warst einer, an den ich beim schreiben meiner Zeilen unter anderen auch gedacht habe. :)
 
Alles sehr gute Argumente, aber…

… die Zeit und das technische Vermögen jedes einzelnen ist da gefragt. Habe ich neben meinem Tagesgeschäft überhaupt den Willen mich in die Thematik einzuarbeiten? Kann ich das? Traue ich mir das zu?
Ich kenne unsere Chefetage, und würde bei diesen Fragen überall ein „Nein“ ankreuzen.

Ich kann Backups machen so viel wie ich will, aber wie bekomme ich die im Worst Case wieder zurück. Und in welcher Zeit? Wie wichtig ist es. Drohen bei Verzug Vertragsstrafen etc.?

Viele Fragen, viele Antworten…

Einzig @TAner kann dies beantworten
 

Additional post fields

 

Kaffeautomat

Wenn du das Forum hilfreich findest oder uns unterstützen möchtest, dann gib uns doch einfach einen Kaffee aus.

Als Dankeschön schalten wir deinen Account werbefrei.

:coffee:

Hier gehts zum Kaffeeautomat