Das Synology "Zuhause"

Synology_Stan

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@Kurt-oe1kyw
Wunderschön erklärt. Ich habe es verstanden. Vielen Dank!
(das Bild ist auch top xD)
 

Malte Hübner

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Puh, da bin ich ja in einem interessanten Thread gelandet.

Bei mir tut seit einigen Wochen eine DS1621+ ihren Dienst und die ist das Gegenteil von den Geräten aus der Slim-Reihe, die ich vorher hatte: Sie ist sauschnell, aber auch groß, schwer und nicht besonders leise, sobald sie sich anstrengt. Momentan steht sie bei mir auf dem Schreibtisch, der mitunter sogar in leichte Vibrationen versetzt wird, wobei der Schreibtisch in Zeiten wie diesen im Wohnzimmer steht, weil unsere Zwei-Zimmer-Wohnung nie dafür vorgesehen war, dass hier mal zwei Menschen gleichzeitig arbeiten. So geht’s auf Dauer nicht, weil das Rappeln der Festplatten teilweise durchs Mikrofon hindurch in die Telefonkonferenzen hineindringt und sogar meine Kollegen nervt.

Nun ziehen wir aber Ende Februar in eine größere Wohnung um und meine Idee war, die DS1621+ in die Abstellkammer zu verbannen. Dort würde ich ein Kallax von IKEA anschaffen, ein Element breit, zwei Elemente hoch, und sie auf die zweite Ebene stellen, so dass sie einerseits von herab- oder umfallenden Gegenständen in der Abstellkammer geschützt ist, gleichzeitig aber nicht den bodennahen Staub einatmet. Die Kommunikation mit dem Rest der Wohnung würde dann über dieses lustige Ethernet übers Stromkabel ablaufen müssen, sofern ich nicht Ethernetkabel durch mehrere Stahlbetonwände verlegen möchte.

Bis hierhin: Haltet ihr das hinsichtlich der Belüftung eher für eine blöde Idee? Ich ginge naiv davon aus, bei Bedarf einfach die Tür zur Abstellkammer zu öffnen, um die Luftverhältnisse zu verbessern, aber ich weiß natürlich nicht, ob das auf Dauer eine praktikable Lösung ist.

Nachdem ich diesen Thread durchgearbeitet habe, stelle ich fest, dass es kleiner als mit einem Rack ja eigentlich gar nicht geht. Bei mir scheitert es allerdings schon an der notwendigen Erdung, beziehungsweise habe ich überhaupt keine Idee, wie ich in einer Mietwohnung mit Stahlbetonwänden mit vertretbarem Aufwand eine solche Erdung herstellen könnte. Wenn ich mir so etwas anschaffe, dann möchte ich es allerdings auch richtig machen.

Ich habe aber den Eindruck, dass ich mit einer einfacheren Lösung, etwa in der Abstellkammer oder mit entsprechender Belüftung in einem Schrank besser bedient wäre? Wenn sie aber in einem normalen Schrank im Arbeitszimmer landet, wäre weiterhin die Bedingung, dass das Gerät dann nicht ganz so laut zu hören wäre. Am besten wäre dann ein Schrank mit Türen, bei dem ich dann auf irgendeine Weise, womöglich mit einem Loch in einer Außenwand und einem Lüfter, eine ordentliche Belüftung herstelle?
 

Synchrotron

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PowerLAN - keine gute Idee !

Die beworbenen Übertragungsraten sind eher theoretisch, die Latenzen sind immer hoch. Im Effekt wirst du vermutlich weit weg von der Netzwerkgeschwindigkeit eines Gigabit-LAN bleiben. Das nervt - ständig.

2 Möglichkeiten außer Boooooohrer:
  • Es gibt sehr flache LAN-Kabel, auch in CAT 6. Die lassen sich z.B. auch entlang von Fußleisten verlegen.
  • In die DS als Arbeitsvolume eine SSD einsetzen. Die arbeitet lautlos. Die HDDs als Archivvolume nutzen, damit nur selten zugreifen.
 

peterhoffmann

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@Malte Hübner

Thema Abstellkammer:
Im Grunde sollte das gehen, natürlich alles eine Frage der Größe der Abstellkammer. Andererseits wie du schon gesagt hast, man kann ja die Tür einen Spalt aufmachen. Installiere dir den AvrLogger (siehe Signatur), dann hast du die Temperaturen der HDDs und CPU im Blick (auch rückwirkend).

Thema Rack:
Du hast ja eine DS, die durch das Kabel mit dem Schutzleiter verbunden ist. Auch hat sie keinen (elektrischen) Kontakt zum Rack. Dann müsste es ja wurscht sein, ob das Rack geerdet ist. Am Ende ist es ja nur ein Schrank.

Thema Schrank und NAS:
Bei mir wohnt das NAS (2-Bay) in einem Schrank. Das Fach ist nur 50cm breit, 30cm tief und 22cm hoch, sprich sehr wenig Luft. Ich habe in die Rückwand mit einer Lochsäge unten und oben Luftlöcher gesetzt. Das reichte nicht. Dann habe ich ein 6cm Loch genau in gleicher Höhe wie der Lüfter vom NAS rechts in die Seitenwand gesetzt und das NAS mit der Rückseite genau vor das Loch gesetzt. Der Lüfter vom NAS pustet einen Großteil der Luft direkt aus diesem Loch heraus. Klappt wunderbar.

Link zum Foto: https://www.synology-forum.de/threa...hyper-backup-ds218j-basic.111106/#post-903529

Thema PowerLan:
Das kommt einfach auf deine Datenmengen an. Wenn du große Datenmengen immer hin- und herschieben musst, kann es schon nervig werden. Die Geschwindigkeit vom PowerLan hängt von den gekauften Geräten, sowie von der Qualität deines Stromnetzes in der Wohnung ab.
 

SAMU

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Vermeide PowerLAN wenn irgendwie möglich und du auch mal größere Datenmengen hin und herschieben willst oder keine Probleme a la "Wenn mein Nachbar staubsaugt, geht mein NAS nicht mehr" haben willst. Leg lieber ein flaches LAN-Kabel unter / an die Fußleisten.

Ich habe in Absprache mit meinen Vermietern (Löcher wollten sie keine) rund 50m Netzwerkkabel vom Keller durch das Treppenhaus bis zu meiner Wohnung gezogen. Jetzt bin ich der einzigste bei dem das Internet immer funktioniert, die versprochenen 50Mbit einhält und nicht regelmäßig Aussetzer hat :D
 
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tproko

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Wie groß ist der Abstellraum? Kommen einige Faktoren zusammen (Außenwand, Wohnraumlüftung, ...?). Ich denke, wenn der Abstellraum so 2m² hat, sollte das mit der Temperatur kein großes Thema sein.

Zwecks Verkabelung würde ich versuchen, irgendwie LAN Kabel hinzubekommen, über Sockelleiste oder sonst was.
 

the other

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Moinsen,
Wenn der Raum eben das ist und nicht nur ne schranknische für einen Besen, ne normale Raumtemperatur halten kann, auch im Sommer bei max 30 Grad ist, dann sollte das passen. Alternativ nen Lüfter... ;)
Und die Bedeutung eines guten Netzwerk Anschlusses wurde ja bereits mehrfach betont. Alternativ : solltetihr zur Mietwohnung auch einen eigenen Keller bekommen (abschließbar, trocken, staubarm), dann eröffnen sich nochmal weitere verkabelungsoptionen... Und vielleicht auch ne license to drill.
:)
 

Malte Hübner

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Danke für die Antworten. Ich muss mir noch mal Gedanken machen über Schränke und meine Fähigkeiten, womöglich irgendwo mit einer Bohrmaschine zu hantieren und einen Lüfter zu installieren. Am liebsten wäre mir ja ein solches Kallax, aber müsste da nicht optimalerweise noch ein Lüfter vorne in die Tür eingebaut werden? Oder genügt es grundsätzlich, dass die warme Luft hinten abgesagt wird?

Hinsichtlich Powerline hatte ich die Hoffnung, dass es so schlimm nicht sein würde. Ich hatte vor zwei Jahren zwei FRITZ!Powerline-1220E-Adapter für unsere jetzige Wohnung angeschafft, aber die Verkabelung in diesem Altbau ist vermutlich seit 1930 organisch gewachsen und die Übertragungsraten eher mau. Dann zog irgendwann unter uns eine neue Partei ein und es passierte, was @SAMU skizziert hat: Sobald die Mieter nach Hause kamen und ihre elektrischen Geräte einschalteten, ging bei uns kein Netzwerk mehr über die Steckdose. Ich behalf mir dann tatsächlich mit dem von @Synchrotron angesprochenen flachen Ethernetkabel, was von der FRITZ!Box im Esszimmer an der Wand entlang durch den Flur und zwei Türen am Wohnzimmer hinter allen Möbeln entlang bis zu meinem Schreibtisch läuft, so dass nach Möglichkeit niemand drüber stolpern kann.

Da in der neuen Wohnung Schreibtisch, Diskstation und Fernseher in verschiedenen Räumen stehen werden, hatte ich die Hoffnung, nicht kreuz und quer flache Kabel legen zu müssen und mit Powerline in dem 1991 gebauten Haus bessere Übertragungsgeschwindigkeiten als mit WLAN zu bekommen. Ich würde Powerline dort wenigstens mal eine Chance geben wollen und bei Bedarf dann noch ein Netzwerkkabel vom Arbeitszimmer bis zur Diskstation legen; da müsste ich, sofern die Diskstation in der Abstellkammer landet, nur einmal durch die Wand durch. Da es ab der FRITZ!Box Richtung Internet ohnehin „nur“ mit maximal 100 MBit weitergeht, wäre es für mich vertretbar, auf dem Weg vom Arbeitszimmer bis zur FRITZ!Box mit weniger als Gigabit-Ethernet zu arbeiten.

Jene Abstellkammer ist laut Bauplan allerdings auch nur magere 1,02 Quadratmeter groß — die ist ja quasi voll, sobald ich das Kallax-Regal dort reinstelle. Da müsste ich dann ohnehin noch mal nachdenken, ob das so cool wird. Der Raum befindet sich allerdings mitting auf der Etage, quasi zwischen Treppenhaus und Arbeitszimmer.
 

Malte Hübner

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Am liebsten wäre mir ja ein solches Kallax, aber müsste da nicht optimalerweise noch ein Lüfter vorne in die Tür eingebaut werden? Oder genügt es grundsätzlich, dass die warme Luft hinten abgesagt wird?
Ich habe noch drei Fragen:
  1. Was nimmt man denn da zum Dämmen gegen Geräusche? Ich weiß leider nicht, wie dieses graue Zeug heißt und die Suchmaschine meines Vertrauens empfiehlt mir dauernd Steinwolle, was ja nun nicht Sinn der Sache ist.
  2. Wenn ich jetzt eine Öffnung von 120 mal 120 Millimetern in das Kallax bohre, wie bringe ich dann einen Lüfter dort an? Ist das Material des Kallax stabil genug, um unmittelbar neben dem Loch auch noch Schrauben in das Sperrholz zu treiben oder zersplittert mir dann alles?
  3. Wie läuft die Stromversorgung für den Lüfter? Nehme ich da einfach einen Lüfter mit USB-Anschluss und stecke dann noch ein normales 5-Volt-USB-Netzteil dazu? Oder kann man den Lüfter an einen der USB-Anschlüsse der DS1621+ stecken, so dass der Lüfter nur in Betrieb wäre, wenn auch die Diskstation läuft? Kann mir jemand einen entsprechenden Lüfter empfehlen, der vielleicht etwas teurer, aber dafür langlebiger und leiser ist?
 

peterhoffmann

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Malte Hübner

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Danke für den Link — auf das einfache Wort „Schaumstoff“ bin ich tatsächlich nicht gekommen. Manchmal hat man echt ein Brett vor dem Kopf.
zu 2. und 3.: Ich verstehe nicht, warum die DS in ein weiteres (geschlossenes) Gehäuse wandern soll, wenn der Abstellraum selber schon so klein ist und der alleine schon als Geräuschdämmung dient. Reicht es da nicht, wenn die DS offen im Regal steht?
Oh, das hatte ich vergessen zu erwähnen. Die DiskStation soll jetzt doch ins Arbeitszimmer unter den Schreibtisch, weil mich die Datenübertragung mit Powerline doch nicht so ganz überzeugt, die Abstellkammer doch relativ eng ist und es mich doch nicht so zufriedenstelt, wenn regelmäßig der Staubsauger beim Rein- und Rausräumen das Regal mit der DiskStation anrempelt und so weiter und so fort. Außerdem soll sich noch eine USV dazugesellen, an die ich noch einen weiteren Rechner anschließen möchte, so dass ich momentan eher zu eienr Aufstellung im Arbeitszimmer tendiere.
 

Malte Hübner

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Wie läuft die Stromversorgung für den Lüfter? Nehme ich da einfach einen Lüfter mit USB-Anschluss und stecke dann noch ein normales 5-Volt-USB-Netzteil dazu? Oder kann man den Lüfter an einen der USB-Anschlüsse der DS1621+ stecken, so dass der Lüfter nur in Betrieb wäre, wenn auch die Diskstation läuft? Kann mir jemand einen entsprechenden Lüfter empfehlen, der vielleicht etwas teurer, aber dafür langlebiger und leiser ist?
Auch das steht ja im verlinkten Beitrag drin: Die Lüfter wurden an einen USB-Stecker gelötet und an die Diskstation angeschlossen. Vielleicht muss ich echt einfach mal genauer nachlesen, was dort geschrieben steht :confused:
 

Pash0r

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  • In die DS als Arbeitsvolume eine SSD einsetzen. Die arbeitet lautlos. Die HDDs als Archivvolume nutzen, damit nur selten zugreifen.
Funktioniert das in der Realität wirklich?
Dann würde DSM, Docker, Apps usw. auf der SSD liegen und die HDDs wirklich wie ein Archiv fungieren?
Ich habe gelesen, DSM wird immer auf alle Devices installiert?

Bsp.: DS1520+
Slot 1 SSD
DSM installieren etc.

Slot 2-5 HDDS z.B. im Raid 5
Werden im Nachgang eingesetzt und als reine "Datenplatten" eingebunden und verwendet?

Somit würde nur die SSD im "produktiven Einsatz" genutzt, solange ich NICHT auf die Daten auf den HDDs zugreife?

Das würde mich wirklich brennend interessieren, weil ich das NAS dadurch ja wesentlich "leiser" bekommen würde. Natürlich hängt das immer von den unterschiedlichen Anwendungsszenarien ab, aber das wäre ja schonmal eine "Möglichkeit" :)
 
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synfor

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Warum sollte das nicht funktionieren? Eine HDD ist ohne Zugriffe leiser als mit. Außerdem wird auf ein Archiv auch seltener zugegriffen.
 

Synchrotron

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Warum soll das nicht funktionieren ?

Du musst nur unterschiedliche Volumes aufsetzen, und Zugriffe auf die HDDs minimieren. Wenn meine IronWolfs nur so mitlaufen, sind sie kaum zu hören. Die Zugriffsgeräusche sind allerdings kernig.

Also dafür sorgen, dass die SSD mit allem angesprochen wird, was aktive Zugriffe erzeugt.

Edit: @synfor war schneller 🏃‍♂️
 

AndiHeitzer

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Markt Schwaben
DSM liegt immer als RAID1 über alle internen Disks.
Da kannst Dich drehen wie Du möchtest.
 
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