Was ist denn der Einsatzzweck für deine Diskstation?
Was willst du mit deinem alten NAS machen? Backup oder als reinen Fileserver? Wenn es dir nur um die Leistung geht, wäre ein Mini-PC mit einem NAS-OS (auch DSM), das dir am besten liegt, die bessere Wahl in Verbindung mit deinem jetzigen NAS als großem Speicher. Das spart deutlich an Investitionskosten und die HDDs oder auch der alte NAS können außerhalb des Zugriffs schlafen gelegt werden.
Generell würde ich auf weniger und größere HDDs setzen, was gut für den Stromverbrauch und die Lautstärke ist. Bei den aktuellen Preisen würde ich aber erst einmal eine große HDD einsetzen und später erweitern. Ich nutze aktuell 18 TB. Wenn du dann noch deine alte Diskstation als Backup-NAS einsetzt, ist ein RAID erst einmal verzichtbar, da dieses kein Backup ist, sondern nur vor einem Ausfall schützt.
Was die Hardware angeht, würde ich nicht mehr auf Synology setzen. Ich würde mir Ugreen genauer ansehen. Dort kannst du UGOS, welches sehr gut funktioniert, einsetzen oder jedes andere OS wie TrueNAS, Unraid, ZimaOS, CasaOS usw. oder auch einfach DSM. Mit einem freien OS machst du dich wesentlich unabhängiger. Bei DSM werden sämtliche Gängelungen von Synology entfernt, wobei
@DaveR sehr gute Arbeit geleistet hat. Nebenbei ist die Hardware um einiges potenter. Wenn du recodieren willst, besitzen die Geräte alle eine GPU, mehr USB, SD, DDR5-RAM mit bis 128 GB und ohne Einschränkung, mindestens 2,5 und 10 GbE LAN. NVMe ohne Skripte und Gängelung inkl. schlafender HDDs und viel mehr. Je nach Leistung ein 4Bay mit Intel N100, welcher ein Vielfaches an Leistung deines jetzigen NAS hat, über einen Intel Gold und i3 bis zum i5 mit 8 Laufwerken. Auch mit einem Selbstbau kann man vieles optimieren und ein wesentlich besseres System zum besseren Preis als Synology realisieren, z.B. i3/5 12. Generation. AMD ist aufgrund der Bauweise bezogen auf die Leistung zu stromhungrig.
Wer sich die alte Synology-Hardware noch kauft, hat entweder keine Ansprüche oder keine Ahnung. Die gleiche alte Hardware (Ryzen R1500) wurde schon in den 21er-Modellen verbaut. Das gleiche gilt auch für die Intel-SoCs, welche nur eine billige Kopie der 20er Modelle sind. Beim damaligen Erscheinen waren die CPUs schon veraltet und 5–6 Jahre später wird der gleiche alte Wein wieder in neuen Schläuchen verkauft. Das muss man sich erst einmal ausdenken. Den Ryzen R1600 in den 22er und 23er Geräten habe ich nie verstanden, wer kauft sich denn noch einen Dualcore in diesen Zeiten? Das hat aber viele hier nicht abgehalten, diese Geräte zu hypen, auch von den „erfahrenen“ Usern, die jetzt auch auf einen „neuen“ R1500 umgestiegen sind. Mir wäre das Geld zu schade für so eine Resteverwertung. Selbst auf den letzten Messen hat Synology nicht mehr Neues gebracht. Softwaretechnisch sind sie immer knapp am EOL und das DSM 7.3 hatte etliche Fehler, obwohl nicht wirklich viel am System geändert wurde.
Überlege dir den Kauf gut. Mit einer anderen Hardware bist du breiter und besser aufgestellt, und kannst im Notfall auch DSM einsetzen und deine vorhandenen HDDs ganz einfach migrieren oder ein Backup einspielen. Das beste Preis-/Leistungs-Verhältnis findest du bei Ugreen. Austor und Terrmaster kommen auch ohne Gängelungen und lassen einen OS-Tausch zu. Rate einmal, warum das hier im Forum so ruhig geworden ist. Viele User haben sich bereits umorientiert, für einen anderen Hersteller bei der Neuanschaffung entschieden oder sind aufgrund der Hardware abgewandert.
Auf SSDs in 2,5" würde ich nicht mehr setzen, die Entwicklung zeigt eindeutig in Richtung NVMe.
Du siehst, es ist vieles möglich. Entscheiden und natürlich auch bezahlen musst du aber schon selber.