Ich habe in meinem "IT-Leben" der - sagen wir mal - letzten 30 Jahre auch schon unzählige Anleitungen, Nutzerleitfäden und Ähnliches für unterschiedliche IT-Themen erstellt und für mich war das auch immer ein "geben und nehmen" im Umfeld von Communities. Als "Dank" für meine "Arbeit" reichte mir dann ein Danke oder halt Like, was es dann und wann mal gab. In den letzten Jahren wurde das Thema "Jemanden helfen" m.M.n. halt immer mehr kommerzialisiert. Da sich z.B. mit irgendwelchen Video-Content wohl auch gut Geld verdienen lässt tauchten halt immer mehr User auf die ihre "Hilfe" für User dahin verlagert haben. Von irgendwelchen "Video-influencern" mal ganz zu schweigen. Irgendwann gab es dann den Punkt das die Anzahl von Videos mit einem kommerziellen Interesse in den Vordergrund trat und das das eher selbstlose helfen in den Hintergrund geriet. Heutzutage gibt es von so vielen Usern so viel "helfenden" Video-Content, dass die Konkurrenz so groß ist das jeder schon den anderen irgendwie mit noch reißerischen Themen, Aussagen und Thesen übertreffen will und muss, um eben möglichst viele Klicks, Likes und am Ende Einnahmen zu erzielen. Darunter leidet m.M.n. auch die Qualität der Hilfe. Nein sich als Video Content Creator zu betätigen und dadurch auch Einnahmen zu generieren, ist auch nicht pauschal verwerflich oder so. Nicht das hier jetzt ggf. ein falscher Eindruck entstehen sollte.

Aber kommerzielle Interessen wirken sich m.M.n. nun mal und üblicherweise auch entsprechend aus.
Jetzt kommen die KIs ins Spiel und mischen den Markt neu auf.

Ich denke jeden sollte wohl klar sein das es den Betreibern von KIs nicht darum geht Usern zu helfen, sondern wie bei jedem Geschäftsmodell üblich ist das Ziel am Ende damit Geld zu verdienen. Wie verdient man am besten Geld? In dem man etwas anbietet was viele User haben/nutzen wollen und als zusätzliche Steigerung dazu, in dem man Usern am besten noch an sich bindet und von sich abhängig macht. Wenn man dann das was man anbietet - in dem Fall das Wissen - auch noch kostenlos geliefert bekommt, in dem man sich das Wissen einfach über das Internet zusammensucht und zusammenträgt und dann quasi als eigenes Wissen wieder verkauft, dann ist das schon ein ziemlich schlaues Geschäftsmodell.

Ja das zusammensuchen und -tragen und das dann bereitstellen ist Aufwand und verursacht somit Kosten. In der jetzigen Phase gehen halt alle KI-Anbieter davon aus das sich das Geschäftmodell am Ende rechnet und bezahlt machen wird. Um das bestmöglich zu erreichen ist der übliche Weg halt die Nachfrage und Abhängigkeit der User (Kunden) immer weiter zu steigern.
Jetzt kommt wieder der Hilfe suchende User ins Spiel: Glaubt dieser den "Heilsversprechen" der KI-Anbieter, begibt sich immer mehr in die Anhängigkeit und ist auch noch bereit dafür vermutlich immer mehr Geld zu investieren, geht das Geschäftsmodell wohl auf. Geht es auf bleibt dadurch aber
m.M.n. das lernen und Wissen der User
langfristig gesehen auf der Strecke. Wenn User das bewusst so machen dann ist das natürlich ihr gutes Recht und das will ich auch niemanden absprechen, aber
ich sehe darin halt auch die Gefahr das durch die Nutzung von KI sich die Bildung und der Wissensstand von Usern immer weiter verringert. Wobei ich in dem Fall jetzt nicht von einem Zeitraum von 2, 3, oder 5 Jahren rede, sondern eher von 10, 20 oder ggf. auch 30 Jahren.
Frage nur, wer den Input künftig wie weiterführen möchte.
Vielleicht irgendeine KI?
VG Jim