Strategie um DS415+ sinnvoll zu erweitern

derrapf

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Hallo alle
Nachdem ich nun einiges hier im Forum gelesen habe bin ich umso ratloser wie ich meine DS415+ sinnvoll aufbohre.
Mein Status quo sind 3 Platten a 6 TB die nun zu 90% voll sind und die ich im Juni 2015 gekauft habe. Ich habe also im Schnitt 3,7 TB "Verbrauch" pro Jahr.
Eingerichtet sind diese als SHR-1 ohne Diskgruppen zu verwenden (kannte ich damals beim Einrichten nicht). Naja - und jetzt weiss ich auch nur, dass es sie gibt...
Wenn ich das was ich gelesen habe richtig verstanden habe habe ich nun ein paar Optionen:
  1. Ich könnte eine weitere 6TB Platte einbauen und hätte danach 18TB zur Verfügung. Dann ist aber Ende und ich müsste mach zwei Jahren für weiteren Ausbau mindestens zwei Platten ersetzen; hätte dann also nach zwei Jahren drei Platten gekauft.
  2. Ich könnte gleich eine grosse Platte einhängen (10 oder 12 TB); hätte zwar keinen Gewinn dadurch, also auch erstmal nur 18TB, würde aber in zwei Jahren die nächste 10TB Platte einbauen und hätte dann 22TB. Also im Vergleich zur Option 1 eine 6TB Platte gespart.
  3. Ob das geht weiss ich nicht: Könnte ich die drei Platten im SHR-1 Raid so lassen wie sie sind und die 10TB Platte einfach so zusätzlich einbauen? Dann hätte ich jetzt schon 22TB netto; die 10 TB Platte wäre dann zwar nicht ausfallgesichert; ich würde aber auf diese auch nur Dateien platzieren die ich verlieren kann ohne ihnen eine Träne nachweinen zu müssen: Also Filme, Aufnahmen vom Sat-Receiver usw.
Wenn ich Option drei wähle: Kann ich dann nachträglich die Platte doch noch in das SHR-1 Raid aufnehmen oder ist dann Schluss? Macht diese Konfig überhaupt Sinn (Könnte mir vorstellen dass es schwierig wird die 10 TB zu erweitern wenn die voll sind)

Gibt es ev. noch ein weitere Option, de ich übersehen habe?
Was würded ihr empfehlen?
Ich möchte für die Zukunft möglichst viel Speicherplatz gewinnen ohne ständig neu Platten nachkaufen zu müssen.

Gruss Ralf
 

Ar-Al

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Wenn der zusätzliche Speicherbedarf so schön planbar ist, kann man doch einfach mit 10TB stufenweise aufrüsten. Die Stufen sind dann mit 4 Festplatten:
6+6+6=12
6+6+6+6=18 als Option
6+6+6+10=18
6+6+10+10=22
6+10+10+10=26
10+10+10+10=30

Alle 1-1,5 Jahre eine 10TB-Festplatte, oder zwischendurch mal eine 6TB-Festplatte wegen Defekt austauschen ist doch eine gute Strategie, die theoretisch 6-8 Jahre halten kann.

Die Option, erst mit 6TB aufzurüsten, macht nur dann Sinn, wenn man abschätzen kann, dass bald eine vorhandene 6TB-Festplatte ausgetauscht werden muss.
 
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derrapf

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Hallo PatrickS3
Ich wollte die 10 TB nicht im Raid haben sondern als einzelne Platte. Geht das überhaupt? Die 3x6TB +1x10 war ja Option 2.
 

derrapf

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Hi
Alle 1-1,5 Jahre eine 10TB-Festplatte, oder zwischendurch mal eine 6TB-Festplatte wegen Defekt austauschen ist doch eine gute Strategie, die theoretisch 6-8 Jahre halten kann.
Ok. So habe ich es mir vorgestellt. Die Option 3 findet scheinbar keine Freunde (wenn die überhaupt möglich ist).
Was kauft man denn heute am Besten (Preis/Leistung) Ich schätze eher 10 TB als 12 oder noch mehr, oder?

Gruss Ralf
 

Fusion

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Die Option 3 ist möglich. Die neue 10TB muss halt als separates SHR oder Basis-Volume eingerichtet werden. Du hast nachher also Volume 1 und Volume 2 auf denen die Gemeinsamen Ordner platziert sind. Wo die Ordner liegen ist nach außen nicht sichtbar.
Die 10TB kann später erweitert werden, ABER nicht mit dem bestehenden SHR Volume 1.
Wenn du die Platte später dem SHR Volume 1 zuschlagen willst wird der Inhalt der 10TB gelöscht.

Also Option 2 oder 3 finde ich besser als 1.
Festplatten sind Verschleißteile die fallen halt auch mal aus, wenn nicht der Platzbedarf der schnellere Antreiber ist.

Hast du wirklich 3.7TB pro Jahr an Daten die du behalten willst?

Also Option 3 spart halt etwas Geld, wenn es rein unwichtige Daten sind und durch Volume2 das Wachstum auf Volume 1 verlangsamt wird.
Was am Ende zwischen Option 1 und 2 billiger werden wird (jetzt 6TB, später 2*10TB, oder jetzt 10 und später nochmal 10) wage ich jetzt noch nicht vorherzusagen. Gut möglich, dass die 10TB bis dahin so günstig sind, dass sich der "Mehrpreis" für die 6TB jetzt wieder nivelliert hat.
Das beste Preis/TB Verhältnis ist gerade bei 4 und 8 TB.
Preis/leistung ist nicht ganz so einfach zu sagen.
 

PatrickS3

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@derrapf: Oh, da hatte ich Dich falsch verstanden, sorry.
 

derrapf

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Hallo Fusion
Die Option 3 ist möglich.
...
Hast du wirklich 3.7TB pro Jahr an Daten die du behalten willst?

Danke für die Ausführung
Die 3,7 sind rechnerisch entstanden. Ich hoffe eigentlich nicht, dass das linear so weiter geht. 1GB pro Jahr ist aber auf jeden Fall drin. Das war schon so als ich kein NAS hatte und meine Fotosessions alle alle auf externe Platten gepspeichert habe.




Also Option 3 spart halt etwas Geld, wenn es rein unwichtige Daten sind und durch Volume2 das Wachstum auf Volume 1 verlangsamt wird.
Ja, dachte ich auch. Aber es wird dann halt schwierig wenn die wiederum voll ist.

Was mache ich eigentlich wenn alle Bays voll sind und es keine grösseren Platten mehr gibt? Kann man irgendwie an die 415+ weitere Bays anbauen? Oder muss ich mir wieder ein komplett neues NAS zulegen? Ah ich sehe grad: Da gibts Erweiterungen (DX513). Ist aber nicht billig..

Das beste Preis/TB Verhältnis ist gerade bei 4 und 8 TB.
Wobei die 8 nicht wirklich viel Mehrwert bringt. Mit der ersten 8TB würde ich 6TB gewinnen; mit der zweiten nur noch weitere 2 GB.
Die 10 TB bringen ja pro Plattentausch auch "nur" 4GB. Bei den aktuellen Preisen würde ich also bei der 2. Platte über 300 EUR für 4 GB bezahlen. Das rechnet sich irgendwie nicht. Also das Plattentauschen meine ich.. Am besten wäre wenn man irgendwie die Menge an Platten erweitern könnte. Ich überlege grad echt ob sich eine DX513 rentieren würde...

Hmmm...

Gruss Ralf
 

derrapf

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Hab jetzt mal folgende Rechnung für die Erweiterung um zwei Platten aufgestellt:
Option2 :
- Kauf einer 10TB ca. 315.-. Gewinn: 6TB
- Später weiterer Kauf einer 10TB und Tausch mit einer 6TB. Kosten 315 Eur (vielleicht ein bischen weniger); Gewinn: 4 TB
- Gesamtspeicherplatz: 22TB
- Gesamtkosten: 630.- EUR für 10 TB mehr = 63 EUR/TB

Option4:
- Kauf einer vierten 6TB. Preis ca. 170.-. Gewinn: 6TB
- Später: Kauf einer DX513: 399.- und eine weitere 6TB a 170
- Geamtspeicher: 24TB
- Geamtkosten: 739.- für 12 TB mehr = 61 EUR/TB, also sogar günstiger als Option2

Option 4 ist also in Summe 105 EUR teurer, hat aber 2TB mehr und weitere 3 Bays zum erweitern. D.h. ich könnte dann nochmal für 3*170 EUR weitere 18TB hinzukaufen. Wenn ich bei der 415+ bleibe kann ich nur nochmal zwei mal 10TB für 630 EUR einbauen und gewinne grad mal zusätzliche 8TB.

Der Einsatz einer DX513 ist dann doch in Summe und auf weite Sicht venünftiger, oder?

Gruss Ralf
 
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Fusion

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Was vernünftiger ist, muss man für sich entscheiden, da die Messlatte ja oft mehr abdeckt, als die reine nackte Vernunft oder Euro-Zahl.
Man kommt ja auch schnell in Regionen, wo man nicht mehr alles vorausplanen kann.
Wenn du jetzt eine Erweiterungs-Strategie fährst die dir vom nominalen Zuwachs auf 10 Jahre reicht, was ist, wenn die 415+ ausfällt, was wenn dann die DX513 angeschafft ist und die neue DS sich nicht mit der DX513 verträgt, oder oder oder. Kann man sich ja alle mögliche Szenarien überlegen.
Deshalb plane ich bei mir nur noch grob 3-5 Jahre im Voraus (mit zwangsweiser Rest-Flexibilität für Unvorhergesehenes).

Und wenn es rein um Datenhalden geht würde ich sogar noch eine Option 5 in den Ring werfen: Nackte Festplatten. Per USB Dock an die DS und gut ist.
Wenn man halt nicht alle Daten immer sofort im Zugriff haben muss.
 

dil88

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Bei einer DS ein Volume um Platten einer DX zu erweitern, würde ich vermeiden. Irgendein Problem und das Volume ist hinüber. Ich würde auch ein SHR-1- bzw. RAID-5-Volume mit mehr als fünf Platten vermeiden. Bei einer Migration auf SHR-2 bzw. RAID-6 sieht die Rechnung dann gleich wieder anders aus.
 

Iarn

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Ich würde ebenfalls von einem Raid über mehrere Gehäuse immer die Finger lassen, allerdings kann die 415+ das eh nicht. Das kann erst die 91x+ bzw die vierstelligen Seriennummern.

Ich würde keine DX kaufen, solange es mit größeren Platten geht.

Wie ist denn die aktuelle Backup Strategie. Ich würde ggf. Die 6 TB alle durch 10 TB ersetzen und die 6er in einem externen USB Dock als Backup nutzen. Dann hast auf Jahre Ruhe. Außer Du hast jetzt schon genug Backup Kapazität.
 

derrapf

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Hallo alle
OK. Da fast Alle die DX513 Option ablehnen (schon deswegen weil ein Volume über zwei Geräte a) unsicher und b) mit der 415+ nicht realisierbar ist) , werd' ich wohl dann doch Richtung Option2 gehen.
Danke Allen für die vielen wertvollen Tips.
Gruss Ralf
 
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siko

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da @patfish das Thema nach fast 2 Jahren wieder hochgeholt hat, erlaube ich mir auch mal eine Frage darauf zu stellen...
... Ich würde auch ein SHR-1- bzw. RAID-5-Volume mit mehr als fünf Platten vermeiden. Bei einer Migration auf SHR-2 bzw. RAID-6 sieht die Rechnung dann gleich wieder anders aus.

Wie genau ist das zu verstehen ?

Warum sollte man ein RAID 5 Volumen mit mehr als 5 Platten vermeiden und warum ist das bei einem RAID 6 anders ?
 

RichardB

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Das ist eine Frage der Wahrscheinlichkeitstheorie (Abschnitt bedingte Wahrscheinlichkeiten).
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Platte X zum Zeitpunkt t ausfällt, ist umso größer, je mehr Platten zu einem Verbund zusammengeschaltet sind. Das ist an sich unproblematisch. Bedeutsam wird es bei einer RAID-Reparatur. Wenn man davon ausgeht, dass (zumindest bei einem System mit Erstbestückung) die Platten gleich alt sind, ist das Risiko, dass während der Reparatur eine weitere Platte ausfällt relativ hoch und wird umso höher, je mehr Platten am Verbund beteiligt sind.

Bei einem RAID 6 ist die Rechnung insofern anders, weil 2 Platten ausfallen können. Das ändert zwar nichts an der Ausfallswahrscheinlichkeit einer bestimmten Platte, senkt aber im Reparaturfall die Wahrscheinlichkeit, dass das gesamte RAID ausfällt signifikant.
Ob man die Grenze bei 5, 7 oder 9 usw. Platten zieht ist imho eine Frage des Geschmacks bzw. der eigenen Risikofreudigkeit. Bei einem Stand-Alone RAID würde ich persönlich ebenfalls bei mehr als 5 Platten über ein RAID 6 nachdenken, soferne die Datenverfügbarkeit eine entscheidende Rolle spielt.

EDIT
Um es zu präzisieren: In einem RAID-Verbund handelt es sich natürlich um abhängige Wahrscheinlichkeiten.
 
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siko

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Sehr verständlich und einleuchtend erklärt. Danke.

Was mich beim Umzug von DS214 auf DS 918+ gestört hat, war die Tatsache das so ein Backup (HyperBackup )eigentlich nur die wichtigsten Daten beinhaltet und nicht das ganze System mit ALLEN Einstellungen usw. In einem RAID Ausfall hat man dann doch ganz schön zu kämpfen um das alles wieder genau so wie vorher herzustellen.

Insofern, kein unwichtiges Argument bei der Planung der eigenen Datensicherheit.
 

RichardB

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Das Grundproblem ist, dass eine Synology eben nicht "bare metal“ gesichert werden kann. Fällt das RAID aus, braucht es auch nach dem Recovery einiges an Arbeit, bis das System wieder im "Urzustand“ läuft.

Die einzige Strategie dagegen ist, die Platten zu tauschen, ehe sie beginnen zu versagen. Ich selbst tausche die Platten spätestens 9 Monate nach Ablauf der Garantie (also bei ca. 32.000 Betriebsstunden - sofern sie solange durchhalten). Das ist zugegeben auch eine Kostenfrage, für mich jedoch der beste Weg.

Was Umzüge betrifft, habe ich keine persönliche Erfahrung. Wahrscheinlich würde ich die neue DS von Grund auf aufsetzen und dann die Daten einfach raufladen.
 

siko

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Mein Backup NAS hat 2x 3TB...

Mach ich da jetzt JBOD ?
 

RichardB

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Wenn es nicht schon geschehen ist, dann auf jeden Fall BASIC mit einem Volume pro Platte. JBOD ist imho die gleiche Harakiri-Angelegenheit wie RAID 0.
Außerdem kannst Du mit BASIC problemlos in jedes andere RAID/SHR migrieren.
 
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