Hyper Backup Begrifflichkeiten zu den Rotationseinstellungen von Hyper Backup - richtig verstanden?

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JoJoBo

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Liebe Foristen,

ich beschäftige gerade mit dem rotierenden Backup und habe mit der Erklärung von Synology meine Verständnisprobleme. Einerseits sind mir die Begriffe nicht ganz klar, andererseits das Zusammenspiel von "Benutzerdefinierten Aufbewahrungseinstellungen" und "Max. Anzahl beibehaltender Versionen". Deswegen habe ich im Folgenden versucht, die Begriffe zu definieren und jeweils ein Beispiel hinzugefügt, wie ich es verstanden habe.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein Feedback geben könnte, ob ich das richtig verstanden habe. Ich denke das könnte auch anderen Neulingen helfen.

Begrifflichkeiten zu den Rotationseinstellungen von Hyper Backup:

1) "Rotation": bedeutet, dass mit jeder neuen Dateiversion eine ältere Version gelöscht wird.

2) "Version": Eine "Version" entsteht mit jeder Sicherung mittels Hyper-Backup. Sie entsteht nicht bei jeder Änderung der Datei auf der DiskStation.

Beispiel:
  • Eine Datei wird täglich geändert und auf der DiskStation gesichert (7 mal je Woche)
  • Die DiskStation sichert die Datei wöchentlich per Hyper Backup auf externe Festplatte.
Ergebnis: Es wird je Sicherung eine Dateiversion auf der externen Festplatte gesichert. Dies ist die zum Zeitpunkt der Sicherung aktuelle Datei.

3) "Benutzerdefinierten Aufbewahrungseinstellungen":

Hier lassen sich Regeln mit "Dauer" und "Versionsintervall" einstellen, je Zeile eine Regel.
  • 3a) "Dauer": beschreibt, wie alt Versionen sein müssen, damit die Regel greift.

  • 3b) "Versionsintervall": beschreibt, für welchen Zeitraum je eine Version behalten werden soll.
Es wird jeweils die älteste Version im Versionsintervall behalten, alle anderen Versionen im Versionsintervall werden gelöscht.

Beispiel 3a: bei Dauer=1 Monat muss die Version zwischen heute und einen Monat alt sein, damit die Regel greift

Beispiel 3b: bei Versionsintervall=täglich, es verbleibt - neben der letzten Version - für jeden Tag eine Dateiversion, max. 7 Versionen je Woche

3c) Mehrere Regeln mit unterschiedlicher Dauer:

Sind unter "Benutzerdefinierte Aufbewahrungseinstellungen" mehrere Regeln mit unterschiedlicher Dauer angegeben, so überlappen sich die Dauern.

Fällt eine Version sowohl unter die kürzere als auch die längere Dauer, so gilt die Regel der kürzeren Dauer.

Die Reihenfolge der Regeln spielt keine Rolle.

Beispiel:
  • Regel 1: Dauer=6 Monate, Versionsintervall=1 Woche
  • Regel 2: Dauer=1 Jahr, Versionsintervall=1 Monat
Ergebnis:
  • Von den bis 6 Monate alten Dateiversionen wird je Woche eine erhalten (hier gilt Regel 1 wegen der kürzeren Dauer).
  • Von den 7-12 Monate alten Dateiversionen wird eine pro Monat enthalten (hier gilt nur Regel 2).
  • Insgesamt gibt es max. 26 Versionen aus Regel 1 (4,4Wochen/Monat x 6 Monate) und max. 6 Versionen aus Regel 2, zusammen also max. 32 Versionen.

4) "Max. Anzahl beibehaltender Versionen":
  • heißt, dass diese Anzahl von Dateiversionen bis auf unbestimmte Zeit im Backup verbleibt, erst dann greift die "Rotation".
  • "Benutzerdefinierte Aufbewahrungseinstellungen" bestimmen, welche Versionen verbleiben, nicht die Anzahl.
Beispiel:
  • Eine Datei hat 20 Versionen
  • die letzte Version ist 10 Jahren alt
  • Max. Anzahl beibehaltender Versionen=30.
Ergebnis: Selbst wenn die letzte Version 10 Jahren alt ist, bleiben alle 20 Versionen gesichert - unabhängig davon, ob es "Benutzerdefinierte Aufbewahrungseinstellungen" gibt.

Umgekehrt heißt "Max. Anzahl beibehaltender Versionen", dass es niemals mehr als diese Anzahl Versionen geben wird, auch wenn "Benutzerdefinierte Aufbewahrungseinstellungen" vorhanden sind.

Beispiel:
  • Eine Datei hat 30 Versionen, eine je Monat
  • Max. Anzahl beibehaltender Versionen=10
  • eine Regel unter "Benutzerdefinierte Aufbewahrungseinstellungen": Dauer=2 Jahre, Versionsintervall=1 Monat
Ergebnis: Es werden nur 10 Versionen der letzten Monate behalten, eine Version je Monat.

5) Nachträgliches Verschärfen von Regeln:

Werden unter "Benutzerdefinierte Aufbewahrungseinstellungen" Regeln nachträglich verschärft, so werden Sicherungen von Versionen nachträglich gelöscht und Speicherplatz wird freigegeben.

Beispiel:
  • Bisherige Regel mit Dauer=1 Jahr und Versionsintervall=1 Woche (max. 53 Versionen)
  • wird geändert in Dauer=1 Jahr und Versionsintervall=1 Monat (max. 12 Versionen)
Ergebnis: Es werden von den max. vorhandenen 53 Versionen so viele gelöscht, dass max. 12 Versionen verbleiben.
 
Zu 1. Rotation bedeutet bei HyperBackup, dass nach jeder Sicherung ein Job läuft, der prüft, ob Versionen auf Basis der Konfiguration gelöscht werden müssen, und diese Löschung dann durchführt.

Zu 2. Richtig, es geht ja auch nicht anders. Eine Version kann nur erstellt werden, wenn die Software gestartet wird und durchläuft, die diese Version erstellen kann. Bei Snapshots, die beispielsweise stündlich laufen, gibt es dann stündlich eine Version, auch wenn eine Datei in dieser Stunde z.B. 3x geändert wurde.

Zu 3.a und 3.b: M.E. ist das korrekt verstanden.

Zu 3.c Kann ich mangels eigenem Testing nicht beurteilen.

Zu 4. M.W. richtig.

Zu 5. Ebenfalls m.E. korrekt. Das kann u.U. sehr lange dauern, habe da selbst einige Erfahrungen. Dies geschieht im Anschluss an den nächsten HyperBackup-Lauf im Rahmen der Rotation (siehe 1.).
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu 5. Man könnte auch die nicht mehr benötigten wöchentlichen Versionen manuell in der Versionsliste löschen, dann würde der Speicherplatz wieder direkt freigegeben.
 
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4. Der Begrifflichkeit nach stimmt das. Allerdings hat Synology da nicht immer ein glückliches Händchen. Ich sage nur Snapshot Replikation. Die kümmert sich entgegen dem Namen eben nicht nur um die Replikation, sondern wird benötigt um Snapshots überhaupt managen zu können. Snapshotmanager wäre der passendere Name. Diesbezüglich ist auch die Info, die die jeweilige App/Paket da eventuell liefert oder auch die offizielle Doku möglicherweise hilfreich. Im Falle von Hyperbackup lässt die allerdings Fragen offen.
 

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