Wie sinnvoll/notwendig ist eine USV für ein NAS (z.B. RAID-Defekt bei Stromausfall)?

Hafer

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Man wird doch nochmal sagen dürfen

Kurts Beiträge wie in #38 und weiteren lassen mich im Forum einen Danke- oder Rating-Button schmerzlich vermissen....

Aber so geht's ja auch:

Danke für deine ausführlichen, manchmal geradezu liebevollen Hinweise!
 

nas_stephan

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Ich habe auch eine USV, da manchmal zB bei Gewitter in der Nähe der FI Schalter fliegt.
Mit der USV habe ich das NAS sowie den Router und Switch abgesichert.
Dies hat den praktischen Nebeneffekt, dass ich über die push email des NAS über den Stromausfall informiert werde (durch die Meldung der Umstellung auf USV Stromversorgung).
Da noch eine Tauchpumpe im Keller das Grundwasser wegpumpt, kann ich so bei Abwesenheit jemanden hinschicken und größere Schäden vermeiden.
 

whitbread

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Also ich würde meine NASen tatsächlich nicht ohne USV laufen lassen wollen, habe mich aber primär dafür entschieden, damit auch während eines Stromausfall das Telefon noch geht (kein Handyempfang!). Wir sind hier zwar relativ gesegnet mit Netzstabilität, aber Gewitter und Stromspitzen werden so auch herausgefiltert. Wem Letzeres reicht, der nimmt sich halt für kleines Geld eine Netzfilter-Mehrfachsteckdose.
Daher habe ich meine NASen so eingestellt, dass diese nach 2 Minuten herunterfahren; so bleibt noch relativ viel Kapazität übrig für Router und DECT-Basis. Dies sollte den normalen Ausnahmezustand eines einstündigen Stromausfalles abdecken. Danach hilft nur noch Batterie aus dem Auto ausbauen...
 

Puppetmaster

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Also eine Stunde ohne Telefon schon ein No Go?
Mein Router läuft zwar auch über die USV, aber primär fürs Internet, weniger für Telefonie.
 

whitbread

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Also WLAN gehört schon dazu - ein Router hängt damit dran, damit ich mir keine Beschimpfungen à la "Internet geht schon wieder nicht!" anhören muss. Ist bei uns halt echt ein Thema, da wir kaum / keinen Mobilfunkempfang haben.
 

Wolfi71

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Ihr wisst aber schon, dass die MSAN maximal 30 Minuten Stromausfall puffern, danach ist der Anschluss auch weg. Und das sind die umgerüsteten. Die noch nicht umgebauten haben Goldcaps um das sichere herunterfahren zu ermöglichen. Bei mir hängt der zufällig am gleichen 400V-Kabel von der Trafostation zu meinem Haus. Bringt mir also nichts. Und für eine ausfallsicherere Leitung via Glasfaser oder Kupfer bin ich zu geizig. FTTH ist kaum besser und TV-Kabel eh nicht, bei FTTH müsste der ONT bei euch zuhause auch versorgt werden. Der OLT müsste das aber haben.

Die übrigens genannten Ausfallzeiten beim Strom sind bestenfalls die halbe Wahrheit. Großflächige Ausfälle, geplante Wartungsarbeiten und Ausfälle bis 3 Minuten fließen nicht in die Statistik ein. Mobilfunkbasisstationen für GSM sind mit USV und Einspeisemöglichkeit versehen, LTE und UMTS eher nicht.
 

RichardB

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@whitbread: DSen und Switch, mehr braucht es nicht, um das LAN stabil zu halten und ggf. runterzufahren. Ev. Kurts Schreibtischlampe.
 

Kurt-oe1kyw

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Ah ja genau Schreibtischlampe, GANZ WICHTIG! Habe ich hier in diesem Beitrag vergessen!
Unbedingt eine Schreibtischelampe LED oder 10/20W Halogenschreibtischlampe an die USV Anschliessen!
Ich kann aus Erfahrung sagen das es bei Netzausfall schön ist wenn Router, Switch, DSen, externe HDDs und der PC weiterlaufen in der Nacht dank USV. ABER die LED Hintergrundbeleuchtung von den beiden Monitoren definitiv zu wenig ist........:eek:
Seit der Zeit hängt eine Schreibtischlampe fix mit an der USV.... :p
 

KobayashiMaru

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Also ich hab langsam das Gefühl, mit all diesen hilfreichen Informationen, Tipps und Erfahrungsberichten könnte man einen super Guide schreiben, der bei solchen Entscheidungen helfen kann - vor allem Neulingen wie mich. Keine Ja/Nein-Anleitung, vielmehr eine Art Leitfaden zur Entscheidungsfindung.


Das lässt sich ganz leicht beantworten:
Der Optimist antwortet dir bestimmt NULL mal.
Der Pesimist antwortet dir bestimmt 34 mal.

Ja, ich verstehe natürlich, was Du meinst.


Bei meinem Modell habe ich die Möglichkeit von 3 Stufen, ich habe sie auf die höchste Empfindlichkeit eingestellt. Man könnte dies auch mit den 3 Tasten am Bedienfeld durchführen, aber dafür steck ich den USB Stecker doch lieber in den PC und kann mir dort bequem sämtliche Daten und Einstellungen mit einem Mausklick machen:

[...]

Das Bild zeigt die kostenlose Software Power Chute, du kannst sie herunterladen oder bei mir war auch eine CD dabei bei der USV wo das Programm drauf war.
Das Programm zeigt also viel, viel mehr an als es das kleine Infofenster im DSM tut.
Nur bringt mir der USB Anschluss am PC nichts, denn der PC läuft nicht 24/7 und ich habe lieber die Kommunikation auf den DSen damit im Notfall der Wechsel in den sicheren Modus durchgeführt wird.

Ok, vielen Dank für die Infos, und auch die weiteren Tipps, die Du gepostet hast!


Absolut korrekt und es ist sicherlich auch so wie meistens im Leben:
Hast du eine Vorsorge getroffen, dann tritt auch kein Fehlerfall ein.
Hast du keine Vorsorge getroffen, dann erwischt es dich u. U. mehrmals im Jahr. Ist so.

Tja, das ist wohl wahr :)


Deswegen habe ich mich für ein Modell entschieden welches selbstständig alle 14 Tage einen Selbsttest inklusive kurzer Funktionskontrolle durchführt. Es ist das gleiche wie im Bild oben in Power Chute wenn man auf "Selbsttest" klickt.

Auch das wusste ich nicht, wieder etwas gelernt. Ich sauge momentan nicht nur alle möglichen für mich neuen Infos zu NAS auf, sondern jetzt kommen auch noch USV dazu :)


Meine Entscheidung:

1) write cache off - on birgt Risiko einer Dateninkonsistenz bei Stromausfall
2) kein RAID5 - empfindlich fuer Stromausfaelle
3) keine USV - es gibt schon genug Elektroschrott und dann noch alle 2-3 Jahre vermehrt werden muss

USV ist nur notwendig wenn man 7/24 Verfuegbarkeit braucht und über den Tag viele kritische Datenupdates hat (Voraussetzung: Pro Tag wird ein Backup gezogen). Das trifft i.d.R. im @home Bereich zu und ein Verzicht auf eine USV schont die Umwelt.

Das sind wirklich interessante Gedanken. Ich muss zugeben, dass ich die letzten Tage sehr viel über das Thema nachgedacht und meine persönlichen Anforderungen geprüft habe. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich im Grunde kein RAID benötige, zumindest für den Anfang noch nicht. Ich brauche den Speicherplatz, den Zugriff im Netzwerk etc., aber ich brauche eher kein RAID, z.B. für eine 1-Platten-Ausfallsicherung. Stattdessen ist mir ein Voll-Backup wichtiger.

Weiterhin denke ich, dass ich mit meiner ersten NAS so beginne, dass ich nur eine einzige Platte, ohne RAID, nutze (dazu dann eine gleich große Festplatte, nicht in der NAS, für das Backup). Ich werde dennoch eine NAS mit mehreren Slots nehmen, falls ich in ein paar Monaten doch aufrüsten möchte bzw. mehr Speicher benötige bzw. dann ein RAID einsetzen möchte.

Dein Hinweis auf die Umwelt finde ich auch nicht verkehrt.

Hierbei fallen mir zwei Fragen ein:

- Wenn ich es richtig gelesen habe, kann man in der Synology NAS "Basic" auswählen, um eine Festplatte ohne RAID zu betreiben - kann mir das jemand bestätigen?

- Kann man über den DSM eigentlich so eine 1-Platten-Nicht-RAID Konfiguration einfach auf ein SHR mit einer weiteren Platte umstellen, oder muss dafür die eine Festplatte erstmal geleert werden?



Andererseits: ist der Unterschied zwischen privat und beruflich (was die Wichtigkeit der Daten betrifft) wirklich so groß? Der ideelle Wert des Videos, auf dem zu sehen ist, wie Junior seine ersten Schritte macht, ist sicher genauso groß wie der reale Wert wichtiger Geschäftsunterlagen.

Also da stimme ich Dir vollkommen zu.

Ich denke, dass ein gut gepflegtes externes Backup (mit mind. 2 Sets) für Deine momentanen Anforderungen durchaus reichen wird, wobei die Betonung auf gut gepflegt liegt. Es ist relativ sinnfrei ein Backup zu fahren, wenn man gerade daran denkt. Da braucht es Regelmäßigkeit, sonst bringt es wenig.

Ja, auch das sehe ich genauso.



ABER es gibt auch Situationen <klick> wo selbst auch eine USV machtlos ist...

Oh je, das ist ja mal ne Story ;) Meine Frau ist auch ein IT-Experte, aber sowas würde sie nicht machen, vor allem wenn da noch irgendwelche LEDs leuchten.


Bitte auch Wichtig!
Falls andere Personen Zutritt haben in den Raum/Zimmer/Bereich wo die USV steht, bitte bringt irgendwo einen Zettel/Hinweis gut sichtbar an, das hier eine USV in Betrieb ist!
Es wäre fatal, wenn jemand die Sicherung (den Hauptschalter) abschaltet und der sicheren Meinung ist das ihm/ihr jetzt nichts passieren kann, weil eh alles stromlos ist, aber durch die USV ja trotzdem immer noch weiterhin 230V Spannung an den versorgten Geräten vorhanden ist, also an den Leitungen, ev. Steckdosenverteilern usw usw.
Am Besten den Hinweis im Bereich der USV und im Verteilerkasten anbringen wo die Sicherung für diesen Bereich ist.
So das jeder sehen kann, ok da ist jetzt trotz Abschaltung weiterhin mit Spannungen von 230V zu rechnen!

Sehr guter und wichtiger Hinweis, danke!
 

Kurt-oe1kyw

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Wenn ich es richtig gelesen habe, kann man in der Synology NAS "Basic" auswählen, um eine Festplatte ohne RAID zu betreiben - kann mir das jemand bestätigen?

Jein! Normalerweise können die DS den "Raid-Typ" Basis, aber im Detail zur Sicherheit in den jeweiligen Modellbeschreibungen noch nachsehen, aber ansonsten Ja.
HDD einbauen, DS in Betrieb nehmen.
Es kann sein das beim allerersten Mal autom SHR installiert wird, dann einfach das Volume löschen und auf Erstellen klicken und "Basis" auswählen.
Hier ein Bild als ich damals die DS218+ bekommen hatte und ich am Beginn nur mit Test HDDs gearbeitet habe.
HDD 1 ist schon fix und fertig als "Basis" eingerichtet, HDD 2 wird als Volume 2 ebenfalls als "Basis" eingerichtet:

ds218_volume2_basis_einrichten.jpg

Danach den Anweisungen folgen, du hast dann "jede HDD für sich" ohne Raid/Spiegelung ohne Betriebssicherheit.

Hinweis:
DSM wird immer auf allen HDDs installiert dies erfolgt autom beim Einrichten der DS bzw. hinzufügen einer HDD.

Anmerkung:
Aus der "Diskgruppe" wurde mittlerweile die Bezeichnung Speicherpool.
 

KobayashiMaru

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Jein! Normalerweise können die DS den "Raid-Typ" Basis, aber im Detail zur Sicherheit in den jeweiligen Modellbeschreibungen noch nachsehen, aber ansonsten Ja.
HDD einbauen, DS in Betrieb nehmen.
[...]

Vielen Dank für die Erklärung und den Screenshot!

Es ist momentan echt witzig, bei mir läuft es derzeit immer so ab:

  1. Ich mache mir Gedanken und habe eine "einfache" Idee
  2. Zur Sicherheit frage ich im Forum nach -> nein, es ist doch nicht so einfach
  3. Es kommt eine super Erklärung von Euch
  4. Schwupps ist es wieder einfach, fast zumindest ;)




Hinweis:
DSM wird immer auf allen HDDs installiert dies erfolgt autom beim Einrichten der DS bzw. hinzufügen einer HDD.

Das ist interessant, ich wusste bislang sowieso nicht, wie/wo das DSM überhaupt installiert ist. Ich habe mir schon gedacht, dass es natürlich auf einer der Festplatten installiert wird.

Aber was bedeutet es, dass DSM immer auf allen HDDs installiert wird - ist es dann mehrfach vorhanden, mit unterschiedlichen Konfigurationen? Also wenn ich z.B. 2 Festplatten ohne RAID in einer DS habe, dann habe ich auch 2x den DSM den ich getrennt voneinander konfigurieren muss?
 

Benares

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Die internen Platten werden immer in 3 Partitionen aufgeteilt, 2 kleinere für DSM und Swap, und eine große für die Daten (Rest).
Der DSM (das Betriebssystem) liegt immer als Raid1 gespiegelt über alle Platten auf der 1. Partition. Nur bei der 3. Partition (Daten) hast du Einfluss auf den Raid-Typ.
 

mb01

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Jepp, die Systempartitionen von DSM, die auf jeder (initialisierten) Festplatte eingerichtet sind, laufen quasi untereinander im RAID 1, sind also gespiegelt. Als User hat man da auch keinerlei Eingriffsmöglichkeiten. Man kann dadurch aber simpel eine "beliebige" Festplatte entfernen (mit entsprechenden Konsequenzen für ggf. vorhandene Volumen/Speicherpools natürlich) und DSM selber läuft immer noch bei gleicher Konfiguration. Ein Nachteil dieser Lösung mit dem gespiegelten DSM ist z.B. aber, dass in einer Diskstation mit mehreren Festplatten immer entweder alle in den Ruhemodus gehen bzw. runterfahren oder keine, d.h. die tatsächliche Belegung mit Speicherpools/Volumen bzw. deren Nutzung hat da keinen Einfluss.

Und aufpassen muss man, wenn man eine Festplatte einfach aus einer ersten Diskstation gezogen hat und diese in einer anderen, zweiten (technisch ähnlichen) Diskstation weiternutzen will: Im laufenden Betrieb per Hotswap ist das i.d.R. problemlos, aber fährt man die zweite Diskstation vor dem Einbau der HDD herunter, kann man nach dem Neustart sein blaues Wunder erleben, wenn dann DSM plötzlich mit der Konfiguration der alten ersten Diskstation startet. :eek: Entweder Hotswap oder vor dem Einbau z.B. am Rechner alle Partitionen löschen.
 

robbat

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Deswegen habe ich mich für ein Modell entschieden welches selbstständig alle 14 Tage einen Selbsttest inklusive kurzer Funktionskontrolle durchführt. Es ist das gleiche wie im Bild oben in Power Chute wenn man auf "Selbsttest" klickt.
Dabei wird der Akku geprüft, die Relaisschaltung und es wird auch für ca. 1-2 Minuten auf Batteriebetrieb umgeschaltet.

@Kurt-oe1kyw
Wo aktiviert Du den eigenständigen 14-Tägigen Selbsttest in der USV?
Habe zwar "nur" eine APC Backup UPS RS900G; kann den Selbsttest zwar auch über die Software Power Shute starten,
eine eigenständige Routine (ohne PC) wäre mir lieber. :)
In der Einstellungen von Power Shute sowie in den Einstellungen in der USV habe ich nichts gefunden.

Gruss Robert
 

Puppetmaster

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Das sollte die USV von APC eigentlich von alleine machen, ohne dass es konfiguriert werden müsste.
Hilft beim Versagen aber eh nicht weiter. Laut Test war beinmeiner z.B. immer alles i.O., bis ich mal den Stecker gezogen hatte, da war dann Schicht - Batterie hinüber ohne dass der "Test" dies bemerkt hätte.
 

KobayashiMaru

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Jepp, die Systempartitionen von DSM, die auf jeder (initialisierten) Festplatte eingerichtet sind, laufen quasi untereinander im RAID 1, sind also gespiegelt. Als User hat man da auch keinerlei Eingriffsmöglichkeiten. Man kann dadurch aber simpel eine "beliebige" Festplatte entfernen (mit entsprechenden Konsequenzen für ggf. vorhandene Volumen/Speicherpools natürlich) und DSM selber läuft immer noch bei gleicher Konfiguration. Ein Nachteil dieser Lösung mit dem gespiegelten DSM ist z.B. aber, dass in einer Diskstation mit mehreren Festplatten immer entweder alle in den Ruhemodus gehen bzw. runterfahren oder keine, d.h. die tatsächliche Belegung mit Speicherpools/Volumen bzw. deren Nutzung hat da keinen Einfluss.

Ok, ich verstehe jetzt auch, warum das Sinn macht, DSM auf allen Platten zu haben, danke! Ist natürlich auch logisch - wenn die DS keinen eigenen internen Speicher für das OS hat, dann muss der DSM auf allen Platten sein, sonst dürfte ja auch nicht, bei z.B. RAID 5 mit 3 Platten, eine beliebige Platte ausfallen.


Und aufpassen muss man, wenn man eine Festplatte einfach aus einer ersten Diskstation gezogen hat und diese in einer anderen, zweiten (technisch ähnlichen) Diskstation weiternutzen will: Im laufenden Betrieb per Hotswap ist das i.d.R. problemlos, aber fährt man die zweite Diskstation vor dem Einbau der HDD herunter, kann man nach dem Neustart sein blaues Wunder erleben, wenn dann DSM plötzlich mit der Konfiguration der alten ersten Diskstation startet. :eek: Entweder Hotswap oder vor dem Einbau z.B. am Rechner alle Partitionen löschen.

Für mich als NAS-Anfänger auch ungewöhnlich. Intuitiv hätte ich gesagt, fahre das NAS lieber runter, setze die Platte ein, und dann wieder hochfahren. Aber klar, dann könnte es sein, dass der DSM des vorherigen NAS gestartet wird :) Danke für den Hinweis!
 

Wolfi71

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gibt es so was wirklich? Hier in CH will so was niemand wirklich anbieten.
Es dürfte eher am bezahlen oder an der Produkkenntnis der Berater liegen. Symmetrische 10MBit/s so ca 250€ im Monat, die Gigabitleitung für runde 1400 zzgl Umsatzsteuer. Es gibt aber Subbitraten, die sind billiger. Kalkuliere ich fast jeden Tag. Nennt sich z.B. bei der Telekom DeutschlandLAN Connect IP oder neu Business Premium Access. Größer 10M immer in Glas, Entfernung zum BNG max 58km, weil dezidierte Fasern. Und die Herstellung ins Haus kostet auch was, kommen schnell mal ab 5000€ zusammen. Hab jetzt grad ein Angebot gemacht über 78.000€, da müssen aber 600m gegraben werden.

Da kommt es drauf an, was auf der Kundenseite gesichert wird. Beim Netzbetreiber ist Batteriepufferung und oNEA. Das wird z.B. für Krankenhäuser, Notrufleitstellen, vor allem Kritis-Kunden, etc eingesetzt, aber auch, wenn der normale DSL nicht geht, weil Leitung zu lang, also ziemlich oft. In Kupfer geht das bis ca 7,5km, in Glas noch weiter.
 
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ottosykora

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danke für die qualifizierte Antwort.

Ich bin gerade dran etwas zu konstruieren um eine regionale Behörde Alarmierung mit einem Funksystem zu realisieren, weil auch der Staat keine solche Leitung bekommt von einem Provider. Auch eine Behörde kann sich natürlich daran machen selber Kabel zu verlegen, die Bewilligungen dazu sind aber offenbar schwer zu bekommen.
 
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