Wie sinnvoll/notwendig ist eine USV für ein NAS (z.B. RAID-Defekt bei Stromausfall)?

KobayashiMaru

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Hallo zusammen,

ich beginne gerade mit meiner ersten Synology, welche auch mein erster NAS überhaupt ist. Daher bin ich noch in einer Lernphase, könnte man sagen, und lese mich u.A. auch durch viele sehr hilfreiche Beiträge in diesem Forum (in dem mir auch bereits bezüglich RAID sehr gut geholfen wurde, tolle Community!).

Was ich aber bislang noch nicht einschätzen kann ist, wie wichtig eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) für das NAS ist.

Ich habe in diversen Beiträgen im Forum gelesen, dass es z.B. bei einem Stromausflal zu einem RAID-Defekt gekommen ist, wodurch die Daten verloren gegangen sind. Nun ist es ja so, dass man von Fällen, bei denen nichts passiert und alles gut gegangen ist, kaum etwas liest bzw. Problemfälle natürlich häufiger zu finden sind. Dennoch macht es mich als Anfänger in der Materie schon etwas "nervös".

Ich denke ein Backup-Konzept ist dabei sehr wichtig - das setze ich mit externen Platten um, befreit mich aber nicht von der Überlegung einer USV.


- Ich würde daher gerne einmal Eure Einschätzung hören, wie wichtig eine USV für das NAS ist und auch wie wahrscheinlich, wenn man das überhaupt einschätzen kann, ein RAID-Defekt bei einem Stromausfall ist (ich werde das SHR nutzen).

- Hat das NAS (ich werde die DS418play nutzen) von Synology evtl. sogar eine Art Schutzmechanismus im Falle eines Stromausfalls?

- Ich sehe in den Signaturen hier, dass viele User eine USV einsetzen. Ob dies aber auch für "normale User" gilt oder eher in den Bereich der "Power-User" kann ich überhaupt nicht einschätzen.


Über Eure Meinungen würde ich mich sehr freuen!
 

Aevin

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Hallo und Willkommen zu deiner ersten NAS :D

Du hast dir schon einige Fragen selbst beantwortet zur Sinnhaftigkeit einer USV.
Wenn du regelmäßig Backups fährst, ist zumindest ein Datenverlust bei zerstörtem RAID und Wiederherstellung gering.

Soll deine NAS eventuell mehreren Nutzern "dienen" und das auch sehr stabil, dann ist eine USV sehr sinnvoll, um eine höherer Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Ich selber habe schon am Anfang meiner NAS Karriere Datenverlust durch Stromausfall und fehlenden Backups schmerzlich erlebt und unabhängig von einer guten Backupstrategie, gibt mir die USV ein beruhigendes Gefühl.

Wenn z.B ein Stromausfall passiert, dann fährt die DS nach xx Sekunden und weiteren fehlendem Strom selbstständig herunter. Das so, als ob sie normal den Befehl zum runterfahren vom User bekommen hat. Ergo, zu 99% kein Datenverlust und zerstörtes RAID.
Der Vorteil liegt weiterhin auch bei Stromschwankungen auf der Hand. Denn auch diese verursachen möglicherweise defekte Platten/Hardware und damit Datenverlust. Das gleicht eine "gute" USV aus.

Da du noch sehr neu bist, würde ich an deiner Stelle erstmal ein wenig experimentieren und die NAS-DS erstmal in Ruhe Kennenlernen. Dann, wenn du deine Sicherheit erhöhen möchtest, solltest über das Hinzuziehen einer USV nochmal nachdenken.
Ich selber bin lange ohne USV gefahren und auch ein Hardoff der DS bedeutet nicht sofort eine Zerstörung des RAIDs. Mittlerweile möchte ich aber meine USV nicht mehr missen, auch wegen dem "Beruhigungsgefühl" ;)
 

KobayashiMaru

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Hi Aevin,

vielen Dank für Deine Antwort!

Wenn du regelmäßig Backups fährst, ist zumindest ein Datenverlust bei zerstörtem RAID und Wiederherstellung gering.
An der Stelle muss ich allerdings zugeben, dass ich für den Anfang nur eine Teil-Sicherung der Daten mache. D.h. meine NAS wird eine Kapazität von 12 TB haben und ich sichere das für mich wichtigste auf eine externe USB-Platte (zumindest habe ich das vor). Alle anderen Daten sind quasi ersetzbar. Das ist sicherlich noch nicht die professionellste Lösung, aber zumindest ein Anfang.


Soll deine NAS eventuell mehreren Nutzern "dienen" und das auch sehr stabil, dann ist eine USV sehr sinnvoll, um eine höherer Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Hier ist die Anforderung sehr gering - es soll erstmal nur zwei Nutzern dienen und die Verfügbarkeit muss auch nicht hoch sein. Mir geht es bei dem Gedanken der USV nur um die Vermeidung von Defekten.




Ich selber habe schon am Anfang meiner NAS Karriere Datenverlust durch Stromausfall und fehlenden Backups schmerzlich erlebt und unabhängig von einer guten Backupstrategie, gibt mir die USV ein beruhigendes Gefühl.
Da ist sie schon wieder, die negative Erfahrung, die im Forum erwähnt wird :D Irgendwie scheint jeder schonmal soetwas erlebt zu haben, und davor möchte ich mich natürlich gerne schützen.

Du drückst es auch genau richtig aus: das "beruhigende Gefühl" ist es, was ich brauche ;-) (wie die Versicherung, die man abschließt, aber evtl. nie braucht...)



Wenn z.B ein Stromausfall passiert, dann fährt die DS nach xx Sekunden und weiteren fehlendem Strom selbstständig herunter. Das so, als ob sie normal den Befehl zum runterfahren vom User bekommen hat. Ergo, zu 99% kein Datenverlust und zerstörtes RAID
Ah verstehe, danke. Mit dem Thema NAS ist auch das Thema einer USV für mich neu. Ich habe schon gelesen, dass man die USV via USB an die NAS anschließen kann. Ist es korrekt anzunehmen, dass die NAS dann von der USV die entsprechende Info bekommt "hier ist Stromausfall, fahr mal bitte ordnungsgemäß runter"? Welche anderen Informationen erhält das NAS von der USV?



Das gleicht eine "gute" USV aus.
Gibt es da ein paar grundlegende Tipps, was eine gute USV ausmacht, worauf man in jedem Fall achten sollte (bei mir geht es um die private Anwendung, keine hohen Anforderungen außer, dass ich mich vor Datenverlust schützen möchte)?



Da du noch sehr neu bist, würde ich an deiner Stelle erstmal ein wenig experimentieren und die NAS-DS erstmal in Ruhe Kennenlernen. Dann, wenn du deine Sicherheit erhöhen möchtest, solltest über das Hinzuziehen einer USV nochmal nachdenken.
Ich selber bin lange ohne USV gefahren und auch ein Hardoff der DS bedeutet nicht sofort eine Zerstörung des RAIDs. Mittlerweile möchte ich aber meine USV nicht mehr missen, auch wegen dem "Beruhigungsgefühl" ;)
Ja, ich denke das ist ein guter Rat. Bislang habe ich auch alle meine Daten, die später auf die NAS-Platten sollen, noch auf einzelnen USB-Festplatten. Diese werden ich auch so lange behalten, bis ich mich mit der NAS wirklich "sicher" fühle (Umgang, Backup, Features...).



Vielen Dank für Deine Gedanken!
 

Kurt-oe1kyw

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wie wichtig eine USV für das NAS ist
Es läuft natürlich auch ohne USV, ABER du bist halt auf der sicheren Seite wenn die Spannungsversorgung über eine USV läuft.
WICHTIG! Bitte unbedingt auch das Netzteil von der externen HDD daran anschliessen.
Der Router, Switch, Diskstation und Netzteil ext. HDD brauchen nicht viel, hier reicht schon eine relativ einfache USV um ~ 150 Euro.

Hat das NAS (ich werde die DS418play nutzen) von Synology evtl. sogar eine Art Schutzmechanismus im Falle eines Stromausfalls?
Wenn das USV Modell einen USB Anschluss besitzt, dann verbindest du diesen USB Anschluss mit deiner DS418play und in deren DSM Betriebseinstellungen definierst du was deine Diskstation bei Stromausfall tun soll.
Das kommt natürlich auf die Leistungsfähigkeit der USV an, aber wenn sie im Batteriebetrieb zB 15 Minuten Spannung von 230V liefern kann, dann stellst du zB im DSM ein " 6 Minuten bis die DS in den Sicheren Modus wechsel".
Das bedeutet, 230V Netzspannung ist weg, durch die USV und der in ihr verbauten Batterie(n) werden aber weiterhin 230V an die DS (ihr Netzteil) geliefert.
Im DSM kommt nur der Hinweis "Server hat auf Akku gewechselt", kommt jetzt innerhalb von 6 Minuten die 230V Netzspannung wieder dann kommt im DSM einfach nur der Hinweis "Server hat auf Netz gewechselt oder so ähnlich".
Sollte nach 6 Minuten immer noch keine Spannung aus dem Netz vorhanden sein so geht die Diskstation automatisch in den "Sicheren Modus", dh. das Volume wird von der DS abgekoppelt und dadurch sind deine Daten gesichert.
Dieser Vorgang dauert aber 2-3 Minuten! Daher bei 15 Minuten Akkuversorgung "nur" auf 6 Minuten Wartezeit stellen!
Du kannst dann weiter im DSM einstellen was die USV machen soll:
a) die USV liefert so lange Spannung bis ihre Batterie(n) leer sind und die DS wird hart abgeschaltet, so als ob du den Stecker ziehen würdest, weil aber vorher das Volume abgekoppelt wurde passiert nichts.
b) du stellst im DSM ein, dass die Diskstation über USB einen Befehl senden soll wenn sie fertig ist mit dem Herstellen vom Sicheren Modus und die Diskstation schaltet sich ab, AUCH wenn noch Batteriekapazität vorhanden wäre

Punkt b) ist schonender für die USV weil die Batterie(n) nicht komplett tiefentladen werden


Zur Erklärung (siehe auch anderes Thema wo wir das schon geklärt haben)
HDDs werden in ein "gesamtes Paket" zusammengefasst, zB SHR, auf diesem "Paket" erstellst du einen Speicherpool und in diesen Speicherpool dann ein Volume, darin wiederum liegen dann deine gemeinsamen Ordner.
Du siehst also, Volume/Speicherpool weg = DATEN WEG!
Bei Spannungsschwankungen, Stromausfall usw. ist immer das Risiko dass das Volume beschädigt wird, Auswirkung siehe oben.

Also JA eine USV macht Sinn du musst nur darauf Achten dass sie einen USB Anschluss hat (Achtung, bei APC Schneider kann der Aussehen wie ein Telefonstecker oder LAN Anschluss! Das Kabel dafür ist aber immer dabei so dass du es an der DS "normal" am USB anstecken kannst)

Leider ist es mit den USV wie mit dem RAID.
Du musst dich entscheiden welche Variante du nehmen möchtest:

*)Standby- Offline USV (kein Ausgleich bei Frequenz und Spannungsschwankungen möglich!)

*)Line Interactive USV (Ausgleich Frequenz- und Spannungsschwankungen möglich) Die Spannung für die Diskstation läuft über den Gleich/Wechselrichter und bei Spannungsausfall wird innerhalb von Millsekunden auf Batterie umgeschaltet

*) Online-USV (die teuerste Variante, dabei wird permanent die Spannungsversorgung über die Batterie zur Diskstation hergestellt, dadurch halten die Batterien nicht so lange weil sie permanent "in Arbeit" sind.

Am weitesten verbreitet sind also die Line Interactiven USV und die Funktionieren sehr gut mit der Diskstation.
Je höher der VA Wert ist, desto länger kann die USV die Geräte mit Spannung aus dem Batteriebetrieb versorgen.

Im DSM schaut das dann so aus:

usv_dsm_einstellungen.jpg

Hinweis: Die Funktion Netzwerkserver USV bedeutet, du kannst die Kommunikation zwischen anderen Diskstationen und der USV "weiterleiten" obwohl an sie selbst keine USV via USB angeschlossen wurde.
Am 230V Ausgang der USV müssen sie natürlich schon angeschlossen werden, aber die USV kann nur über eine DS mit USB verbunden werden und diese Diskstation kann dan die Infos "weiterleiten" an bis zu 5 andere Diskstationen in deinem Netzwerk.
 

Aevin

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@Kurt-oe1kyw

du scheinst mich zu verfolgen :D Spaß.

Ich denke du hast mir die Antworten auf @KobayashiMaru Fragen erst einmal erspart und selber ausführlich dargestellt was die USV ausmacht.

Noch kurz etwas zum Backup. Deine Strategie mit wichtigen Daten sichern, kann für dich schon die professionelle Art sein.
Auch schon wegen der Größe der Backups. Bei 12 TB benötigst du sonst theoretisch nochmal 12 TB für das Backup.

Am Anfang habe ich es genauso gemacht wie du.
Habe nur meine wichtigen Daten gesichert und der Rest konnte im Notfall wieder besorgt werden.


Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner DS und wenn Fragen sind, weißt ja wo du die stellen kannst.
 

NSFH

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Und eine wirklich gute USV ist nicht teuer!
Eaton Ellipse ECO800 kostet ca. 130€ und die kleinere 600er nur 90€, wäre auch vollkommen ausreichend!
 

Hafer

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Für Gefühle wird viel bezahlt, insbesondere bei health & beauty :D

Insofern ist es nicht verwerflich, Geld für eine USV zu bezahlen. Man kann das Geld ebenso für eine Fünfjahresgarantie ausgeben, das beruhigt auch (allerdings nur, wenn du eine belastbare backup-Strategie hast) - und als Bonus schließt sie Defekte mit ein, die aus anderen Gründen, als Stromausfall entstehen.

Ich selbst hatte eine USV für meine DS415+, eine APC ES700, wenn ich mich recht erinnere. Hat in der Zeit, bevor sie kaputt ging, drei Stromausfälle aufgefangen. Nach drei Jahren hat die Batterie versagt. Seither fahre ich ohne USV. In dieser Zeit vier oder fünf Stromausfälle gehabt, kein Schaden enstanden. Habe aber auch kein RAID, sondern dieses SHR-Dingsie von Synology, keine Ahnung, ob das einen Unterschied macht.

Edit: Clarification
 

synfor

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Bei mehr als 2 Platten im SHR hast du unter der Haube auch mindestens ein RAID5.
 

RichardB

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Für Gefühle wird viel bezahlt,
Ob es was mit Gefühlen zu tun hat, weiß ich nicht. Bei dir eventuell.
Und ob RAID oder "SHR-Dingsie" macht an sich keinen Unterschied. Du hast Glück gehabt und ich wünsche es Dir weiter. Die Frage ist, ob alle anderen User auch von der Glücksgöttin beschützt werden.
Ich verlasse mich lieber auf meine USVs, da brauche ich kein Glück, nur hier und da einen Akku-Tausch...
 

RichardB

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Der Unterschied zwischen einem RAID-5 und einem SHR-1 ist, dass bei letzterem ein Layer dazwischengeschoben ist, der dafür sorgt, dass ab 2 zusätzlichen Festplatten der gesamte Zusatzspeicher nutzbar ist, während bei einem klassischen RAID-5 erst alle getauscht werden müssen.
 

KobayashiMaru

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Ich bedanke mich für Eure zahlreichen Antworten, Meinungen und Erfahrungen. Dieser Thread hier, wie auch andere in dem Forum, machen deutlich, dass es keine einfach zu beantwortende Frage ist, ob man eine USV einsetzen sollte, oder nicht. Vielmehr kommt es auf die Umstände an, die Konfiguration, die Umgebung und vieles mehr.

Nach dem Lesen würde ich sagen, geht die Tendenz zu "Ja, nutze eine USV", aber ich habe auch nicht wenige Beiträge gesehen, die eine NAS ohne USV problemlos nutzen, auch bei/nach einem Stromausfall.

Was die "Versicherung" angeht, wir haben eine Hausratversicherung, die Blitz mit Überspannung abdeckt, da wäre zumindest der materielle Schaden in dem speziellen Fall abgedeckt (ich weiß, es gibt natürlich viel mehr Umstände, wo eine USV hilft).

Ich habe mich erstmal gegen den Einsatz einer USV entschieden. Meine persönlichen Argumente sind:

  • Ich benötige keine hohe Verfügbarkeit
  • Stromausfälle sind bei uns sehr selten (ich glaube wir hatten einen im Jahr 2019, es könnte aber auch 2018 gewesen sein)
  • Hausrat deckt Blitz/Schaden durch Überspannung ab
  • Ich baue mir gerade eine belastbare Backup-Strategie mit 3 Prioritäten auf (wobei Prio 1 Daten sind, die ich redundant, lokal sowie in der Cloud und getrennt vom heimischen Stromnetz sichere).
  • Ich habe kein gutes Gefühl dabei, starke Akkus im Dauerbetrieb zu Hause laufen zu haben.

Was noch spanned wäre, ist die Wahrscheinlichkeit, wie oft ein RAID ausfällt/kaputt geht bei einem Stromausfall unter Verwendung von SHR und Ext4, aber solche Zahlen gibt es wahrscheinlich nicht :)

In dem Beitrag

https://www.synology-forum.de/showt...e-USV-sinnvoll&p=741523&viewfull=1#post741523

habe ich noch gesehen, dass man den Schreibcache deaktivieren sollte, denn der könnte bei Stromausfall zu Datenverlust führen, wie man in dem Screenshot sehen kann. Das ist natürlich auch eine hilfreiche Information.
 

Kurt-oe1kyw

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Ich selbst hatte eine APC ES700,Nach drei Jahren hat die Batterie versagt
Darf ich Fragen warum du nicht einfach den defekten Akku ausgetauscht hast?
Die Batterie(n) sind Verbrauchsgüter in den USV Anlagen.
Hast du diese USV noch?
Falls ja, um ca. 25 Euro einen Ersatzakku besorgen, zB diesen hier 12V 7,2Ah <klick>
Die Anschlüsse sind nur mit F2 Steckern angesteckt, einfach abziehen. Batterie austauschen und die zwei F2 Stecker wieder draufstecken.

Akkutausch ansehen <klick>

Bitte vorsichtig sein! Auch wenn du die USV absteckst, da können trotzdem auch nach 36h immer noch hohe Spannungen an den Bauteilen anliegen, aber wenn man dementsprechend aufpasst ist der Tausch doch zu schaffen.

WICHTIG!
Bitte bei den APC Schneider USV Anlagen mit dem kostenlosen Programm powerchute <klick> das Datum zurücksetzen wenn ein neuer Akku eingebaut wurde!
Es wird dann immer auf das gerade aktuelle Tagesdatum gesetzt:

usv_battery_tauschdatum.jpg

Nach dem Tausch die USV am Besten ohne angeschlossene Verbraucher einschalten und den neuen Akku 24h Laden.
 
Zuletzt bearbeitet:

RichardB

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Ist das wirklich notwendig? Der TO sprach selbst von einem "beruhigenden Gefühl" und bat um unsere Meinung, ist das jetzt so schwierig?
Eine USV ist imho keine Frage des Gefühls (möge es jetzt beruhigend sein oder nicht), sondern eine Frage der Datensicherheit.
 

RichardB

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Ich baue mir gerade eine belastbare Backup-Strategie mit 3 Prioritäten auf (wobei Prio 1 Daten sind, die ich redundant, lokal sowie in der Cloud und getrennt vom heimischen Stromnetz sichere).
Siehe meine Signatur. Backup-Syno, 3x externes Backup und dennoch USV.
 

Kurt-oe1kyw

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Ich habe mich erstmal gegen den Einsatz einer USV entschieden. Meine persönlichen Argumente sind:

  • Stromausfälle sind bei uns sehr selten (ich glaube wir hatten einen im Jahr 2019, es könnte aber auch 2018 gewesen sein)
Es geht nicht primär um die Stromausfälle selber, da haben wir hier in unseren Breitengraden schon ein sehr gutes Netz, auch wenn der Gridoperator manchmal schwitzt...... :)
Wie erklärt geht es bei den Inline-USV Modellen darum, dass sie "Eingreifen" wenn mit dem Netz etwas nicht stimmt und sofort darauf reagieren.
Bei einer Glühbirne ist das vollkommen egal, die leuchtet vielleicht einen Augenblick heller/dünkler und das war es auch schon, ABER die Elektronik und hier speziell HDDs im RAID/SHR Verbund mögen solche "Netzstörungen" gar nicht.
Mein USV Modell besitzt ein Display auf welchem ich u.a. die "Ereignisse" anzeigen kann, also wie oft die USV von 2015 bis jetzt zum ersten Akkutausch im Nov 2019 "eingegriffen" hat bei mir hier:

usv_34_ereignisse.jpg

34 x hat die USV eingegriffen und dabei waren nur ein kleiner Teil "Stromausfälle", der große Rest "nur" Netzstörungen ohne Spannungsausfall.
 

Puppetmaster

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Eine USV bringt auch nur wirklich etwas, wenn man die Pflege ernst nimmt, sprich, alle 3 Jahre spätestens den Akku tauscht.
Ich gönne mir auch den Luxus einer USV wobei ich mittlerweile auf dem Standpunkt stehe, dass ich sie nicht benötige. Bei max. 1 Stromausfall/a ist eigentlich nicht notwendig. Und überhaupt: Problem hatte ich nur einmal, weil ich mich mit der USV in Sicherheit wiegte, der Akku der USV - trotz regelmäßigem Selbsttest - dann aber bei einem der seltenen Ausfälle plötzlich die Grätsche machte. Also hartes Ausschalten der DS. Tja, hat nix geholfen. Aber sie hat all die Jahre brav ihre 10W an Strom gezogen...
Was ich dabei eh für viel gefährlicher halte, und was.mich schon einige harte Abschaltungen der DS gekostet hat: diese Kack-Stecker die Synology seit zig Jahren verbaut. Wenn du Pech hast und ein bisschen an der DS ziehst, oder nur wackelst, dann ziehst du das Kabel schon ab und aus ist - trotz USV.
Das machte QNAP schon vor 10Jahren besser mit nicht selbstlösenden Steckverbindungen. Übrigens auch schon im Low-End Bereich der Geräte.
Würde gerne mal wissen ob das heute noch so ist.