Welches Dateisystem empfehlt ihr "btrfs" oder "ext4"

raymond

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Was ich hier so lese: würde mindestens noch bis DSM 6.2 warten.
EXT4 war die Erstveröffentlichung 2008; BTRFS ist erst seit Ende 2014 stabil. EXT4 ist einfach noch ausgereifter! Interessante Features hat BTRFS auf jeden Fall jetzt schon.
Da Synology teilweise NASes mit älteren Kernels ausstattet und bei neueren Kernels sehr oft BTRFS patches enthalten sind ist das momentan noch etwas Glücksspiel.

@Forum-Admins: macht doch eine Umfrage auf (zum auswählen). War früher öfters hier. Wäre doch ne gute Möglichkeit dies wieder aufleben zu lassen.
 
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Joaquim

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Ich lehne mich da mal aus dem Fenster :eek:
Die Snapshotfunktion ist in meinen Augen kein Backup, weil die Daten das Volumen bzw. die Disk nicht verlassen. Ist das Volumen oder die Disk kaputt/korrupt, dann tut auch Snapshot nimmer :(

Reine Snapshots sind für mich ebenfalls kein Backup und nur für zusätzlichen Schutz, da ja, wie auch von dir geschrieben, diese lokal auf dem NAS (dem Volume) selbst erstellt werden und liegen. Man muss hier allerdings etwas trennen, drum ja auch Snapshot Replication. Bei Replication gehts ja "außer Haus" (außerhalb des Quell NAS) weiter und hier kann man dann schon von einem Backup sprechen. Mangels einer weiteren DS kann ich das selbst allerdings nicht testen und nutzen.

Nutzt von euch jemand zusätzlich die Replication Funktion?
 
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Fusion

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Hab die Replizierung mal probiert. Hat eigentlich gut funktioniert. Allerdings werden eben Gemeinsame Ordner Repliziert. Verschiedene Quellen in einen Gemeinsamen Ordner als Unterordner zu replizieren geht nicht.
Das war das erste K.O.-Kriterium, weil ich nicht dutzende Gemeinsame Ordner auf dem jeweiligen Replikationsziel haben wollte und teilweise auf den verschiedenen DS auch diesselben Share-names verwende.
Der zweite Sargnagel war, dass verschlüsselte Gemeinsame Ordner nicht als Replikationsquelle genutzt werden können (total bekloppt, snapshots gehen davon ja ohne Problem, aber keine Replika...)
Hab dann doch wieder auf Ultimate und Hyper Backup umgestellt. Wäre schön gewesen alles mit Snapshot und Rpelikation zu erschlagen, aber ... sollte nicht sein
 

Thonav

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Habe es ausprobiert, Joaquim.

Es hat aber nun für mich doch einen anderen "Charakter" als zunächst vermutet...
Hatte alle gemeinsamen Ordner einer meiner DS216+II markiert und wollte diese auf eine DS515+ "replizieren".
Hintergrund: Wollte es nutzen um alle Daten der 216 stets auf gleichem Stand zu halten.
Ergebnis: - homes Ordner kann nicht angewählt werden.
- Die gemeinsamen Ordner sind alle schreibgeschützt
- Funktioniert einwandfrei
Augenscheinlich dient die Funktion eben nur dazu, die Daten einer DS für eine erste "Befüllung" auf eine andere zu dublizieren, die Annan einem entfernten Ort genutzt werden soll. Dazu könnte alternativ auch eine externe Platte und keine DS genutzt werden. Die externe Platte würde dann per Post zur Ziel-DS gesandt werden und würde dann automatisiert die Daten wieauf der Ursprungs-DS wiederherstellen. Der Schreibschutz kann dann herausgenommen werden.
Es ist also keine dauerhafte "Synchronisation" für 2 DS an verschiedenen Orten.

Das ist eigentlich das was ich suche. Habe an 2 Wohnsitzen und in Frankreich die gleiche Ausstattung stehen und würde zu gerne überall den täglich den gleichen Stand haben, inkl. Homes Ordnern. Leider geht das nicht ohne weiteres.
So muss ich das eben weiterhin per "Synchronisation" regeln.
 

Fusion

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Als Backup würde ich das schon sehen. Dass die auf dem Ziel deshalb nur Leserechte haben finde ich da richtig. Wie Snapshots sind ja auch die Replika mit Intelligentem Versionszähler.
Für das Anliegen der "Duplizierung der DS" ist ja High Availability (geht halt aktuell nur mit identischen Maschinen, ändert sich aber eventuell mit 6.1 oder später, habs nicht mehr genau im Kopf was ich da gelesen habe) oder Shared Folder Sync (sync oder nach Zeitplan) gedacht.
 

Joaquim

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Ja, gibt somit doch Einschränkungen die je nach Bedarf stören können, oder auch nicht. Könnte mir vorstellen, dass ich irgendwann noch eine weitere DS (als Zusatz) für Backups nutze und dann hätte die Möglichkeit der Replizierung schon auch interessant sein können. Mal sehen ... Aber gut, da kann ich auch noch dran rum hirnen, wenn es denn soweit ist.

Jedenfalls danke für Eure Erfahrungen. :)
 
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Bordi

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Könnte, wäre, wenn. Ich finds toll ich finds lustig, und selbst wenn einer ne Sonntagsrede drüber schriebt, bleiben persönliche eindrücke noch lange nicht als Fakten zu werten. Gutes Beispiel hierzu die Snapshots. Eine Eigenschaft die gerne Hochgejubelt wird, und derzeit mit EXT4 nicht möglich ist. Toll toll toll. Nicht mitgeteilt wird das sich diese Snapshots auf der selben Partition befinden, und ebenfalls Speicherplatz benötigen. Von einem ernst zu nehmenden Backup kann nicht die rede sein, und für ein "kleines" Stunden oder Halbtagesbackup (Arbeitsbackup) sind Umfang und Aufwand noch zu gross. BTRFS, ob es nun der eine oder andere als Stabil betrachten mag, lässt derzeit noch viel zu viele Baustellen offen. Zu viel was noch nicht richtig, nur halb, oder gar nicht funktioniert. EXT4 wird hingegen vollwertig unterstützt.
Ich unterstütze das experimentieren und den fortschritt an BTRFS. Doch wer auf seiner DS experimentieren will, experimentiert mit seinen wertvollsten Daten.
 

frankyst72

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Nicht mitgeteilt wird das sich diese Snapshots auf der selben Partition befinden, und ebenfalls Speicherplatz benötigen.
genau das ist der Vorteil daran.

Meine bisherige Situation:
DS -> lokales Backup auf ext. Platte + Backup zu einen entfernten Standort (in meinem Fall nach Amazon Cloud und zu meiner Mutter auf ein kleine DS) um alle Desasterfälle abzudecken (Überspannung, Wasser, Feuer, Diebstahl, Verschlüsselungstrojaner, eigene Dummheit, etc.)

Desasterfall:
Gegen Überspannung, Wasser, Feuer, Diebstahl hilft das entfernte Backup. Das bleibt auch so wie es ist.
Gegen Verschlüsselungstrojaner und eigene Dummheit helfen nun Snapshots, was wesentlich weniger Platz als Daten + Backup beansprucht. Ich brauche keine zusätzliche Hardware (ext. Datenträger oder zweite DS ) mehr und habe es immer im lokalen performanten Zugriff ohne auch noch den ext. Datenträger anschließen zu müssen (für regelmäßiges Backup und Rückspielung).

Da Hardware eingespart wird, spart es Geld und der Schutz ist nicht schlechter als zuvor, der Komfort sogar größer.
Bei mir kann ich somit eine 8 TB-Platte einsparen und die kosten ja ein bischen was.

Beispiel:
z.B. 1,5 TB Daten, 2 TB-Platten
RAID1 2x2 TB Platten in der DS gegen den Ausfall einer Platte
+ 2 TB am entfernten Standort
+ lokales Backup 2 TB

mit BTRFS >>
RAID1 2x2 TB bleibt gleich
+ 2 TB am entfernten Standort bleibt gleich
und die extra Platte für das lokale Backup kann ich spraren, weil die Snapshots locker auf die verbleibenden 0,5 TB auf der DS passen. Snapshots nehmen ja kaum Platz weg, weil sie nur die Veränderungen enthalten. Und die meisten Daten werden nie verändert.

Nur im Fall "DS kaputt" verschlechtert sich etwas, ich kann nicht den ext. Datenträger nehmen und an einem Windows-Rechner auslesen. Dazu müsste ich mir erst die Sicherung vom entfernten Standort besorgen. Wobei das bei mit zeitlich nicht kritisch wäre und ich vermutlich schneller eine neue DS gekauft hätte und die Platten zu stecken. Da muss man halt dann der Marke treu bleiben :D
 
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mombert

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schau Dir mal das Webinar zum Datenschutz von Synology an. Bei Minute 10:10 ist eine Livedemo, bei der Du die Snapshots in Aktion sehen kannst. Du musst für Rücksicherungen Dein Backup nicht mehr bemühen, das geht sogar direkt aus Windows heraus. Trotzdem halte ich Backup für notwendig an einem entfernten Ort, Man kann sich aber das Backup daheim sparen und sogar die extra Platten dafür. Spart also auch noch Geld, aber immer unter der Voraussetzung, dass ich noch irgendwo anders ein echtes Backup habe.

Hallo Frank,

Eine Frage zum Backup extern...momentan sichere ich alles wöchentlich auf ne sep.USB HDD, also das ganze Filesystem. Mit den SnapShots was muß ich da sichern?


Du schreibst dass man eventuell extra Platten sparen kann, das wäre super.

Mir ist aber nicht ganz klar was ich dann in Zukunft sichern muss/soll.

Danke für die Antwort.

VG
Thomy
 

mombert

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Hallo Frank,

Eine Frage zum Backup extern...momentan sichere ich alles wöchentlich auf ne sep.USB HDD, also das ganze Filesystem. Mit den SnapShots was muß ich da sichern?


Du schreibst dass man eventuell extra Platten sparen kann, das wäre super.

Mir ist aber nicht ganz klar was ich dann in Zukunft sichern muss/soll.

Danke für die Antwort.

VG
Thomy

Sorry eben gerde gelesen, du hattest es ja oben beschrieben.

Wie sicherSt du zur externen NAS bei deiner Mom, also mit welchem Synology Produkt?

Danke noch mal.

VG
Thomy
 

goetz

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Hallo,
@mombert
bitte keine Vollzitate und besonders nicht wenn Du direkt antwortest.
Danke.

Gruß Götz
 

Bordi

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Eine Frage zum Backup extern...momentan sichere ich alles wöchentlich auf ne sep.USB HDD, also das ganze Filesystem. Mit den SnapShots was muß ich da sichern?
Wenn ich meinen Senf auch dazu geben darf? .. Unix basierte Betriebssysteme -Linux, BSD, Solaris, Mac und Co- unterschiedet das eben alles ein File ist. Insofern kannst du mit einem File-basierten Backup auch sehr weit kommen. Die SnapShots haben Zweifels-ohne ihre Berechtigung, sollte dir jedoch die Platte bzw das Raid ab-rauchen, ist nicht nur das System und die Daten hin, sondern auch das Backup.
Ich rate daher die BTRFS auf dem Desktop zu verwenden, und die SnapShots zur kurz-zeit Sicherung während der Arbeit zu verwenden. Z.B. Bei Projektarbeiten mit Film, Musik, Bild (CAD inklu) usw. -> #27

@frankyst72 Ich weiß was du meinst, aber in diesem Forum ist das wie mit ner bengalfackel zu zündeln. ;)
 
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cobra82

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Ich habe vor mit das DS218+ und 10TB WD RED zu kaufen, nun kann ich mich nicht entscheiden ob ich direkt das neue btrfs system oder ext4, snapshot ist für mich zurzeit weniger wichtig, aber ich möchte später nicht bereuen warum ich nicht auf btrfs umgesteigen bin, da ich ja die festplatte wenn die voll ist nicht mehr formatieren möchte.

mein vorhaben ist aufnahmen von einem receiver, und Privat bilder Videos dort zwischen zu lagern, ein backup sollte es nicht sein, da ich öfters backup auf zwei festplatte machen, vorallem die wichtigeren Daten.
 

Kurt-oe1kyw

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Ich meine mich erinnern zu können hier im Forum mal gelesen zu haben dass für das Aufnehmen von einem Receiver nur ext4 geht.
Bin aber nicht mehr sicher, mal schauen was die Video-Spezialisten hier dazu sagen.
 

Huhie

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Moin,
also ich würde Dir für das Vorhaben welches Du beschreibst ganz klar btrfs empfehlen. Ich nutze es auf meiner DS916+ und bin sehr zufrieden. Meine TV Aufnahmen laufen auch vom Receiver direkt aufs NAS. Alles kein
Problem, solange das Netzwerkmitspielt. Lediglich wenn Du die Maria DB benutzen willst, solltest Du ext4 nutzen.
Dafür ist btrfs zu träge.
 

Bordi

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Ganz klar ext4. Weil es seit Jahren funktioniert, und nicht zickt.
 

cobra82

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Was bedeutet Maria DB
Die Zukunft ist doch btrf eigentlich oder?
 

dil88

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MariaDB ist eine Datenbanksoftware. Ob btrfs die Zukunft ist, da gibt es unterschiedliche Meinungen. Richtig ist aber, dass btrfs neue Konzepte gegenüber Ext4 enthält. Auf jeden Fall fehlt noch einiges, was dieses Filesystem eigentlich können soll, bzw. ist noch nicht final. Die Verwaltung der RAID-Level fehlt derzeit bei der Synology-Lösung komplett.
 

Bordi

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Die Zukunft ist doch btrf eigentlich oder?
Eine Zeit lang schien es so, doch mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Mit auch weil Red Hat im August 17 ankündigte, langfristig(!) die Unterstützung von Btrfs in RHEL einzustellen. LINK Ferner halte ich BTRFS eher als ein FS das sich für dicke Workstation, und GamerPC gut eignet, hingegen für Datenspeicher und Datenbanken eher schlecht geeignet ist.
 

TeXniXo

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Maria DB = MySQL - Datenbank (derzeit Version 10)

Zukunft beginnt ja eigentlich schon jetzt ... den Forumsbeiträgen hier zufolge ist das System schon im Alltag angekommen, aber ob es für jeden Zweck optimiert ist, ist eine andere Frage. Einige meckern, dass es mit dem Filmstreaming via BTRFS gar nicht reibungslos geht usw.
 
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