defektes Systrem - Migration auf neues NAS

  • Ab sofort steht euch hier im Forum die neue Add-on Verwaltung zur Verfügung – eine zentrale Plattform für alles rund um Erweiterungen und Add-ons für den DSM.

    Damit haben wir einen Ort, an dem Lösungen von Nutzern mit der Community geteilt werden können. Über die Team Funktion können Projekte auch gemeinsam gepflegt werden.

    Was die Add-on Verwaltung kann und wie es funktioniert findet Ihr hier

    Hier geht es zu den Add-ons

christian_f

Benutzer
Registriert
09. Dez. 2025
Beiträge
7
Reaktionspunkte
1
Punkte
3
Hallo zusammen,

ich habe mich hier im Forum neu angemeldet um die richtige Entscheidung für ein neues NAS treffen zu können.
Vorher habe ich zahlreiche Foreneinträge gelesen um mir einen Überblick zu verschaffen.
Ein Lösung konnte ich bislang aber leider nicht finden.

Ich betriebe seit langer Zeit ein DS415play mit der letztmöglichen DSM Version 7.1.1-42962 Update 9.
Dort laufen 3x WD Red Platten mit je 2.7TB in einem Raid Verbund.
Nun ist eine der drei Platten ausgefallen, kein Datenverlust aber auch keine Redundanz mehr vorhanden.

Da das System sehr alt ist möchte ich nicht versuchen eine alte HDD zu besorgen sondern das ganze System zu ersetzen.

Das NAS dient uns als "Archiv" für Bilder und Co. netto Volumen ca. 2.7TB.
Wichtig, die wichtigen Daten werden via Cloud Sync App zu Google Drive synchronisiert (quasi als last resort im Fall der Fälle).
Ein weiteres lokale Backup existiert nicht.

Als Lösung habe ich eine DS225+ mit 2x4TB HDD ins Auge gefasst. Damit sollten nach Abzügen netto 3.6TB (SHR) zur Verfügung stehen.
Das würde als Reserve ausreichen.

Die Frage die ich mir bislang nicht beantworten konnte ist wie ich die Migration möglichst optimal umsetzen kann.
Hyper Backup benötigt doppeltes Volumen (Backup plus Wiederherstellungsdaten), was die angedachte Lösung nicht bietet.
Selbst wenn ich größere Platten einsetze stell ich mir die Frage ob ich das Backup in das gleiche Volume kopieren kann in das es
wieder hergestellt würde. Vermute ich müsste daher die Kapazität nochmals aufteilen, oder?

Wenn ich das neue NAS from scratch neu einrichte... wie bekomme ich die Daten halbwegs zügig migriert und wie bekomme
ich das Cloud Sync wieder etabliert/in-sync ohne alle Daten neu zu übertragen (doppeltes Volumen gibt der cloud Storage plan nicht her)?

Ich habe das DS225+ noch nicht bestellt, da ich es dies erst machen möchte, sobald klar ist wie ich migrieren kann. D
ie Zeit drängt aber, da keine Redundanz vorhanden ist und jederzeit noch eine HDD ausfallen könnte.

Bin natürlich auch für andere Vorschläge offen falls meine bisherigen Gedanken in die falsche Richtung gehen.

Ich entschuldige mich für den langen Text, hoffe aber, dass er hilft die Situation komplett zu verstehen.

Herzlichen Dank im Voraus
Christian
 
Wichtig, die wichtigen Daten werden via Cloud Sync App zu Google Drive synchronisiert (quasi als last resort im Fall der Fälle).
Was sind die wichtigsten Daten? Sind alle Daten in der Cloud?

Ein weiteres lokale Backup existiert nicht.
da keine Redundanz vorhanden ist und jederzeit noch eine HDD ausfallen könnte.
RAID Redundanz ist KEIN Backup. Schau dir bitte hier im Forum die Beiträge an. Kümmere dich als erstes um ein vollständiges externes Backup auf einer USB Platte. Im schlimmsten Fall, kommst du an die wichtigsten Daten wieder ran, aber das (Foto)archiv ist beim Ausfall einer weiteren Platte hinüber. Auch ein Rebuild (Ersatz der defekten Platte) erzeugt "Stress" und es ist nicht ausgeschlossen, das hierbei eine weitere Platte ausfällt.
wie bekomme
ich das Cloud Sync wieder etabliert/in-sync ohne alle Daten neu zu übertragen (doppeltes Volumen gibt der cloud Storage plan nicht her)?
Backup per Hyper Backup auf eine externe USB Platte -> Backup testen!!! -> und am neuen NAS die Daten wieder herstellen.
 
  • Like
Reaktionen: christian_f
Danke Dir @Ronny1978 für die super schnelle Reaktion.

Ich habe mich evtl missverständlich ausgedrückt.

Alle Daten die uns wichtig sind befinden sich auf dem NAS und in der cloud. Das ist das also das Backup des lokalen Archivs. Falls das NAS in der Zwischenzeit kpl. aussteigen würde, hätten wir keinen relevanten Datenverlust. Ein restore aus der cloud ist machbar aber sehr zeitaufwendig.

Eine zusätzliche lokale HDD könnte ich zur Not anschaffen wenn es erhebliche Vorteile bei der Migration bringt. Vermute das Backup auf eine ext. Platte mit USB 3.0 wird 1-2 Tage dauern. Es sind sehr viele kleine Dateien (Fotos).

Der Platten rebuild ist bereits abgeschlossen. Die defekte HDD ist vor 4 Tagen ausgefallen und seitdem informiere ich mich was die beste Lösung ist.
 
hätten wir keinen relevanten Datenverlust. Ein restore aus der cloud ist machbar aber sehr zeitaufwendig.
Das verstehe ich.
Der Platten rebuild ist bereits abgeschlossen. Die defekte HDD ist vor 4 Tagen ausgefallen und seitdem informiere ich mich was die beste Lösung ist.
Das nicht. Hast du denn die defekt Platte ersetzt? Wenn ja, und das Rebuild abgeschlossen, warum dann Hektik?
Die Zeit drängt aber, da keine Redundanz vorhanden ist und jederzeit noch eine HDD ausfallen könnte
Du musst halt entscheiden, was für dich sicherer und schneller geht.

Ich - persönliche Meinung - würde das Backup auf eine externe Platte schieben und dann nach Einrichtung der DS225+ wieder zurückspielen. Ich würde eine Neueinrichtung der DS225+ bevorzugen, weil die 415play mit Sicherheit noch die kleine Systempartion (2,3GB) hat (statt 7,9GB).
 
Das nicht. Hast du denn die defekt Platte ersetzt? Wenn ja, und das Rebuild abgeschlossen, warum dann Hektik?
Ah ok, die Platten waren nach dem Ausfall stundenlang mit einer "Reorganisation" beschäftigt. Man konnte in der Zeit auch nicht via Web auf die Adminoberfläche. Ich meinte keinen Rebuild auf erneut drei Platten.

Aktuell ist die Funktion wie zuvor, aber mit 2 Platten und natürlich meldet das NAS den Auswahl der Platte/Redundanz.

Zur Migration: Wäre es auch denkbar 2x8TB Platten anzuschaffen, getrennte Volumes anzulegen und das Hyper Backup auf V1 des neuen NAS zu schreiben um es dann auf V2 wiederherzustellen. Dann wäre das Geld sinnvoll in mehr Kapazität investiert und eine Datenübertragung über Gigabit LAN möglich. Wiederherstellung des Backups intern sollte auch schneller gehen als via USB.
 
Aber wenn dir das NAS mit den zwei Platten drin dann über den Jordan geht, ist's ja wieder kritisch. Ein NAS auf sich selbst sichern ist kein richtiges Backup.

Kauf dir ein NAS mit den beiden 4-TB-Platten, das reicht dir ja von der Kapazität her, und eine oder - falls du ganz sicher gehen willst (auch gegen Diebstahl, Zimmerbrand und anderen Quark) zwei - externe USB-Platten (ganz einfache HDs in einem externen Gehäuse). Auf eine externe Platte machst du das tägliche Backup und die andere Platte wird von Zeit zu Zeit angesteckt und dann manuell ein Backup ausgelöst. Ich habe neulich eine externe 2,5-Zoll-Seagate in einem Gehäuse (Vorteil der 2,5er: Braucht kein zusätzliches Netzteil) gekauft für nen Hunni. Das ist mir der Spaß wert.

Eine richtige Migration würde ich von einem 10 Jahre alten NAS nicht mehr machen. Ich würde das neu anlegen, die Daten rüberschieben, Pfade wieder hinbiegen, fertig.
 
Ich würde zur Migration ein externes USB-Gehäuse anschaffen. Da baust Du eine der beiden neuen Festplatten ein, formatierst sie beispielsweise mit exFAT und erstellst darauf erst einmal ein Backup des alten NAS. Mit der zweiten neuen Festplatte baust Du ein SHR-1 mit zunächst einer Festplatte auf. Jetzt führst Du auf dem neuen NAS die Wiederherstellung aus dem Backup mit der USB-Festplatte durch. Wenn alles geklappt hast, kannst Du die Festplatte aus dem USB-Gehäuse entnehmen und im neuen NAS hinzufügen und das SHR-1 umwandeln in RAID-1. So hast Du saubere Übergänge Altdaten -> Backup -> Neues NAS und wenig Mehrkosten und am Ende steht ein neues NAS mit RAID-1.
 
Danke Dir, so werde ich es jetzt in Angriff nehmen. Bestellung ist raus.

Das neue DS225+ werde ich dann komplett neu aufsetzen und parallel ins Netzwerk bringen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Kurzes Update:
Hyper Backup wurde Donnerstag (18.12.) Abend gestartet und läuft nun seit ca. 86 Stunden.
Die DS415 Oberfläche wurde direkt bei Beginn des Backups extrem langsam und ist nicht mehr via Netzwerk erreichbar (Timeout für die Anmeldeseite; denke sie liegt nahe 100% Systemauslastung), daher ist es nicht möglich zu sagen wieviel %der 2.7TB bereits gesichert wurden. Die ext. HDD zeigt aber konstant Aktivität an.
Ich lasse es laufen.
 
  • Like
Reaktionen: maxblank
Vor einigen Monaten habe ich selbst den Umzug von einer DS214+ auf eine DS725+ mit ähnlicher Datenmenge durchgeführt. Die Datensicherung der DS214+ hat aber keine 24h gedauert und das NAS war auch die ganze Zeit über normal erreichbar. Sicherlich hängt es auch von der Anzahl der Dateien und nicht nur von der Datenmenge ab, wie lange die Datensicherung dauert. Ich würde es jetzt auch erst mal weiterlaufen lassen.
 
Es gestaltet sich nach wie vor schwierig. :-(

Das erst LUN Backup habe ich nach 10 Tagen abgebrochen. Wie befürchtet hatte sich das NAS "aufgehängt" und es waren gerade einmal 80GB übertragen.

Vor 3 Tagen habe ich dann eine neue Datensicherung auf Verzeichnisebene (nicht LUN) angelegt. Zu erste ein relativ kleines Verzeichnis mit ein paar GB. Alles verlief nach Plan und wurde zügig auf die ext. USB Platte gesichert.

Dann eine zusätzliche Aufgabe für das besonders kritische Foto Archiv mit insgesamt 217.000 Dateien und 1.64 GB

Bis ca. 43% (GB) lief dies Sicherung recht zügig (gefühlt 1 Tag), dann kam es mir sehr langsam vor und stellte fest, dass die Datenübertrag auf kleine 1MB/sec abgerutscht ist. Ein Stopp und Wiederaufnahme des Jobs hat keine Besserung gebracht. Die Sicherung steht jetz bei 56% und würde so noch Wochen dauern. Allerdings stimmt der Status in % nicht mit der Datenmenge überein...

Jetzt überlege ich den Job abzubrechen und das neue NAS mit der verbleibenden HDD (wie oben vorgeschlagen) ins Netz zu bringen und dann ein Synchronisation der Dateien übers NW durchzuführen. Hierzu würde ich auch gerne Synology Tools nutzen und die Daten nicht über den Rechner leiten.

Das scheint ja mit Synology Drive Server möglich zu sein.

Haltet ihr den Plan für erfolgsversprechend?

1767274279757.png

1767274299986.png
 
Haltet ihr den Plan für erfolgsversprechend?
Ich denke nicht, dass die Synchronisierung schneller ist, wie Hyper Backup.

Dann eine zusätzliche Aufgabe für das besonders kritische Foto Archiv mit insgesamt 217.000 Dateien und 1.64 GB
Ich gehe mal davon aus, dass du hier 1,64 TB meinst. Wie hast du den Job eingerichtet? Mehrere Versionen oder eine Version. Meiner Meinung nach, würde in diesem speziellen Fall, eine Version reichen. Gleichfalls denke ich, dass das über das Netzwerk auch nicht schneller geht, wie mit der externen USB Platte. Hyper Backup muss halt die Datei einmal lesen und dann schreiben. Bei 217.000 Dateien, ist das halt eine Menge "Arbeit".
 
Ich gehe mal davon aus, dass du hier 1,64 TB meinst.
Ja, sorry, natürlich TB

Wie hast du den Job eingerichtet? Mehrere Versionen oder eine Version. Meiner Meinung nach, würde in diesem speziellen Fall, eine Version reichen. Gleichfalls denke ich, dass das über das Netzwerk auch nicht schneller geht, wie mit der externen USB Platte. Hyper Backup muss halt die Datei einmal lesen und dann schreiben. Bei 217.000 Dateien, ist das halt eine Menge "Arbeit".
Nur eine Version, ich will den Job nur einmalig für die Übertragung nutzen.

Die Geschwindigkeit ist halt massiv eingebrochen. Die ersten +40% gingen recht flott (ich habe leider nicht auf die Datenrate geschaut). Jetzt kriechen die Bytes hinüber. Habe schon ein Temperatur Problem vermutet.
 

Additional post fields

 

Kaffeautomat

Wenn du das Forum hilfreich findest oder uns unterstützen möchtest, dann gib uns doch einfach einen Kaffee aus.

Als Dankeschön schalten wir deinen Account werbefrei.

:coffee:

Hier gehts zum Kaffeeautomat