Systemstart nach Stromverbindung bei DS218

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kmeier72

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Hallo, gibt es eigentlich die Möglichkeit die DS sofort zu starten, wenn die Stromversorgung hergestellt wurde? Ich sehe nur die Möglichkeit den Zustand wieder herzustellen, bevor die Spannungsversorgung getrennt wurde. Und wenn die DS da gerade aus war, startet sie eben nicht von allein. Ich habe gerade gemerkt, WOL funktioniert dann auch nicht mehr. Erst muss einmal per Taste gestartet werden nach einem Stromausfall. Dann geht es wieder.
Danke
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein offizieller weg ist mir nicht bekannt, das ist von Synology (oder generell bei Servern ) nicht vorhergesehen.

Man könnte über Bastel-Lösungen nachdenken, davon rate ich aber dringend ab, wenn dir deine Daten wichtig sind.

Dennoch ein paar Hinweise welche dir helfen könnten (auf dein eigenes Risiko!):
1. Die Syno kann per script in den Soft-off versetzt werden, das setzt den "war ausgeschaltet"-Flag nicht. Wenn du im soft off den Strom ausschaltest wird sie beim einschalten des Stroms wieder hochfahren.

2. Wenn du über das Netzwerk der Syno einen leeren USV Akku vorgaukelst, damit sie in den sicheren Modus wechselt und dann den Strom killst fährt sie auch wieder hoch wenn der Strom wieder da ist.

Jedoch kann ich beides wie gesagt nicht empfehlen da Langzeitauswirkungen unbekannt sind.


Die beste Lösung für deine Frage wäre, ein automatisches drücken des Knopfes wenn du den Strom einschaltest.
Entweder durch ein Servo, einen Fingerbot oder meinetwegen per Relais (wenn man löten möchte)


Die allerbeste Lösung generell wäre jedoch: die syno einfach automatisch per Zeitplan hoch und runter fahren zu lassen.
Wenn sie aus ist braucht sie kaum Strom und das ist vernachlässigbar
 
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Danke erstmal für die Antwort. Kannst du bitte beschreiben, was du mit "Soft-off" meinst? Habe ich noch nicht gehört.
Aber die Idee mit dem Servo finde ich auch gut :cool:
 
Mmh, vielleicht geht's ja doch, wenn man zusätzlich noch WOL bei mindestens einem Interface aktiviert.

1772271825689.png


Dann müsste die DS auch im heruntergefahrenen Zustand nach einem Stromausfall ja erstmal wieder hochfahren, sonst ginge vermutlich WOL auch nicht mehr, oder?
Ich denke nicht, dass das LAN-Interface sonst von allein wieder in die WOL-Empfangsbereitschaft geht.
Probiert hab ich das allerdings nicht.
 
Ja, WOL funktioniert nicht mehr, wenn nach dem Herunterfahren der Strom weg war. Man muß dann den Taster drücken und einmal hochfahren. Danach geht auch WOL wieder. Blöd eben, wenn man nicht in der Nähe ist.
 
Kannst du bitte beschreiben, was du mit "Soft-off" meinst?
Es ist schon ne Weile her und ich kann nicht garantieren dass es heute noch so ist:

Früher (DSM6.x) konnte man innerhalb eines Scripts mit "/usr/sbin/synopoweroff -s -f" die NAS ins Soft-Off versetzen. Dabei war sie zwar weitestgehend aus, konnte aber per angeschlossener Peripherie (Maus/Tastatur funktionierte auch) wieder aktiviert/hochgefahren werden.

Wenn man in diesem Zustand den Strom ausgeschaltet hatte, startete sie immer neu wenn der Strom wieder eingeschaltet wurde, das hab ich selbst ne Zeit lang bei meiner DS218j so gemacht, bevor ich eine USV gekauft hatte.

Daher bin ich mir jetzt nicht zu 100% sicher, dass es heute mit modernem DSM auch noch so funktioniert.
Außerdem ist es dennoch ein zumindest fragwürdiges Vorgehen, welches ich heute nicht mehr machen würde.


Ja das Servo und n Raspberry pico welcher 20 Sekunden nach dem Boot den Knopf drückt sieht zwar nicht mega schick aus, erfüllt aber den selben Zweck.
Ist Je nach Standort und Vorhaben eine Überlegung wert
 
Bei mir gibt es synopoweroff, unter /usr/syno/sbin zu finden.
Code:
root@DS1522:~# synopoweroff -help
DS shutdown progress feasible check.
Default: Check poweroff feasibility and shutdown if pass checks.

usage: synopoweroff [OPTIONS]

  -h            display this help
  -f            do reboot/shutdown WITHOUT feasibility check and WITHOUT DSM auto update
  -r            do reboot rather than shutdown
  -s            do ups safe shutdown
  -d            debug mode
                Check poweroff feasibility and reboot if pass checks.
                Will not stop synorelayd, sshd, and telnet.
Welche DSM-Version hast du?
 
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Entschuldigung. Synopoweroff ist doch vorhanden und zwar in /usr/syno/sbin . Ich hatte erst gedacht, es passiert nichts nach der Befehlseingabe aber die Ds scheint doch herunterzufahren. Nur die Festplatten gehen nicht aus. Ich frage mich jetzt, ob man jetzt sicher die Stromzufuhr kappen kann. :unsure:
Es scheint auch nur das Webinterface offline zu sein. Die Konsole funktioniert noch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm zeigen denn die AktivitätsLEDs noch etwas an?

Spätestens bei -s (do ups safe shutdown) sollte die DS zwar aktiv bleiben, die Platten jedoch ausgehängt werden.

Sicher dass du die Platten und nicht den Lüfter hörst?

Wie oben schon gesagt ist es schon ne ganze Weile her seit ich das so gemacht habe, bei mir laufen die inzwischen einfach 24/7 durch.

Ich kann die DS218j aber nachher mal testen wenn ich Zuhause bin.
 
Okey... "synopoweroff -s" funktioniert inzwischen nur noch, wenn eine UPS verbunden ist und der upsmon/upsd den Status auf FSD (Forced Shutdown) gesetzt hat.

Synology scheint die beiden Dienste stärker verknüpft zu haben.
Mir fällt gerade keine Methode ein, den FSD zu "simulieren" denn ohne aktive USV bekomme ich auch mit "upsmon -c fsd" nur eine Fehlermeldung.

Was mir nun noch einfallen würde: man könnte der Synology per externem Gerät, wie z.B einem Raspberry eine Dummy-USV vorsetzen mit welcher sie sich verbindet.
Dann könntest du der Syno vorgaukeln, dass der Akku leer ist und sie in den SoftOff Modus forcieren.

Das ist aber meines Erachtens alles den Aufwand nicht wirklich wert.
 
Das stimmt. Trotzdem danke für die Mühe. Aber die Idee mit dem Servo finde ich trotzdem cool. Einen Arduino Nano und ein 9g Servo habe ich noch in meinem Fundus...:p
 
Früher (DSM6.x) konnte man innerhalb eines Scripts mit "/usr/sbin/synopoweroff -s -f" die NAS ins Soft-Off versetzen.
DSM 6's synopoweroff does not have the -s option, so you may have been thinking of DSM 7.0.

For DSM 6 the UPSSafeMode function in /usr/syno/bin/synoups contains:
Code:
/usr/syno/bin/synobootseq  --set-safe-shutdown
# we should hook synopoweroff not onleboot
/usr/syno/sbin/synopoweroff -fr

In DSM 7 it contains:
Code:
/usr/syno/sbin/synopoweroff -s

Mir fällt gerade keine Methode ein, den FSD zu "simulieren" denn ohne aktive USV bekomme ich auch mit "upsmon -c fsd" nur eine Fehlermeldung.

With an UPS connected /usr/sbin/upsmon -c fsd prints the version and returns 0
Code:
root@DISKSTATION:~# /usr/sbin/upsmon -c fsd
Network UPS Tools upsmon DSM7-3-new-86002-251021
root@DISKSTATION:~# echo $?
0

DSM 7.3 has a new "waittimeup" choice in the case statement at the end of /usr/syno/bin/synoups which you could try commenting out (when you don't have an ups connected).

Code:
waittimeup)
    SynoUpsStateLog "synoups waittimeup"
    UPSWaitTimeUp
    /usr/sbin/upsmon -c fsd
    UPSSafeMode $1
    ;;
 
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Also gut, es hat mir keine Ruhe gelassen.

Raspberry Pi (egal welche Version, ich hab einen Zero2W genutzt)

1 - das OS mit dem RaspberryPi-Imager installieren. Hier reicht es die 64Bit Lite Version zu nutzen.

2 - per SSH auf den Raspi loggen und alle Updates fahren
Code:
sudo apt-get update&&sudo apt-get upgrade

3 - Nut installieren
Code:
sudo apt-get install nut

4 - nun legen wir die Fake-USV an.
Code:
sudo nano /etc/nut/ups.conf
und fügen ganz unten folgendes ein:
Code:
[ups]
    driver = dummy-ups
    port = /etc/nut/fakeups.state
    desc = "Fake UPS for Synology"
Danach legen wir die Statusfiles der Fake-USV an:
Code:
sudo touch /etc/nut/fakeups.state
sudo chown nut:nut /etc/nut/fakeups.state

5 - Nun müssen wir den Service selbst konfigurieren:
Code:
sudo nano /etc/nut/upsd.conf
und fügen wieder ganz unten folgendes ein:
Code:
LISTEN 0.0.0.0 3493
sowie in
Code:
sudo nano /etc/nut/upsd.users
ganz unten:
Code:
[monuser]
  password = upsmonpass
  upsmon master
ein

6 - Nut als Server Konfigurieren:
Code:
sudo nano /etc/nut/nut.conf
Dort passen wir MODE=none zu MODE=netserver an

7 - nun starten wir den Service und aktivieren ihn dauerhaft:
Code:
sudo systemctl enable nut-server
sudo systemctl enable nut-monitor
sudo systemctl restart nut-server
sudo systemctl restart nut-monitor



8 - Testen obs funktioniert:
Code:
upsc ups@localhost

eine Ausgabe sollte so aussehen:
Code:
Init SSL without certificate database
device.mfr: Dummy Manufacturer
device.model: Dummy UPS
device.type: ups
driver.debug: 0
driver.flag.allow_killpower: 0
driver.name: dummy-ups
driver.parameter.mode: dummy
driver.parameter.pollinterval: 2
driver.parameter.port: /etc/nut/fakeups.state
driver.parameter.synchronous: auto
driver.state: updateinfo
driver.version: 2.8.1
driver.version.internal: 0.18
ups.mfr: Dummy Manufacturer
ups.model: Dummy UPS
ups.status: OL


danach müssen wir unter Systemsteuerung -> Hardware&Energie -> USV -> USV-Unterstützung aktivieren -> Synology USV-Server aktivieren.
Dank NUT sollte die Syno das sofort erkennen.


Nun können wir ein kleines Skript erstellen um das ganze zu testen:
Code:
sudo nano simulate_full_cycle.sh
und dort fügen wir folgendes ein:
Code:
!/bin/bash

STATE="/etc/nut/fakeups.state"

set_state() {
    echo "--------------------------------------------------"
    echo ">>> $2"
    echo "--------------------------------------------------"
    echo -e "$1" | sudo tee $STATE > /dev/null
    sleep 20
}

# 1. Normalzustand (Netzbetrieb)
set_state "ups.status: OL
battery.charge: 100
battery.runtime: 600
input.voltage: 230
output.voltage: 230
ups.load: 10" \
"Setze Zustand: NETZBETRIEB (OL) – Akku 100%, Laufzeit 10 min"

# 2. Stromausfall (On Battery)
set_state "ups.status: OB
battery.charge: 80
battery.runtime: 480
input.voltage: 0
output.voltage: 230
ups.load: 20" \
"Setze Zustand: STROMAUSFALL (OB) – Akku 80%, Laufzeit 8 min"

# 3. Batterie niedrig
set_state "ups.status: OB LB
battery.charge: 30
battery.runtime: 120
input.voltage: 0
output.voltage: 230
ups.load: 30" \
"Setze Zustand: BATTERIE NIEDRIG (OB LB) – Akku 30%, Laufzeit 2 min"

# 4. Kritisch → Synology fährt herunter
echo "--------------------------------------------------"
echo ">>> Setze Zustand: KRITISCH (OB LB FSD) – Synology sollte jetzt herunterfahren!"
echo "--------------------------------------------------"
echo -e "ups.status: OB LB FSD
battery.charge: 5
battery.runtime: 30
input.voltage: 0
output.voltage: 230
ups.load: 40" | sudo tee $STATE > /dev/null



echo ">>> Warte 120 Sekunden, bevor die USV wieder auf Normalzustand gesetzt wird..."
sleep 120

# 5. Automatischer Reset auf Normalzustand
echo "--------------------------------------------------"
echo ">>> Setze Zustand zurück auf NETZBETRIEB (OL) – System wieder normal"
echo "--------------------------------------------------"
echo -e "ups.status: OL
battery.charge: 100
battery.runtime: 600
input.voltage: 230
output.voltage: 230
ups.load: 10" | sudo tee $STATE > /dev/null

echo ">>> Zyklus abgeschlossen. Die USV ist wieder im Normalzustand."

Nun noch ausführbar machen:
Code:
sudo chmod +x simulate_full_cycle.sh
und mit

Code:
./simulate_full_cycle.sh
zum Test starten


Das Skript geht nun alle 20 sekunden einen block weiter.

beim start des Skripts sind alle werte super
nach 20 sek wird in den akkubetrieb umgeschalten
nach 40 sek wird die batterie niedrig geschalten
nach 60 sek sollte die Syno in den USV-Safemode gehen

hier müsstest du deine Steckdose ausschalten, sofern es eine Wifi-Fähige dose ist kannst du das sogar automatisch hier im skript machen lassen, lass der Syno aber genügend zeit zum sauberen aushängen. im Notfall erhöre die Delays auf mehrere Minuten

nach 180sekunden wird die USV wieder auf Normalbetrieb gesetzt. Sofern das Ausschalten noch nicht erfolgt ist, startet sich die Syno nun erneut und fährt wieder hoch, da die "Stromversorgungsprobleme" ja "behoben" sind


Bei meiner Syno lief das jetzt mehrmals Problemfrei durch.
Viel Spaß damit ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

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