Seagate IronWolf NAS - 16 fehlerhafte Sektoren - "Schwer fehlerhaft"

Kurt-oe1kyw

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HD mit NTFS formatiert. Windows sagte "Fehlerfrei". Ich habe 4TB Daten darauf kopiert mit MD5 Prüfsummen und anschließend alle Dateien überprüfen lassen. Hat etwas gedauert. Ergebnis: keine Fehler. Also klar, die defekten Sektoren wurden ausgelassen, neue sind nicht entstanden, weil die 4TB Daten korrekt geblieben sind.

"SMART Erweiterten Test" gestartet. Status "Schwer fehlerhaft". Jetzt aber lief der SMART-Test etwa 10 Stunden bis er fertig war und BÄHM: Status des Laufwerks ist "Warnung", ich kann den Status "Warnung" ausschalten, d.h. die HD wird jetzt wieder als "Normal" (fehlerfrei) angezeigt! Und und und!!! Anzahl der defekten Sektoren ist 0.
Was ist das?
Es ist alles in Ordnung.
Beim Formatieren in windows wurde die vorhandenen defekten Sektoren markiert und werden nicht mehr verwendet.
Das selbe macht DSM, es erkennt defekte Sektoren, markiert diese und beim nächsten Test und beim Schreiben der DS auf die HDDs benützt es diese Sektoren nicht mehr.
WENN aber neue hinzukommen, dann erhältst du die korrekte Fehlermeldung, wenn die defekten Sektoren schnell und stark ansteigen dann dringend austauschen.

Ihr könnt euch ja auch jederzeit die fehlerhaften Sektoren anschauen und wie DSM diese markiert damit die HDD weiter verwendet werden kann und zwar hier:
DSM > Speichermanager > links HDD/SSD auswählen > Register HDD/SSD auswählen > Integritätsstatus anklicken > neues Fenster > Register "Verlauf" auswählen", hier ganz hinunterscrollen bis ans Ende zu "Wichtige Informationen zu Laufwerken", wenn die Grafien nicht zu sehen sind, dann auf den blauen Pfeil auf der linken Seite klicken, damit die Anzeigen auflappen.
Schaut dann zB so aus:

speichermanager_verlauf_def_sektoren.jpg

Die Grafik "Anzahl fehlerhafter Sektoren" zeigt es sehr deutlich.
Juni, Juli 2019 = 0, also keine neuen fehlerhaften Sektoren, August 2019 = 2 defekte Sektoren, Sept2019 = nur mehr 1 def Sektor, Okt, Nov2019 wieder 1 def Sektor, Dez, Jänner Februar 0 def Sektoren, März 2 def Sektoren, April und aktuell jetzt Mai 0 def Sektoren.
Hier kann man also schön sehen wie jeweils die defekten Sektoren markiert werden und nicht mehr verwendet werden. Kommen keine neuen Sektoren hinzu fällt die Anzahl der defekten Sektoren wieder auf 0.

Die Grafik stammt aus einer Test HDD von mir.
Hinweis:
Bitte vergesst auch die grüne Info Anzeige "Normal" oder "In Ordnung" die bleiben so lange auf "grün" so lange sich die HDD irgendwie noch drehen, selbst wenn sie schon ein Totalschaden sind, siehe dazu die SMART Werte meiner damaligen WD red 10 TB HDD die als DOA angekommen ist.
Wie schon öfter erwähnt, schon unmittelbar nach dem Einbau war klar dass mit dieser HDD etwas nicht stimmt. Starke Vibrationen und eine abartige Geräuschkulisse!

wd_red_seek_error_10tb.jpg

ID 7 ist zu Beginn permanent und stetig vorerst langsam angestiegen, aber ab Betriebsstunde 40 extremer Anstieg der Werte.
Nach 42 Stunden wurde dann im Speichermanager diese HDD als "Failing_Now" markiert, ABER siehe die Übersicht darüber, da steht immer noch Datenträger 1- Normal!
Es dauerte dann noch weitere 5 Stunden bis DSM diese HDD dann endlich aus dem SHR geworfen hat mit "Schwer Fehlerhaft"!
Daher immer die SMART Werte ansehen und nicht nur den grünen Texten vertrauen :)

Platte hatte ich damals an einem Freitag geholt und eingebaut, wurde Montag anstandslos vom örtlichen Händler hier sofort gegen eine neue, ebenfalls originalverpackte HDD ausgetauscht, die war wie alle anderen dann wieder in Ordnung.
 
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AndiHeitzer

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RT17

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@ Kurt-oe1kyw

Meine ursprüngliche defekte HD zeigt jetzt "In Ordnung" und 0 defekte Sektoren an. Obwohl DSM sagte, ich solle sie schnell auswechseln, obwohl es nur 16 defekte Sektoren waren und die HD noch 2 Wochen problemlos lief. SMART zeigt jetzt 0 defekte Sektoren an.

Also das heißt, ich kann sie als Reserve-HD wieder in den Schrank legen und den nächsten Notfall.

Übrigens: diese Problem HD hatte in den 3 Jahren und 4 Monaten keinen einzigen defekten Sektor bekommen. Alle anderen HDs vom gleichen Typ ebenfalls in diesem Zeitraum keinen.

Ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll.



Ich befürchte, das ist ein Marketing-Gag.
Es gab vor 2 Jahren ein Webinar von Synology mit einem Mann von Seagate München. Der sagte damals, dass das Seagate Health Management viel besser sei als SMART. Ich gebe nur wieder, was da gesagt wurde. Das Video musste auf dem Youtube-Kanal von Synology-Deutschland sein.
 

rottenbacher

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Jetzt eskaliert mein Problem:

Platte 5 hat mittlerweile 248 fehlerhafte Sektoren.
Heute Abend hat das Laufwerk 5 jetzt mit E/A Fehlern angefangen.

Die ursprüngliche Platte 2 ist noch nicht aus der Reparatur/Tausch zurück.
Zum Glück funktioniert die neue Platte 2 fehlerfrei.

Aufgrund der Problemplatte 5 funktioniert mein NAS seit heute Nacht nicht mehr richtig.

Anmeldung dauert 15 Minuten! Auf das Runterfahren warte ich immer noch.
Ich beabsichtige Platte 5 zu entfernen, da hier alle paar Minuten E/A Fehler auftauen und ich diese Platte verdächtige mein System zu lähmen.

Eine weitere neue Platte habe ich mir eben bestellt!
Das Vertrauen in Seagate Ironwolf schwindet bei mir!
 

AndiHeitzer

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Dann versuche es doch mit WD-RED ...

Keine Sorge, ich will Dir das nicht aufdrängen, aber Deine Geschichte mit den Seagate habe ich heuer schon mit den WD-RED durchexerziert.
Ende vom Lied ist nun eine frisch aufgesetzte DS415+, bei der sich zwei 6TB-WD-RED fast zeitgleich in 'Rente' begeben haben :eek:

Ob die WD-RED-PRO hier signifikant besser sind, kann ich nicht beurteilen.
 

tproko

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Man kann da und dort Pech haben...
Die WD Red PRO bieten längere Garantie, aber habe ich auch schon mitbekommen, dass da welche nach 3 Monaten eingegangen sind bei uns in der Arbeit.

Mittlerweile finden sich bei unseren neu installierten Firmenracks sowieso nur mehr SSDs - aber dafür ist mir mein Platz/Börserl zu gering :)

Das wichtigste ist und bleibt dann einfach ein vernünftiges Backup und im Idealfall noch ein 2. Backup. Nicht das dann beim Backup die Backupfestplatte auch noch eingeht... :)
 

rottenbacher

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Nachdem das Runterfahren nach 5 Stunden nicht funktioniert hat, habe ich jetzt das USV unterbrochen und das System durch Stromtrennung hart gestoppet und dann wieder neu gestartet.

2020-06-09 Fehlerhafte Platte 5 Seagate Ironwolf 2.jpg


Jetzt ist die Platte 5 endgültig hinüber.

Sogar das Segate-Health-Management hat das jetzt so angezeigt.
Wie andere schon berichtet hatten, stand der Status bis gestern Abend schön immer auf "in Ordnung".

Ich schließe mich der Empfehlung Anderer hier an: Wenn die S.M.A.R.T. Werte (besonders die reallocated Sectors) sich verschlechtern, sollte man reagieren.
Hätte ich nicht sofort die Platte 2 getauscht und den RAID-5-Verbund durch eine neue Platte wiederhergestellt, wäre jetzt mit Platte 5 der Datenzugriff nicht mehr möglich.

Jetzt hoffe ich nur, das die Platten 1, 2 (ist bereits getauscht), 3 und 4 durchhalten, bis die nächste neue Platte da ist.


Das Seagate oder WD grundsätzlich besser oder schlechter sind, glaube ich nicht.
Ich hatte auch schon ca. 15 WD-Platten. Red und Green.

Von den WD-RED sind auch schon zwei ausgefallen, von den Green keine! Die laufen seit 8 Jahren klaglos.
Ein einzelner USER ist nie representativ.

Ich hatte mir nach den vielen Test der Seagate-Ironwolf trotzdem Hoffnung gemacht, ein sehr ausfallsicheres Produkt zu kaufen!
Trotzdem hat es mich jetzt zweimal (Platte 2 und 5) erwischt!
 

RichardB

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Das letzte Jahrtausend ist noch keine 20 Jahre her. Es endete am 31.12.2000. Bei welcher Platte willst du das durchgeführt haben?
Um die Frage spät, aber doch zu beantworten:
Es war 1997/98, als ich von meinem damals stabilen NT-3.51 auf NT-4.0 gewechselt habe. Ich habe damals meine 4 Seagate 1GB-SCSI-HDDs wirklich Low-Level formatiert. Das Tool dazu hab ich noch auf einer 3,5-Zoll Diskette. Es war natürlich kein format x: /U
 

synfor

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Möglich, dass das bei den Platten noch ging. Andererseits ging das bei meiner Quantum Lightning mit 540MB (ebenfalls SCSI) schon nicht mehr. Das Kommando wurde zwar unterstützt, die Platte hat sich aber sofort mit Ok zurückgemeldet und kann somit gar kein LLF durchgeführt haben.
 

RT17

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@ rottenbacher

Ich empfehle Dir auf RAID6 oder SHR2 aufzurüsten. Bei Deiner Datenkapazität ist das so oder so angesagt, weil bei so vielen größen Platten die Wahrscheinlich steigt, dass Bits umkippen und dann ist eine zweites Parity-Bit durch RAID6 nötig um das zu erkennen und zu beheben. Siehe Wikipedia bzgl. Bit-Problem.
 

rottenbacher

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Danke für die Überlegungen und Empfehlungen.
Sobald die neu bestellten Platten bzw. reparierten da sind, werde ich auf RAID6 wechseln und vermutlich noch eine weitere Platte als HOT Spare einbauen.

Zum Glück habe ich in der DS1819+ bei momentan 5 Platten noch 3 Plätze frei. Einen werde ich für RAID6 nutzen und einen für HOT Spare. Dann habe ich immer noch für eine weitere Platte Platz, falls der Speicherpool doch noch vergrößet werden soll.
 

Synchrotron

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Es ist überlegenswert, die HotSpare erst dann zu beschaffen und einzubauen, wenn sich Auffälligkeiten ergeben. Dann hat man auf die neue Platte die volle Gewährleistung - das ist nicht der Fall, wenn man sie als HotSpare längere Zeit im Gehäuse „parkt“.
 

RT17

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Das empfehle ich auch. Hotspare belegt einen Slot am NAS und die Garantie läuft bereits. Dann lieber RAID6 und bei Ausfall sofort Ersatz bestellen.
 

ThomasK

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Es war 1997/98, als ich von meinem damals stabilen NT-3.51 auf NT-4.0 gewechselt habe. Ich habe damals meine 4 Seagate 1GB-SCSI-HDDs wirklich Low-Level formatiert. Das Tool dazu hab ich noch auf einer 3,5-Zoll Diskette. Es war natürlich kein format x: /U
Die letzte "Low-Level" formatierte Platte bei mir war eine Seagate 238R mit 30 MB (nein, kein Schreibfehler!). ;-)
Das dürfte etwa um 1985 gewesen sein, und wurde mit debug g=c800:5 unter MS-DOS gestartet. ;-)
Low-Level Format bedeutete ursprünglich das Neuschreiben interner Verwaltungsinformationen auf die Platte, wie z.B. Sektor Interleave. Heute scheinen einige darunter das Überschreiben der Platte mit Nullen zu verstehen. Den Unterschied kann man von außen nicht erkennen, somit ist das verständlich. Man kann daraus nur logisch mit einiger Sicherheit schließen, dass RT17 noch viel, viel jünger als ich ist. ;-)
 

Merlin2504

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Ich muss mich jetzt schön langsam fragen: stimmt da im DSM was nicht? Hat Synology da einen Bug übersehen oder kürzlich erst "eingebaut"? Es kann ja nicht sein, dass Platten als defekt, oder mit defekten Sektoren kennzeichnet, die Platte hinterher aber nach externen Checks einwandfrei ist?
Bei mir ist es genau andersrum. Habe testweise eine "defekte" Platte in die DS eingebaut. Und diese sagt mir jetzt alles okay? Wen kann man nun glauben?
Mein Thema dazu

Anders ist es jetzt das in meiner neuen DS918+ heut eine WD red 4TB mit Sektorenfehler gemeldet wird. Im übrigen die erste WD, die dann nach vielen Jahren bei mir defekt gemeldet wird.
 

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synfor

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ID 1 ist auffällig, ersetzte Sektoren gibts nicht.
 

Yippie

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So'n Mist!
Wenn ich jetzt aufgrund der vom DSM behaupteten fehlerhaften Sektoren nun doch keine habe, dann habe ich mir jetzt die Ersatzplatte umsonst gekauft und eingebaut.

Also man könnte tatsächlich schön langsam den Eindruck gewinnen, dass dies Methode hat. Nicht umsonst scheinen ja Seagate und Synology sehr eng zusammenzuarbeiten.
 
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