Linux: Gefahren beim Syncen des ganzen HOME-Folders? (über 1,5 TB)

mr.matt.eastwood

Benutzer
Mitglied seit
25. Juni 2020
Beiträge
8
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
7
Ort
Saarbrücken
Website
www.brandartery.com
Hallo, liebe Synology Community! Ich bin ein kompletter Noob und möchte mir zum Umzug in eine neue Wohnung eine NAS zulegen, die ich benutzen will, um all meine Daten (u.a. sehr große Musiksammlung, insgesamt über 1,5 TB) stets auf meinen beiden PCs (Laptop und Desktop) zu syncen, egal ob ich im Haus bin (LAN) oder unterwegs (Internet). Bin Linux Mint Benutzer.

Da mein Arbeitgeber eine NAS hat, konnte ich mich schon mal ein wenig mit Drive Server und Client vertraut machen. Was mir aber nicht klar geworden ist, ist, was in diesem Szenario passieren würde:
  • Ich schließe die neue NAS in meinem Haus an und richte Drive Server ein
  • Richte Drive Client auf meinem Desktop-PC und synce den ganzen HOME-Folder mit der NAS
  • Richte Drive Client auf meinem Laptop-PC ein, wo der HOME-Folder auch schon vorliegt (!!), und synce den auch mit der NAS
WIe würde die NAS in diesem Fall mit dem HOME-Folder auf dem zweiten Gerät, der bereits komplett vorliegt und weitgehend mit dem Desktop-PC identisch ist, umspringen?
  1. Löscht der Drive Client den ganzen HOME Folder auf dem Laptop und lädt alles noch mal neu von der NAS runter?
  2. Vergleicht der Drive Client die im HOME Folder vorgefundenen Daten mit den Inhalten der NAS und gleicht nur die Unterschiede aus?
Wünschenswert wäre natürlich Option 2, vor allem weil ich öfter mal mein Betriebssystem neu aufsetze, wenn eine neue Version rauskommt, aber dabei den HOME-Folder immer unangetastet lasse. Dann soll der Drive Client, wenn ich ihn neu installiere, ja auch nicht mehr als nötig dran rumfingern.

Was sind denn Eure Erfahrungen damit?
 

the other

Benutzer
Mitglied seit
17. Oktober 2015
Beiträge
383
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
22
Moinsen,
würde mich selber ebenfalls als noob bezeichnen...
Ich habe dein Vorhaben noch nicht voll verstanden, fürchte ich. Möchtest du den gesamten /home auf DESKTOP mit NAS /BenutzerEASTWOOD/home syncen und in genau den selben Ordner dann auch /home auf dem LAPTOP syncen?
Oder hast du auf dem NAS ein /home für Client/User DESKTOP und einen weiteren für Client/User LAPTOP?

AFAIK wird die 1. Variante nicht so schlau sein, denn in /home sind ja auch einige Konfigurationsdateien für genutzte Programme enthalten.
Also entweder nicht den kompletten /home syncen, sondern nur Unterordner oder aber pro Gerät einen eigenen Ordner anlegen/nutzen.
 

Synchrotron

Benutzer
Mitglied seit
13. Juli 2019
Beiträge
1.327
Punkte für Reaktionen
14
Punkte
64
Weshalb willst du den ganzen Kram auf deine Endgeräte syncen (= dynamisch kopieren), wenn du die gleichen Daten im Heimnetzwerk ständig verfügbar hast ?

Kannst du machen, musst du aber nicht.

Sinnvollerweise richtest du auf der Syno deine Mediensammlungen ein (je nach Nutzung und Endgeräten gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten, von bordeigen bis Drittanwendungen), und rufst sie von jedem dafür geeigneten Endgerät in deinem Heimnetzwerk ab.

Wenn du alles doppelt und dreifach auf den Clients haben müsstest, würde ein NAS ja wenig Sinn machen. Was Sinn macht, ist dir gleich mit Einrichtung Gedanken darüber zu machen, wie du ein Backup für deinen neuen zentralen Datentopf einrichtest.
 

Iarn

Benutzer
Mitglied seit
16. Juni 2012
Beiträge
2.315
Punkte für Reaktionen
3
Punkte
78
Also ich synce immer nur einzelne Unterfolder des Home Ordners. Gerade bei manchen Konfig Files ist es kontraproduktiv die zu syncen, die sollten schon spezifisch für jede Maschine sein.

Beim Nutzen muss ich Synchrotron widersprechen. Eine lokale Kopie hat schon deutliche Geschwindigkeitsvorteile, z.B. bei großen Bilder Verzeichnissen. Videos etc muss man hingegen eher nicht syncen, deswegen synce ich den Homefolder selektiv.
 

Synchrotron

Benutzer
Mitglied seit
13. Juli 2019
Beiträge
1.327
Punkte für Reaktionen
14
Punkte
64
Wenn ich etwas bearbeiten will, und weiß, dass es lokal schneller geht, macht es durchaus Sinn, die benutzte Datei lokal zu speichern. Gerade Videoprojekte mit schnell einigen GB liegen bei mir zur Bearbeitung immer lokal. Videos zum Streamen hingegen liegen auf dem NAS, was sollten die auf einem Client ?

Nur: An wie vielen solchen großen Dateien arbeite ich gleichzeitig ? Aha ! Und warum sollte ich sie dann permanent lokal vorhalten, wenn sie im Zweifel schnell von meinem Server kopiert ist ? Wenn ich fertig bin, schreibe ich sie auf den Server zurück.

Ob ich das per Speichern mache, oder solche Dateien kurz in einen Sync rüber ziehe, wenn ich sie benötige, hängt von persönlichen Vorlieben und den Gegebenheiten vor Ort ab. Deshalb muss ich noch lange nicht alles permanent syncen.

Synchronisieren mach dort Sinn, wo ich den lokalen Zugriff tatsächlich benötige, oder auch in einer Teamumgebung mit verteilten Standorten. Ansonsten liegen die Dateien auf dem NAS als Server, und stehen mir jederzeit zur Bearbeitung zur Verfügung.
 

Iarn

Benutzer
Mitglied seit
16. Juni 2012
Beiträge
2.315
Punkte für Reaktionen
3
Punkte
78
Jeder so wie er mag. Ich habe meine Dokumente etc immer auf den Clients gesynced.
 

mr.matt.eastwood

Benutzer
Mitglied seit
25. Juni 2020
Beiträge
8
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
7
Ort
Saarbrücken
Website
www.brandartery.com
Hey, danke für Eure Antworten :) Zur Klarstellung: Derzeit habe ich 2 PCs, einen Desktop und einen Lappi. Beide haben je 1x 2 TB Hard Disks für den HOME-Folder, und in dem sind ca. 1,6 TB Daten. Im Moment ist es so:

Alle 2 Wochen oder so synce ich meinen ganzen HOME-Folder mit Grsync auf eine von 2 externen 2TB HDDs. Dabei lasse ich meine Dropbox und alle versteckten Ordner weg, denn das sind ja Systemeinstellungen und so. Eine der externen Platten liegt immer bei einem Freund, falls mal mein Haus abbrennt.

Wenn ich mal weggehe, dann synce ich alles (wie gesagt, außer Dropbox und versteckt) vom Desktop auf die Externe und dann von der Externen auf den Laptop. Mit der NAS möchte ich mir vor allem diesen Schritt sparen.

Aber gleichzeitig will ich immer alle meine Daten an allen 3 Orten haben (NAS, Desktop, Laptop), denn Streaming gerade übers Internet ist z.B. bei Videoprojekten oder Musik in 7.1 Surround mit dicken FLAC-Dateien vermutlich nicht optimal.

Deshalb wäre es so:

/home auf der NAS mit meinen Daten (Documents, Music, Videos...)
...wird gesynct mit /home/matty/ auf dem Laptop
...wird gesynct mit /home/matty/ auf dem Desktop

Den Sync-Task würde ich so einrichten, dass er die Finger von allen .-Verzeichnissen und der Dropbox weglässt.

Ganz wichtig ist mir dabei, dass die Synology mir nicht mal was wegsynchronisiert. Ich hatte mal eine OwnCloud, die einen Haufen Daten von der Cloud gelöscht hat, als ich den Laptop hochgefahren hatte, auf dem noch eine alte Version des gesyncten Ordners lag. o_O
 

mr.matt.eastwood

Benutzer
Mitglied seit
25. Juni 2020
Beiträge
8
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
7
Ort
Saarbrücken
Website
www.brandartery.com
Davon abgesehen habt Ihr Recht, es ist schon wert, darüber nachzudenken, mit Anschaffung der NAS auch mal mein System zu ändern. Manche Daten benutze ich echt nicht ständig (z.B. alte Datenbackups oder meine Bilderarchive). Die können echt auf die NAS und einfach aus meinen lokalen Home-Ordnern rausfliegen.

Filme hab ich kaum auf Platte, und die Musiksammlung will ich immer sofort zugreifbar haben. Aber sonst kommt dann wirklich ein selektives Syncen in Frage! Freut mich auf jeden Fall, zu hören, dass einige von Euch das mit Eurem HOME-Folder wohl schon auf Linux macht und keine Probleme damit erlebt habt.
 

Thorfinn

Benutzer
Mitglied seit
24. Mai 2019
Beiträge
319
Punkte für Reaktionen
6
Punkte
18
WIe würde die NAS in diesem Fall mit dem HOME-Folder auf dem zweiten Gerät, der bereits komplett vorliegt und weitgehend mit dem Desktop-PC identisch ist, umspringen?
  1. Löscht der Drive Client den ganzen HOME Folder auf dem Laptop und lädt alles noch mal neu von der NAS runter?
  2. Vergleicht der Drive Client die im HOME Folder vorgefundenen Daten mit den Inhalten der NAS und gleicht nur die Unterschiede aus?
Wünschenswert wäre natürlich Option 2, ...
Beim Einrichten des Drive Clienten wird dir genau diese Frage gestellt. Bitte aufmerksam lesen, verstehen und erst dann klicken.

1,5 TB im Home folder sind eine Ansage. Wenn du eine Versionierung einschaltest, werden das schnell ungeheure Datenmengen. Die Klagen darüber liest man hier oft.

Die Musiksamlung gehört auf die NAS. Das Internet ist erfunden und wird vorraussichtlich morgen nachmittag nicht abgestellt. Cache und partiel dynamisch verwaltete Downloadfolder kann man sich in DS Audio einrichten. Immer alles in Replika mitschleppen ist ein wenig 80er. (BTW: Lotus domino/notes war dafür richtig gut)

Warum sollte man FLAC Daten nicht streamen können? 2 Kanal 44.1kHz/16bit als FLAC macht 1.4 Mbps. + overhead und Fehlerkorrektur schafft das auch eine Mobiltelefonverbindung (jenseits der Uckermark).
Zugegeben: 8 Kanal 192 kHz/24 bit wird kritisch. Aber wenn man das will, kan man sich das runterladen. Ansonsten kann so eine *play dir das runterrechnen bevor es in den Stream geht. So kann man ein "hör dir mal das an" von jedem Smartphone aus machen.
 
  • Like
Reaktionen: mr.matt.eastwood

mr.matt.eastwood

Benutzer
Mitglied seit
25. Juni 2020
Beiträge
8
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
7
Ort
Saarbrücken
Website
www.brandartery.com
Sehr gut, danke! Als ich das mit der NAS aus der Firma eingerichtet habe, ist mir die Frage so nicht begegnet - aber ich hab als Ziel auch einen leeren, neuen Folder auf meinem PC angegeben, keinen, so schon was drin war. Insofern ist das gut zu wissen, danke!