Ersteinrichtung DiskStation (vermeidbare Fehler)

DiskRunner

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Hallo liebes Forum,

Es ist soweit: Meine DiskStation ist eingetroffen und ich möchte sie installieren. Da ich zum ersten Mal ein NAS einrichte, würden mich aber vorab Eure Erfahrungen /Tipps interessieren, wie man es vernünftig macht und vor allem, was man besser lassen sollte (vermeidbare Fehler). Habe mir schon das Videotutorial von Synology angeschaut ("NAS - Erste Schritte, Einrichtung, Installation") und hier im Forum die Tipps zur Erstinstallation gelesen. Meine Fragen sind aber teilweise grundlegender / "einfacher": Ich habe mich z.B. gefragt, ob ich nun ein Raid 5 oder lieber das SHR verwenden soll (ggf. macht es gar keinen Unterschied) und ob es Sinn macht, der DiskStation für die Einrichtung und den Betrieb eine eigene Email-Adresse einzurichten. Insgesamt wäre ich sehr dankbar für Tipps zu "vermeidbaren Fehlern", bei denen ich dann in zwei Monaten feststelle, dass ich das besser von Anfang an anders aufgesetzt hätte und dann wieder von vorne beginne. Bin also dankbar für Tipps, Warnungen oder einfach einen Link zu weitereführenden Informationen.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

DR
 

Wollfuchs

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Wenn es um shr / raid 5geht. Rate ich einfach mal, das es eine ds4xx ist?

wenn man nicht weiss welches geraet, kann man nicht mal sagen „paket xy koennte sinn ergeben“,
Weil nicht jedes paket in jeder ds verfuegbar ist.
 

the other

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Moinsen,
willkommen hier und wünsche ein frohes Auspacken gehabt zu haben...
Sicherlich gibt es ein paar allgemeine Dinge, die jedeR beachten sollte (etwa nix an den Gruppenrechten der default User usw umzuändern, um mal eines zu nennen).
Was willst du mit deinem neuen NAS denn machen? Wer soll alles drauf zugreifen können?
Bei Fragen nach RAID oder SHR:

und Unterschiede:

Ich würde dir daher eher zu SHR raten...
Gerne mit spezielleren Dingen wieder melden...und viel Spass!!
 

DiskRunner

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Super, danke schon mal für die ersten Tipps! Bei der DiskStation handelt es sich um eine DS1019+ mit aktuell 3x Seagate Ironwolf 10 TByte. Ich möchte die DiskStation in erster Linie für meine Fotos nutzen, digitalisiere daneben aber auch gerade meinen gesamten Papierkram, der dort ebenfalls (sicher) archiviert werden soll. Und dann wollte ich noch eine elektronische Mediathek einrichten (Bücher, Musik, Videos). Ziel ist es möglichst wenig Kram noch physikalisch aufzubewahren. Ich hoffe das hilft das Anwendungsszenario etwas besser zu verstehen ...

Viele Grüße

DR
 

the other

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Moinsen,
bist du der einzige zugreifende Nutzer oder gibt es andere (Freunde, Familie)?
-Adminkonto nur zur Verwaltung / Systempflege. Für den Alltagsgebrauch: eigenes Konto anlegen!
-Überleg dir eine gute Backup-Lösung!
-Aktiviere nur die Dienste, die du wirklich nutzen willst / musst!
-für den Anfang jeden Zugriff von extern sperren (nur aus dem LAN erreichbar sein)!
-Fragen notieren und gerne hier stellen, sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass so ein NAS auch Zeit und Arbeit und Nerven kosten kann und es entgegen der Werbeversprechen nicht immer ruckizucki geht...
 

Wollfuchs

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Hmm . Was wuerde ich machen...

3x10tb als shr/raid5 sind 20tb nutzbar. Jede weitere platte mit 10tb erweitert es ja fein.
shr weil sich syno um die konfig kuemmert.

install naked. Keine pakete, nix.
dann ueberlegen ob und welche software die multimedia sachen managen soll.
Ich nutze z.b. am pc lightroom, daher kommt mit ein /photo nicht als ernsthafte
Anwendung ins haus. Nur zum spielen und hier fragen nachstellen.

Wobei .. hmm .. die ganzen jpg exporte koennte ich auch direkt in /photo laufen lassen
Naja .. egal.

filme/serien mach ich nur mit plex. Also fuer mich kein /video oder sowas.
musik (hab ich aber kaum), macht auch plex. Also kein bedarf von /music fuer mich.

das handle ich alles ueber /multimedia mit sub /film /musik /ablage
Plex user berechtigen und ab dafuer

vpn server .. logo
Mailserver .. kann man machen ... auch jederzeit spaeter wenn man mehr plan hat

wichtig waere mir, die komplette struktur erstmal aufzubauen.
Welche shared folder brauch ich, welche user muessen sein, kann
mein wollfuchs genau das machen, was er soll oder bemuehe ich
immer wieder wollfuchs-admin.

Vor allem . Die schotten bleiben dicht. Bevor ich nicht genau geplant habe,
Was ich da eigentlich machen will, wird weder QC noch portfreigabe gemacht.
Erst wenn das ding ein lets encrypt zertifikat kriegt, gehen einmal kurz die
Luken auf und dann wieder zu bis ich definiert habe, was wie und wo rein oder
Raus soll. Nichts finde ich schlimmer als erst mal alles auf und dann bleibt das so,
Weil es so praktisch ist und funktioniert.
 

bfpears

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Es gibt ein paar Kleinigkeiten bei denen man Änderungen schlecht Rückgängig machen kann:
  • Die Rechte vom "home" / "homes" Ordner
  • Die Rechte der Gruppen ADMIN und USER, -> hier lieber neue Gruppen anlegen
 

Kurt-oe1kyw

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möchte die DiskStation in erster Linie für meine Fotos nutzen
Willkommen im Forum und Gratulation zur neuen DS.
Foto "Problem":
Es gibt derzeit noch 2 Programmpakete von Synology, einmal Photostation und einmal Moments.
Beide "erwarten" "ihre" Fotos in anderen Speicherorten und jetzt zum "Problem".
BEIDE Programme werden in absehbarer Zeit mit der Einführung vom neuen DSM 7 abgelöst durch das neue Photoprogramm "Synology Photos".
Derzeit kann dir niemand sagen wie du jetzt gerade aktuell am Besten deine Photos für "Synology Photos" vorbereiten solltest.
Synology Photos soll aber mit Sicherheit beide derzeitigen Fotoprogramme ablösen und ich hoffe dass die Übernahme meiner Bilder aus der Photostation (da liegen die Bilder im gemeinsamen Ordner Photo) dann reibungslos funktioniert.

Tip:
NICHTS verändern an all den Usern, Usergruppen und Einstellungen welche die DSM Installation erzeugt hat!
IMMER eigene User, Usergruppen usw. anlegen, damit kannst du herumspielen, experimentieren usw usw.
Aber alles wie admin, root, user, http Gruppen usw NICHT ändern!
Du kannst dir überall in den jeweiligen Menüs eigene User und Gruppen anlegen, da ist es egal. Schlimmstenfalls löschen und gut ist.

Ansonsten würde ich SHR bevorzugen da es "flexibler" ist und einwandfrei läuft.
Also DSM Installieren, einen Testuser anlegen mit Adminrechten, einen Testuser anlegen mit "Normal" Rechten.
Einen gemeinsamen Ordner "test" anlegen und eine handvoll Daten hineinkopieren.
Dann Rechte vergeben, Netzlaufwerk verbinden usw. spiel herum, kopiere Daten, lösche Daten usw. ALLES mit Übungsdaten.
Wenn du den Medienserver installierst, so wird autom der gemeinsame Ordner /photo, /video und /music erzeugt.
Wie erwähnt NICHT ändern.
Kopier in den gemeinsamen Ordner einen Teil deiner Musik, ruhig mit deiner bisherigen gewohnten Ordnerstruktur, nur halt unterhalb von /music.
Installier dir die Audiostation, die handy APP DS Audio und dann schau wie das alles zusammenarbeitet.
Dann mit Photostation und der handy APP DS Photo usw.
Nach 3-4 Wochen wird alles klarer und Verständlicher, dann wenn du etwas mehr Durchblick hast, weißt du schon in etwa wie die Aufteilung und Einrichtunge für DEINE Zwecke passt.
Nicht die Geduld verlieren! Am Anfang ist man total erschlagen, ging mir ganz genauso! Mach in Ruhe und nimm dir Zeit.
Erst danach würde ich die DS voll mit Daten bespielen.

Erste Schritte:
Einschalten und loslegen und eine fixe IP der DS vergeben. Der Rest kommt dann schon mit der Zeit.

Wichtig:
Überlege dir ein Konzept wie du deine wichtigen Daten auf ein externes Speichermedium sicherst!
Falls deine DS mal ausfällt brauchst du deine Daten auf einem externen separaten Speichermedium um sie von dort im Worstcase zurückzuspielen auf eine neue/reparierte/wiederhergestellte DS.
Das SHR erhöht dir nur die Betriebssicherheit! Bei Ausfall einer HDD läuft alles weiter, ABER löscht du irrtümlich einen Ordner/Datei so geschieht dies zeitgleich auf allen HDDs! Ohne externes, separates Datenbackup sind diese Daten dann weg!
Speicheraufbau:
DS > Speicherpool > Volume > gemeinsamer Ordner > deine Ordner > deine Daten = Speicherpool/Volume weg = DATEN WEG!
 
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DiskRunner

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Also, erst einmal schon mal vielen Dank für Eure ausführlichen Rückmeldungen! Werde ich beherzigen und insbesondere keine default User / Usergruppen / Ordner verändern und erst mal ausführlich mit Dummy-Daten ausprobieren. Zu den angesprochenen Punkten:

@the other : Nein, ich werde nicht der einzige zugreifende Nutzer sein, sondern wir planen das NAS als zentralen Datenspeicher für die Familie zu nutzen. D.h. ich möchte User-Accounts für meine Frau und für unseren Sohn einrichten, bei denen sie jeweils dann auf ihre eigenen Daten zugreifen können. Bestimmte Daten (Fotoalben, Musik z.B.) möchte ich dann über das NAS zwischen verschiedenen Usern teilen. Darüber hinaus habe ich aber auch immer wieder den Fall (da ich viel fotografiere), dass ich größere Datenmengen (Fotos, Videos) mit Freunden teile. Da würde ich dann in Zukunft ebenfalls das NAS nutzen wollen.


@Wollfuchs :"Schotten dicht" ist verstanden. Das war auch schon einer meiner ersten Fragen, ob ich am Anfang "QuickConnect" aktivieren soll und dann auch, ob man bei der QuickConnect ID lieber etwas kryptisches angibt, weil bei "My1019plus" o.ä. (weiß gar nicht, ob eine solche ID ginge) ja der Identifier schon das erste Sicherheitsrisiko darstellt. Trotzdem schade, weil QC wirklich praktisch (weil so schön einfach) zu sein scheint, aber Einfachheit und Sicherheit waren ja immer schon etwas gegensätzlich.

@Kurt-oe1kyw :Danke für den Tipp mit Photostation / Moments. Ich hatte schon gelesen, dass mit DSM7 "Synology Photos" kommen soll und finde das vom Ansatz ja erst einmal gut (warum zwei Anwendungen nutzen, wenn es mit einer geht?). Wann wird DSM7 / Synology Photos denn erwartet? Bleibt tatsächlich zu hoffen, dass man sich bei Synology Gedanken gemacht hat, wie man seine Fotos einfach migriert, aber da wäre ich sonst auch enttäuscht.

Was die Frage Backup / externes Speichermedium angeht, so möchte ich meine wichtigsten Daten auf einer zweiten DiskStation ablegen, die bei meinem Bruder (auch räumlich getrennt steht). Mein NAS wäre dann umgekehrt sein externes Backup, auch für den Fall, dass mir jemand mein NAS klaut oder es brennt o.ä.. Da ich aber natürlich nicht immer 20 TByte Daten backupen möchte, hatte ich mir überlegt alle meine Daten zu klassifizieren (weiß nicht, ob DSM so etwas wie ein "Tagging" oder vergleichbar anbietet) und die Backups selektiv nach Metadatum zu machen (Prio 1 Daten werden täglich gesichert, Prio 2 Daten wöchentlich etc.). Daneben wollte ich ausgewählte Daten (automatisiert und verschlüsselt) in der Cloud (GoogleDrive, Dropbox etc.) ablegen. Das war jetzt meine theoretische Backup-Strategie. Hoffe, dass DSM so etwas unterstützt ...
 

the other

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Moinsen,
Falls du deine Bilder nur mit einem seeehr überschaubaren Freundeskreis teilen willst via NAS, ok. Wenn es aber doch ein paar mehr werden, die von außen auf deine Bilder kommen wollen / sollen, dann sind die Schotten eben doch nicht so dicht...
Dann würde ich eher zu anderen Lösungen raten...
Deine Backup Strategie würde ich persönlich ebenfalls mal überdenken: Ihr nutzt dann ausschließlich via Internet euer jeweiliges produktivsystem oder ne cloud. Auch wenn es kostet, auf ein lokales Medium würde ich nicht verzichten wollen.
Und zu deiner Frage nach Priorität und Backup Häufigkeit... Wenn du deine Ordner und Datei Struktur schlau wählst, kannst du später auch leichter spezielle Backup Jobs einrichten (und die Freigabe erstellen). Wurde hier ja auch völlig zu Recht von meinen mitstreitern schon erwähnt.
Allen Tipps zum Trotz... Mach es wie @Kurt-oe1kyw gesagt hat: test System für ein paar Wochen, oder länger, mal rumprobieren. Gerne hier fragen, dann fertig einrichten und fein nach justieren (dann Kennste dich eben auch aus)... Viel Spaß
 

Wollfuchs

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?ich finde die stragie schon ok .. jeder hat doch sein eigenes nas daheim, das backup ist dann auf dem fremdnas.

gut, initial halt eventuell ein brocken .. kann man aber mit einem familienbesuch erschlagen aber dann .. ist doch praktisch ein backup ausser haus aber in der familie.
 

the other

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Moinsen,
Nicht, dass es gleich schimpfe gibt wegen abdriften ins ot...
Klar ist ein externes Backup auf ein remote NAS super. Ich find nur eben, dass ein lokales Backup Medium zusätzlich durchaus sinnvoll ist.
Klassisch 3/2/1 eben...
Und es sind eben auch zwei produktive NAS, nicht reine einfache Backup Geräte... Da hätte ich Angst, dass einer von beiden seines mal kaputt spielt und bei mir der Teufel auch plötzlich einschlägt und Ende mit NAS und ciao bello... :)
IT Paranoiaeben...
Edit... Lol, naja, sein Backup setting wäre ja auch 3/2/1...ich bleibe trotzdem dabei...
 

DiskRunner

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@the other Ich hatte das nicht extra erwähnt, aber ein Backup auf ein externes Medium werde ich natürlich ebenfalls machen, zumal ich nach dem Umstieg auf das NAS einige externe Platten übrig haben werde. Idealerweise würde ich zukünftig auch meinen Mac und meinen Laptop datentechnisch entlasten (wenn der Zugriff auf das NAS schnell genug ist, würde ich gerne meine Daten nicht mehr lokal auf den Rechnern ablegen). Dann sollte auch auf den angeschlossenen Geräten noch reichlich Speicherplatz übrig sein, den ich gerne ebenfalls für Backups nutzen würde. Ich selbst habe mal durch ein Softwareupdate von iPhoto mehrere tausend Fotos verloren und hatte mir geschworen, dass mir das nie wieder passieren wird. Insofern gilt für mich bei Backups: Lieber mehr als weniger!
 
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