@McBeath,
das ist nicht wirklich schwer. Du kopierst die docker-compose.yaml vom Projekt und passt die IP/Subdomain sowie die Ports und Verzeichnispfade an und erstellst dementsprechend die notwendigen Ordner. Danach erstellst du ein neues Projekt im Containermanager, wählst einen Projektnamen aus und gibst den Pfad zu dem Unifi-Ordner unter /docker an. Dort sollten sich die docker-compose.yaml als auch die Unterordner befinden und die Compose-Datei automatisch gefunden werden. Wenn du nach der Compose gefragt wirst, willst du diese natürlich verwenden! Jetzt musst du das Projekt nur noch starten (weiter), bis das Image geladen ist und der Container erstellt wurde. Jetzt läuft schon einmal der Container.
Ob du die Diskstation-IP oder eine Subdomain einträgst, ist dir überlassen. Das gilt natürlich auch für die optionalen Ports. Welche Ports mit welchem Dienst benötigt werden, kannst du direkt aus der Tabelle im Projekt entnehmen und entscheiden, was du genau benötigst.
Allerdings gibt es aktuell ein bereits
gemeldetes Problem in Verbindung mit der Synology Diskstation. Dieses Problem ist zwar ärgerlich, aber nicht besonders tragisch, welches sich schnell und direkt über die Container-Konsole fixen lässt. Du musst lediglich alle 3 Fix-Befehle im SH-Terminal im Container absetzen:
Code:
mkdir -p /etc/systemd/system/postgresql@14-main.service.d/
cat > /etc/systemd/system/postgresql@14-main.service.d/override.conf << 'EOF'
[Service]
PIDFile=
EOF
Code:
mkdir -p /etc/systemd/system/rabbitmq-server.service.d/
cat > /etc/systemd/system/rabbitmq-server.service.d/override.conf << 'EOF'
[Service]
Type=simple
EOF
Code:
mkdir -p /etc/systemd/system/ulp-go.service.d/
cat > /etc/systemd/system/ulp-go.service.d/override.conf << 'EOF'
[Service]
Type=simple
EOF
Beachte bitte: Je mehr User das Problem und den Workflow bestätigen, desto eher wird sich der Maintainer bewegen lassen, sein Image anzupassen. Natürlich kann man auch sein eigenes Image bauen (siehe Link oben). Solange das Problem nicht gefixt wird, sind die 3 Befehle bei einem Update wie auch bei einem neu aufsetzen des Projektes/Stack sowie beim Bereinigen notwendig! Ich gehe davon aus, dass beim nächsten Update dieses Problem behoben wird.
Danach muss man nur noch den Container neustarten und kann sich über die IP:11443 oder Subdomain:11443 verbinden und nach ein paar Minuten Wartezeit den Zugang einrichten. Natürlich kannst du diese Verbindung auch im Reverse Proxy deiner Wahl und dem Port 443 anlegen. Dann bekommst du nicht mehr die SSL-Fehlermeldung im Browser angezeigt durch das selbst ausgestellte Unifi-Zertifikat. Auch den Port musst du dann nicht mehr der Adresse mitgeben. Die Software ist ja nicht anders als jeder andere Container oder eine Synology-App.
Ich hänge dir das entsprechende Ordner-Archiv inkl. Compose-File an. Dieses brauchst du nur entpacken und in den Ordner /docker kopieren. Dann erstellst du ein Projekt, vergibst den Namen, wählst den Ordner aus und benutzt das fertige Compose-File. Jetzt musst du nur noch im Editor deine DiskStation-IP oder Subdomain eintragen und der Container wird erstellt. Dann noch die 3 Befehle und fertig ist es. Das dauert keine 5 Minuten, inkl. Wartezeit bei der ersten Ausführung. Auch das Updaten und Installieren der Applikationen im Unifi-OS-Server funktioniert ohne Probleme. Ich sehe keinen Grund, warum man diese Software auf eine VM auslagern sollte. Neben mehr Leistung, Speicher und RAM ist auch die Installation komplizierter und Wartung aufwendiger.
@maxblank,
leider ist deine Antwort am Thema vorbei. Gefragt war, wie man die Software als Docker einrichtet bzw. hostet.
Abgesehen davon halte ich Navigio nicht für eine gute Quelle. Das liegt an den langen und nichtssagenden Videos, welche sich wie ein Kaugummi ziehen, sowie am ständigen Hypen von Portainer und MACVLAN. Dass dabei Sicherheitsmechanismen ausgehebelt werden, die Blocklisten sowie die Synology-Firewall nicht mehr greifen und ein Bypass gemacht werden muss, ist ein kleiner Teil seiner Falschaussagen, welcher er nicht erwähnt. Jedes Video hat immer irgendwelche mehr oder weniger wichtigen Fehler. Da er auch für die Hilfe und Einrichtung Geld nimmt, ist es schon sehr zweifelhaft, auf so einen Typen zu hören. Wer sich dort seine Anleitung, seinen Support oder seine Grundlagen herholt, sollte es lieber lassen. Ähnlich sieht es auch mit den Anleitungen von Marius aus, welche auch etliche Fehler haben. Es sollte mehr herausgestellt werden, dass diese beiden es nicht besser wussten und unbedingt Klicks generieren wollen, da beide einen monetären Hintergrund haben. Das gilt für die Synology- und Ugreen-Geräte gleichermaßen. Eine Einrichtung der Container mit den Herstellerapps überfordert wohl beide. Dabei haben gerade diese Lösungen kleine und feine Gimmicks, welche die Nutzung besonders für Anfänger erleichtern. Aber auch Fortgeschrittene kommen gut damit zurecht. Dazu müsste man aber wissen, was man macht.
MACVLAN sollte nur von erfahrenen Usern genutzt werden, die das System dahinter auch verstanden haben. Keine „einfache“ Anwendung braucht eine eigene IP. Das ist doch Denken aus den 80er und 90er Jahren. Docker sollte, wie es konzipiert ist, hauptsächlich im Bridge-Modus genutzt werden, notfalls auch im Host. Alle, die etwas anderes erzählen, haben doch keine Ahnung und sind genau auf solche YouTuber hereingefallen. Dann hält sich mein Mitleid aber bei einem Sicherheitsproblem oder Vorfall auch in Grenzen. Sie haben weder das System noch Docker verstanden, da es nur bebildert übernommen wurde. Dabei ist beides sehr gut dokumentiert. Auch die Verwendung von Ports ist nicht mehr zeitgemäß. Durch die Verwendung des Reverse Proxys der Wahl (gibt ja mehrere – ich nutze NPM) ist man weder auf die IPs noch auf die Ports angewiesen. Man nutzt einfach für jede Anwendung eine eigene Subdomain, wenn man mag, auch mit einem LE-Zertifikat. Diese Lösung kann sowohl intern als auch extern genutzt werden. Wer Software selber hosten will, kommt nicht an einem Reverse Proxy vorbei. Man sollte einen Schritt nach dem anderen machen und die Basics und Anforderungen dahinter verstehen. Wer abkürzt, wird früher oder später auf die Nase fallen.