RAID1-System; Ordner gelöscht - Datenrettung mit UFS Explorer Professional Recovery v9.18 - Welche Einstellungen?

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Losindus

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Hallo liebe Synology-Gemeinde,

ich habe eine DS224+ im RAID1-System laufen, also die Spiegelung zweier Platten (Jeweils 12 TByte-Platten, davon genutzt rd. 3,7 TByte; Dateisystem btrfs; Verschlüsselung aktiviert und Kennwort noch bekannt).

Nun habe ich versehentlich einen Ordner der NAS im Windows-Explorer gelöscht. Ich hatte leider keinen Papierkorb oder sonst noch was als Absicherung bisher genutzt auf der NAS, auch keine Snapshots und auch keine Backups (bitte keine Vorwürfe, bin Anfänger in der Sache und habe nun daraus gelernt). Daher muss ich nun versuchen, mittels einer Datenrettungs-Vorgehensweise nach verlorenen Daten auf der Festplatte zu suchen.

Dafür habe ich eine der zwei Platten aus der NAS ausgebaut und mittels eines USB-SATA 3.0 Adapters an den Laptop angeschlossen. Als Datenrettungssoftware nutze ich UFS Explorer Professional Recovery v9.18. Ich habe schon mehrere Scans gemacht, aber bisher wurde nichts gefunden; noch nicht mal die Partition wurde erkannt in der UFS Explorer Software: Es steht nur "Drive 1" und darunter eingerückt "Storage Partition".

Ich bilde mir ein, dass ich einfach nicht die richtige Einstellung in der UFS-Software genutzt habe. Kann wer hier unterstützen, welche Einstellungen ich vornehmen muss, damit ein Scan verlorene Daten findet? Es kann doch nicht sein, dass überhaupt keine einzige Datei gefunden wird.

Ich freue mich auf jede erdenkliche Hilfe und bedanke mich im Voraus für die Mühe.

Viele Grüße
Losindus
P.S.: Gerade lasse ich mit der Testverstion von EaseUS Data Recovery Wizard einen Tiefenscan laufen. Nach rd. 23 % auch hier noch keine Daten gefunden.
 
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Ich denke, hier müssen die Mitglieder helfen, die auch eine Volumenverschlüsselung haben. Ich denke ja,
Dateisystem btrfs; Verschlüsselung aktiviert und Kennwort noch bekannt
das hier die Volumenverschlüsselung gemeint ist, oder? Und ich vermute, das ist das Problem. Der Sinn der Volumenverschlüsselung ist ja, dass wenn die Platten OHNE die jeweilige DS benutzt werden, das Auslesen nicht möglich sein soll. Das Betriebssystem oder das Programm muss ja entschlüsseln und auch dazu in der Lage sein.

Ich bin eher einer, der eher abgeneigt ist, Volumenverschlüsselung einzusetzen. Aber ich bin hier einer der wenigen 😉. Jedoch, solltest du die Daten wieder bekommen, was mit Sicherheit nicht einfach wird, dann solltest du - auch wenn du es nicht hören willst - schon mit deinem nicht vorhandenen Sicherheitskonzept auseinandersetzen.
bitte keine Vorwürfe, bin Anfänger in der Sache
Das soll auch kein Vorwurf sein, aber man sollte sich vorher intensiv mit Sicherungen befassen. Und auch wenn man Neuling ist, sollte das keine Entschuldigung sein. Googeln oder in einem Forum fragen, kann man auch vor dem Kauf bzw. der Einrichtung. 😉 Also jetzt ist der Zeitpunkt genau richtig, sich mit Backups / Snapshots auseinander zu setzen und auch mit der 3-2-1 Regel. Das beugt Stress und grauen Haaren vor.

P.S. Seit 2011 im Forum und keinerlei Sicherheitsmaßnahmen aktiv? Dann liest du hier im Forum nicht oft mit, oder? Wir haben hier in letzter Zeit immer wieder Neulinge, wo es dann "brennt". Aber wenn du seit 2011 hier bist, warum bist du dann Neuling?

P.P.S. Hast du hier

https://www.ufsexplorer.com/de/feat...jHMrlMcd6wt6Syp8fnAdQ059RAsiXSz1i1Wp3DZpCFMz8

schon mal gelesen und scrollen bis "Entsperren eines mit Vault-basiertem LUKS verschlüsselten Synology NAS"? Aber mach langsam, nicht da du mehr kaputt machst, wie vorher.
 
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Ich persönlich würde, wenn die gelöschten Daten wichtig sind, nichts mehr anrühren und ein spezialisiertes Unternehmen kontaktieren.
 
Hallo Ronny,

besten Dank für deinen wertvollen Input!

Ja, ich bin seit Jahren hier Mitglied, aber tatsächlich nur für einen kurzen Zeitraum hier aktiv gewesen. Womöglich passt "fortgeschrittener" Anfänger besser zu meinem Kenntnisstand, aber Anfänger definitiv... alleine schon der "gruselige" Gedanke, dass ich nicht mal den Papierkorb in der NAS aktiviert habe, zeugt davon, dass ich noch ziemlich am Anfang meines Wissens darin bin. Jedenfalls sehe ich gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, seit dem ich mich mit der Sache beschäftige...

Den Vorwurf muss ich mir gefallen lassen, passt schon. Ich bin nun gerade dabei das Sicherungskonzept zu überdenken, weil ich da absolut nix gemacht habe. Ich beschäftigte mich seit Tagen nun mit dem Gedanken, wie ich es aufbaue, und habe die 3-2-1 Methode entdeckt; werde es wohl danach aufbauen.

Jedenfalls: Besten Dank für deinen wertvollen Input! Das lenkt mich wohl in die richtige Richtung zu denken. Dieser Hinweis, dass ich deswegen nichts finde, weil das Laufwerk komplett verschlüsselt ist, und ich daher erst der UFS-Software diesen Umstand mitteilen muss, hilft mir sehr, den richtigen Weg zu finden! Jetzt geht es darum, wie ich das der UFS-Software mitteile. Ich werde deinem Link nachgehen und berichten.

Besten Dank schon mal und nochmals!

Viele Grüße
Losindus
 
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Papierkörbe aktivieren, Snapshots aktivieren und entsprechend deinen Bedürfnissen einstellen und auch Hyper Backup nutzen sind die ersten Schritte. Du findest hier im Forum gaaaannnzzzz viel dazu 😉. Wenn du bei einer Einstellung "hängen bleibst" oder sie nicht verstehst -> fragen!!!

Mehr Tipps kann ich dir für den Moment nicht geben.
 
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Hallo Leute,

ich wollte mal mein Zwischenstand bzw. Fazit geben und gerne andere an meiner Lösung partizipieren lassen, für den Fall, dass ein gleiches Problem vorliegt:

Also mit UFS Explorer Professional Recovery und meiner verschlüsselten Festplatte bin ich nicht weitergekommen, obwohl ich das Passwort habe und die *.kreg-Datei der Synology. Beides ist notwendig, wenn man eine Platte aus der Synology-NAS ausbaut und z.B. mit einem USB-SATA-Adapter an den PC/Laptop anschließt und darauf mit z.B. UFS Explorer Professional Recovery eine Datenrettung vollziehen will.

Das Problem, zumindest für mich, ist, dass die Dokumentation von UFS Explorer Professional Recovery für mich nicht zielführend und nicht verständlich genug waren, und die Software für mich zumindest nicht intuitiv genutzt werden kann. ME muss man hier schon bereits guter Kenner der Datenrettung sein, um in der UFS Explorer Professional Recovery entsprechende richtige Einstellungen machen zu können. Nach etlichen erfolglosen Versuchen der Datenrettung/Scans hab ich es aufgegeben, mit UFS Explorer Professional Recovery an der am Laptop angeschlossenen Platte Daten zu retten.

Dann bin ich auf die Datenrettungssoftware EaseUS Data Recovery Wizard Pro gestoßen. Da kann man mit der kostenlosen Testversion nach Daten suchen, aber nicht wiederherstellen. Zunächst auch hier einen Scan durchlaufen lassen (was bei mir rd. 24 Stunden gedauert hat), aber zunächst auch nix gefunden, keine einzige Datei. Die Platte war auch hier am Laptop über den USB-SATA-3.0-Anschluss verbunden. Dann habe ich in EaseUS Data Recovery Wizard Pro entdeckt, dass man direkt auf eine in der NAS verbaute Festplatte zugreifen kann. Also hatte ich meine andere Festplatte, die noch in der NAS war (hatte ja ein RAID1 drin, also Spiegelung) mit EaseUS Data Recovery Wizard Pro angesprochen, und siehe da, beim Scan wurden etliche Daten gefunden; und das ohne umständlich irgendwas mit Passwort für die Entschlüsselung nutzen zu müssen. Um die gefundenen Daten wiederherzustellen, muss man halt eine Lizenz erwerben, was man direkt bei EaseUS machen kann (teuer) oder über Ebay sich offiziell eine kaufen kann (viel günstiger). So konnte ich meine Daten retten.

Da ich neugierig war, ob ich auch mit der anderen per SATA-USB-Adapter am Laptop verbundene Platte in der NAS nach Daten suchen kann, habe ich diese dann in die NAS auch als einzelne Platte eingebaut, so wie ich das mit der anderen Platte gemacht hatte. Aber hier konnte ich nicht mal mehr die NAS in Windows ansprechen, die Netzwerkadressen waren tot. Ob ich die Platte mit dem SATA-USB-Adapter am Laptop "geschrottet" habe oder ob ich was falsch gemacht habe beim Entnehmen der Platte aus der NAS, als ursprünglich noch beide Platten drin waren, kann ich nicht sagen. Es ist jedenfalls die Platte aus dem zweiten Einschub der NAS gewesen. Meine Einbildung war, dass egal welche der zwei Platten ich in die NAS in den Einschub I schiebe, beide Platten funktionieren, da es ja gespiegelte Platten sind.

Ich hoffe, ich konnte meinen Beitrag zu Wissenschaffung leisten.

Viele Grüße
Losindus
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann habe ich in EaseUS Data Recovery Wizard Pro entdeckt, dass man direkt auf eine in der NAS verbaute Festplatte zugreifen kann.
Nice. So EaseUS Data Recovery can scan SMB shares on the network.

Now don't forget to enable snapshots and the recycle bin for all important shared folders.
 
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@Losindus Danke für deine ausführliche Beschreibung. Ja, solange das NAS noch läuft, ist sicherlich ein Rettungsversuch bei "rein verschwunden" oder versehentlich gelöschten Dateien/Ordner so machbar. Aber es sollte ja eigentlich auch funktionieren, wenn das NAS halt nicht mehr geht oder nicht mehr im LAN erreichbar und per SMB auslesbar ist. Daher - wie schon gesagt - bin ich bei der Volumenverschlüsselung für solche Fälle hin und her gerissen.

Das in deinem Fall die Platte per SMB im NAS auslesbar ist/war, erklärt sich für mich einfach mit dem Sachverhalt, dass das NAS ja beim Hochfahren das Volumen entschlüsselt hat. Damit kannst du ja normal darauf zugreifen. Ob das nun per Windows Explorer oder einer Zusatzsoftware geschieht, ist dabei meines Erachtens egal. Wichtig war, dass die Entschlüsselung stattgefunden hat. Zum Schluss "Ende gut, alles gut".

Jetzt unbedingt die Sicherheitsvorkehrungen IM NAS treffen, dass du auch Daten wiederherstellen kannst, die versehentlich gelöscht werden. 😉
 
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Ausgebaut ist das beim wiederherstellen eines verschlüsselten Volumes schon ne ganze ecke schwieriger .
Da muss dann wirklich alles passen .

Aber hast ja nochmal glück gehabt und hast ja nun gelernt.
 

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