Synology oder Finger weg?

ham82

Benutzer
Mitglied seit
24. Juni 2020
Beiträge
1
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
1
Moin,

kurz vorweg ich bin im Grunde genommen auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau.

Und zwar bin ich mit noch einer Person ehrenamtlich in einer Hilfsorganisation tätig und verwalten dort "die IT". Wir nutzen aktuell ein kleines NAS von Buffalo auf dem vor allem Unmengen von Bildern und etwas Schriftverkehr gespeichert werden. Desweiteren haben wir einige Desktops und Laptops. Aktuell haben wir jeden User den es gibt lokal auf jedem Rechner ca. 10 eingerichtet und auch Outlook etc konfiguriert. Das möchten wir gerne los werden um den Zeitaufwand zu reduzieren. Heißt also AD-Struktur etc. pp.

Desweiteren haben wir aktuell eine Dokumentationssystem mit einer MS SQL Express DB auf einem der Rechner mit Win 10 laufen. Diesen würden wir gerne virtualisieren um den Rechner als solches sichern und schnell wieder zur Verfügung stellen zu können. Zumal die DB immens wichtig ist. Dazu natürlich am Besten auch noch ein virtueller Win 10 Client um dort die RSATs zu installieren und das AD verwalten zu können als Windows geschädigter ITler. Zugriff auf diesen dann per RDP.

Außerdem soll eventuell auch noch auf einem virtuellen Linux Client dauerhaft CheckMK laufen zur Überwachung.

Kann man das mit einer Synology machen und wagen? Wenn ja mit welcher? Sollte man davon die Finger lassen? Und wenn ja was wäre die Alternative?

Vielen Dank schon mal im voraus für die Hilfe!
 

Jim_OS

Benutzer
Mitglied seit
05. November 2015
Beiträge
182
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
16
Und wenn ja was wäre die Alternative?
Das ginge zwar mit einem (Synology) NAS, aber dessen ursprüngliche Aufgabe ist halt Daten zu speichern/sichern. Bei dem was Du so vor hast würde ich das mit einem Server realisieren. Gerade in Hinblick darauf wenn es in Zukunft ggf. noch mehr um Virtualisierung geht.

Eine "eierlegende Wollmilchsau" hast Du mit einen NAS auf keinen Fall. Das könntest Du wenn nur mit einem (Linux) Server realisieren.:)

VG Jim
 

Synchrotron

Benutzer
Mitglied seit
13. Juli 2019
Beiträge
1.327
Punkte für Reaktionen
14
Punkte
64
Knackpunkt aus meiner Sicht sind die Virtualisierungsanforderungen. Linux ginge ja noch, aber ein aktives Win10 ist schon ein Ressourcenfresser.

Bei Synology würde ich dafür nicht unter eine XS gehen, wenn eine virtuelles Win10 flüssig laufen soll. Dann tun sich natürlich gleich Alternativen auf, d.h. ein "richtiger Server" statt einem aufgebohrten NAS.

Mir stellt sich bei den Anforderungen allerdings die Frage, ob der Ansatz "wir schleifen die ganze Struktur 1:1 so rüber, wie sie gewachsen ist" zielführend ist. Ich denke, man könnte den Support für 10 User, einen Haufen Bilder und eine mySQL-DB durchaus auf einer Synology abbilden - dann aber mit den dort angelegten, vom DSM unterstützten Tools.

Das käme vermutlich deutlich viel billiger, wäre ähnlich leistungsfähig - aber es erfordert die Portierung bzw. Neuanlage der Struktur. Vorteil wäre, dass es Schritt für Schritt erfolgen könnte (da die Buffalo ja zunächst noch weiter laufen kann) und gleichzeitig mit dem Umzug Zukunftssicherheit für die nächsten 8-10 Jahre geschaffen werden kann.
 

TechX

Benutzer
Mitglied seit
02. Mai 2014
Beiträge
57
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
6
Desweiteren haben wir aktuell eine Dokumentationssystem mit einer MS SQL Express DB auf einem der Rechner mit Win 10 laufen. Diesen würden wir gerne virtualisieren um den Rechner als solches sichern und schnell wieder zur Verfügung stellen zu können.

.....
Zumal die DB immens wichtig ist. Dazu natürlich am Besten auch noch ein virtueller Win 10 Client um dort die RSATs zu installieren und das AD verwalten zu können als Windows geschädigter ITler. Zugriff auf diesen dann per RDP.
Lizenztechnischer Irrsinn - Win10 virtualisieren benötigt eine MDA-Lizenz (zu teuer).
Auch techn. gesehen ist sowas Unfug.

Aktuell haben wir jeden User den es gibt lokal auf jedem Rechner ca. 10 eingerichtet und auch Outlook etc konfiguriert. Das möchten wir gerne los werden um den Zeitaufwand zu reduzieren. Heißt also AD-Struktur etc. pp.
Wollt ihr Outlook loswerden oder die "Einzelkonfiguration"?

Wenn ihre eine AD-Struktur aufbauen wollt, Windows samt MS-Office verbleiben soll, dann nehmt ein MS-Server-Umbebung.

Und zwar bin ich mit noch einer Person ehrenamtlich in einer Hilfsorganisation tätig und verwalten dort "die IT".
Wenn ihr gemeinnützig seit, könntet ihr an "vergünstigte" Lizenzen kommen - das wäre zu prüfen.

Außerdem soll eventuell auch noch auf einem virtuellen Linux Client dauerhaft CheckMK laufen zur Überwachung.
Ehrlich gesagt - vergiss es mit Synology allein das lösen zu wollen - es wäre schlichtweg der falsche Ansatz.

Wenn ihr Outlook professionell einsetzen wollt, kommt ihr in dieser Ordnung kaum um einen Exchange rum - kann man selber hosten oder bei MS hosten lassen (vermutlich sogar der vernünftigere Ansatz, da ihr wohl weder Kapazität, noch Expertise für derlei Betrieb haben werdet).

Solltet ihr allerdings ohnehin eine cloudbasierten Ansatz suchen, dann ginge das inhouse-hosting besser mit entsprechender Server-HW.

Besorgt euch einen (besser 2) vernünftige Server, die für Virtualisierung ausgelegt sind - als Virtualisierer ginge Hyper-V, ESXi oder Proxmox.
Ich würde euch aber eher Proxmox empfehlen, da dieser sehr gut u. bequem verwaltbar ist (braucht keinen spez. Verwaltungsclient) und auch HA-Cluster günstig zu realisieren wäre.

Dort virtualisiert ihr mehrere Windows-Server für SQL, Terminal, AD,....

Für den Storage würd ich auf passende HW mit. TrueNAS setzen - dort könnt ihr sowohl Daten direkt ablegen, als auch spielend die virtuellen Maschinen sichern.

Das vorhandene NAS könnte als eines der Backupziele fungieren.

Hört sich jetzt vlt. etwas merkwürdig in einem "Spezial"forum an, aber eine derartige Umsetzung habe ich erst für meine Firma durchkalkuliert und deswegen auch so umgesetzt.
 

Wadenbeißer

Benutzer
Mitglied seit
10. Oktober 2018
Beiträge
142
Punkte für Reaktionen
1
Punkte
18
Hört sich jetzt vlt. etwas merkwürdig in einem "Spezial"forum an, aber eine derartige Umsetzung habe ich erst für meine Firma durchkalkuliert und deswegen auch so umgesetzt.
Finde ich nicht. Dafür sind doch solche Foren da. :)
 

McFlyHH

Benutzer
Mitglied seit
02. Januar 2014
Beiträge
93
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
6
Meine Antwort bei dieser konkreten Fragestellung:
Finger weg, aber von jedem NAS!
Ein NAS ist qua Defintion keine eierlegende Wollmilchsau und deshalb für deine Problemstellung nicht wirklich gut geeignet.
 

framp

Benutzer
Mitglied seit
19. Februar 2016
Beiträge
623
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
42
Website
www.linux-tips-and-tricks.de
Eine NAS ist primär ein dummer Datenspeicher. Auch wenn die NAS Hersteller noch so Dinge wie VM usw draufpacken ... es bleibt dumm. Das ist zu wenig für Deine eierlegende Wollmilchsau ...
 

Aevin

Benutzer
Mitglied seit
22. November 2010
Beiträge
1.056
Punkte für Reaktionen
4
Punkte
64
Abgesehen von Virtualisierung, sollte AD für mehrere Nutzer schon möglich sein mit einer NAS
Habe ich bei mir im privatem Umfeld auch so eingerichtet (mehrere PC's und Laptop's). Selbst mit Netzwerkprofilen (Alles Win 10) funktioniert es prima.

Also auf jeden Rechner separat 10 User einzurichten fände ich schon sehr weit über das Ziel hinaus geschossen, wenn man dies administrieren muss.