RS820+ oder doch die RS1219+ ?

ChiliApple

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Hallo,

ich brauch mal paar Meinungen für einen Neukauf.
Ich hab z.Z. eine DS414 welche in die Jahre gekommen ist und die ich gerne gegen ein RS Modell tauschen möchte.

Schrank steht im Keller und zum POE Switch würde eine RS gut passen, ich hätt auch gern etwas zukunftorientiertes (sofern man in der IT davon sprechen kann) d.h. mir ist ein 10GBit Anschluss oder die Möglichkeit wichtig, das bieten die neuen DS x20 leider nicht.

wenn man sich auf der Syno Seite den Vergleich der beiden RS ansieht, ist ausser 4 zu 8 Bay der Prozessor ein neuerer, bzw. DDR4 zu DDR3.
Ich würde gern die ein oder andere VM (natürlich einzeln) drauf laufen haben und frage mich ob der Unterschied von 2.4 / 2.1GHz und DDR3 zu DDR4 so stark spürbar ist, die technischen Spezifikationen DDR3/DDR4 sind mir bekannt, aber in der Realität ist es ja doch oft anders ...
Vorteil der 1219 wäre auch noch die 4 Bay + da könnte man SATA SSD Cache oder hin und wieder mal eine neue Platte dazu stecken.

Hat da jemand Erfahrung am NAS damit?
Preislich tun sich beide nicht viel, die 1219 ist auch schon wieder bissl älter.

Danke für Eure Meinungen.

bG Udo
 

Aevin

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Hi Udo,

ich kann jetzt keinen direkten Vergleich zwischen den beiden von dir genannten RS abgeben, aber ich kann dir was zur RS820+ sagen.

Vor kurzem habe ich mich auch mit dem Thema VM beschäftigt. Es funktioniert zwar, aber wenn du vor hast z.B ein Windows 10 System virtuell laufen zu lassen, wirst nicht all zu viel Freude dabei haben. Die Synos sind dafür einfach zu schwach.
Was du aber auch machen kannst, ist eine Erweiterungskarte (10GBit oder SSD-Cache) einbauen. Aber das weißt du ja sicherlich.
Ich werde mir eine M.2 Karte kaufen, wenn das Problem mit den SSD-Cache und der Lebensdauer der M.2 gelöst wurden ist.

Ansonsten 18GB einbauen und man kann das eine oder andere Docker-Tool sinnvoll nutzen. VM zwar auch, aber halt mit Geschwindigkeitseinbußen.

Gruß
Aevin
 
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DustFireSky

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Ganz ehrlich. Von den Versuchen eine Synology NAS als VM zu missbrauchen halte ich persönlich reichlich wenig. Gerade wenn du Modelle wie eine RS820+ oder die RS1219+ nennst. Ich weiß, das haben schon Leute mit kleinere Geräten versucht/gemacht... Überlege alleine mal, wie viel Geld die RS820+ kostet. Die kostet 900 Euro und die RS1219+ 1200 Euro. Da sind noch nicht mal Platten enthalten. Gibt es vielleicht auch billiger, habe nur das erstbeste Suchergebnis genommen...

Ich habe selber eine RS1219+, aber für einen VM Betrieb ist die absolut ungeeignet. Das ist auch normalerweise NICHT die Aufgabe eines NAS, gerade bei diesen Home-NAS-Enthusiasten-Serverschrank-Fanatiker-Geräten (Das ist nichts schlechtes :)) sollte man daran nicht so viele Gedanken verschwenden. Überlege mal, was du Dir für 1200 Euro für einen selbst gebastelten Rechner/Server bauen könntest, auch im Mini-Format. Den könnte man ja auch in den Serverschrank stellen und sich dann remote darauf einloggen und diesen steuern, wenn man denn will :D Der wäre 10 mal schneller, als das Synology NAS Teil. Das kannst du mir ruhig glauben.

Ich habe das nämlich genau andersherum gemacht: Mir einen ordentlichen Rechner gebaut für VM (Ryzen 9 3900X) und für alle Datei bezogenen Dinge dann das NAS eingebunden. Entweder als Netzwerkfreigaben für alle im Netz oder halt als iSCSI-Laufwerke für mich persönlich. Für was anderes kannst du die Dinger einfach nicht gebrauchen. Die sind ja schon ausgelastet, wenn du mal ordentlich über Netzwerk im SMB Multichannel kopierst. Wo will man denn da noch die VM unterbringen, wenn du schon beim übers Netz kopieren am Limit hängst? Ein Webserver ist vielleicht noch drin, aber dann musst du langsam anfangen zu beten und kannst schon dabei zusehen, wie die Datenübertragungen einbrechen, wegen mangelnder CPU Leistung :whistle:

Der Prozessor der RS1219+ ist ein 4-Kerner mit je 2.4 GHz (Veröffentlichung Q3'13). Erwarte mal nicht zu viel von dem armen kleinen Kerl :D Das Thema "VM" ist definitiv eine Nummer zu groß für ihn. Da wird vielleicht eine VM gerade so drauf laufen, solange nicht noch ein anderer in deinem Netz auf die Idee kommt "mal eben" ein paar Dateien zu kopieren oder sonstige Dinge des Systems zu beanspruchen. Versuche nicht etwas aus dem Teil machen zu wollen, wofür es nicht gedacht ist, denn sonst wirst du keine Freude daran haben.

Natürlich ist das nur meine bescheidene Sicht der Dinge. Du kannst ja machen, was du möchtest, nur bezweifle ich, das du am Ende damit wirklich glücklich wärst. Überlege Dir wirklich sehr gut was du machen willst.

Gruß
 

iLion

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Ich möchte mich DustFireSky bedingt anschließen. Tatsächlich virtualisiere ich auf meiner DS916+ seit etlichen Monaten Ubuntu Server Installationen. Mehr als zwei sind bei den beschränkten Ressourcen nicht sinnvoll möglich, da etliche Synology Paket auch noch laufen. Neben der CPU ist auch der eingeschränkte Arbeitsspeicher ein Problem. Die Stabilität dagegen ist ordentlich und stellt kein Problem da. Jetzt habe ich aber vor kurzem, ausgelöst durch ein Youtube Video, mir einen NUC i3 der 10. Generation zugelegt, eine kleinere M2 SSD und drei Ubuntu Server 20.04 in Proxmox VE installiert. Tut mir leid, aber das Ding ist der Synology haushoch überlegen was Geschwindigkeit angeht - und es ist nur der i3 um Erfahrungen zu sammeln. Es gäbe ja noch den i5 oder i7 mit bis zu 64 GB RAM. Und das wäre noch preiswerter als die großen DS oder RS.
Allerdings spielen Proxmox VE und das DSM wieder gut zusammen. Entweder bei der Bereitstellung von mehr Speicherplatz oder auch als Sicherungsziel für die Proxmox VE Maschinen. Ich habe zumindest den Plan und das Warten auf eine DS1620xs oder DS1621xs, wie sie erwartet wird, erst mal aufgehoben und bin mit der neuen Kombi bestens zufrieden.
 
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