NAS-Anfänger sucht Entscheidungshilfe: DS218, DS220j...oder ganz etwas anderes?

Guybrush_U_T

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Hallo Welt,

ich plane meine erste NAS zu erwerben, um meiner unübersichtlich werdenden Armee von USB-Festplatten Herr zu werden. Gleichzeitig möchte ich die Sicherheit gegen Datenverlust erhöhen und systematisieren. Ich hoffe Ihr seid so freundlich und könnt mir als blutigem Anfänger im Thema helfen.

Meine Ziele:
- Datensicherung ggü. Festplattencrash: Daten insbes. Fotos (bin Hobbyfotograf), aber auch div. Office-Dokumente sowie als PDF digitalisierte Dokumente/Scans...
- Komfort der Zugriffsmöglichkeit von verschiedenen Orten
- Möglichkeit zum Foto-Upload vom Handy
- Möglichkeit zum Musik- und ev. Videostreaming wäre ein schöner Bonus

Ich habe mich bereits durch zahlreiche YT-Videos, Artikel und Threads gewühlt und mir bisher daraus folgendes abgeleitet:

Ich bräuchte ein 2-Bay-NAS, in dem ich die Platten im RAID1 laufen lasse. Darüber hinaus würde ich über eine externe USB-Platte regelmäßig Backups ziehen müssen. Soweit korrekt/sinnvoll?

"Hochgeschwindigkeit" ist für mich kein muss, aber natürlich sollte ich schon einigermaßen flüssig durch einen Ordner mit RAW-Bildern blättern können.

Weitere Rahmen-Infos: Ich wäre Hauptnutzer des NAS. Meine Frau würde sicherlich auch auf die bereits bearbeiteten Fotos zugreifen und ihre Handy-Fotos uploaden wollen. Die 2 Kinder sind noch jung - da würde ich auf absehbare Zeit wohl nur den Upload von Handy-Fotos und ggf. das Audio-Streaming "gestatten".

Bei der Suche nach EInsteigergeräten war ich zunächst auf die DS220j gestoßen. Wäre die für das oben geschilderte Szenario adäquat? Beim Lesen bin ich auf das Thema "BTFRS" und Schutz vor "Datenverfall" (und ggf. Selbstheilung von Daten) gestoßen. Das würde die etwas teurere DS218 unterstützen. Aber: funktioniert/taugt der BTFRS allgemein (hier liest man viel pro&contra) und wäre das für mein Anwendungsszenario ein wirklicher Mehrwert? Lohnt der Kauf einer DS218 statt einer DS220j für mich? Oder sollte es für meinen Bedarf zwingend etwas Anderes sein? Mir ist klar, dass es "nach oben" immer mehr Funktionen etc. gibt, aber Kosten sind auch ein Faktor und ich möchte auch nicht mit Kannonen auf Spatzen schießen.



Ich würde mich über euren Rat sehr freuen!
 
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the other

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Moinsen,
Willkommen in der NAS Welt und im forum...
Für deine Zwecke würde die 220j vermutlich locker reichen. Das entspannte durchblättern von raw Daten wird ein wenig zäher als der Zugriff auf lokal gespeicherte Daten aber daren (am flutsch-Faktor) wird auch die 218 nichts ändern, schätze ich.
Ich würde trotzdem nicht zur j greifen sondern die paar Kröten mehr ausgeben.
 

Guybrush_U_T

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Hallo the other,
danke für Deine Einschätzung. Laut Signatur hast Du ja auch eine ds218. Hast Du schon mit BTFRS Erfahrungen gesammelt?
 

AndiHeitzer

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BTRFS ist eine feine Sache.
Da kann der einfache User (unter WIN) in seinem verbundenen Netzlaufwerk nach Vorgängerversionen suchen und diese selbständig wieder herstellen. Das spart dem Admin etwas Arbeit 😉
 

bfpears

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Hi und willkommen im Forum,
Ich selber habe mit BTRFS keine Erfahrung und habe eine 118.
Aber aus dem was man hier liest:
Ich würde BTRFS nicht wegen dem Datenverfall nutzen (die Meisten hier haben noch ext4, BTRFS Modelle gibt es auch erst seit ein paar Jahren) und Datenverfall war hier im Forum kein großes Thema. (soweit ich da gelesen habe)
Wie Andi schreibt für Versionierung mit Drive/DSCloud (oder wie die beiden genau heißen) kann man mit BTRFS viel Speicherplatz sparen.
Es gibt aber Berichte über schlechte Performance mit BTRFS bei der zB. DS_Photo und bei Datenbanken (mehr RAM geht erst bei den + Modellen)
Da zeigte sich auch das man mit mehr RAM auch in anderen Bereichen einen Performance Schub bekommt.

Rein Funktional kommen alle "aktuellen" DS infrage, aber ich glaube 512 MB RAM (220j) wird schnell knapp.

Ich persönlich würde auch lieber eine 2te externe Backup HDD anschaffen als mich auf ein RAID zu verlassen.

BF
 

Synchrotron

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Nach meiner Erfahrung würde ich nur eine DS nehmen, bei der man den RAM erweitern kann. Dann läuft die DS ganz anders, speziell bei mehreren Tasks (oft läuft auch noch etwas im Hintergrund).
Also eine + 18/20oder aus der 18er Serie eine play. Die Play ist besser für Medien (speziell Videos), die + ganz generell.
Mit einer j ärgert man sich schnell, weil man rasch an Grenzen kommt, und dann nicht erweitern kann. Als reines Datengrab z.B. für Backups ist die j ganz ok.
 

Guybrush_U_T

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Danke für das willkommen!

Ich würde BTRFS nicht wegen dem Datenverfall nutzen (die Meisten hier haben noch ext4, BTRFS Modelle gibt es auch erst seit ein paar Jahren) und Datenverfall war hier im Forum kein großes Thema. (soweit ich da gelesen habe)
[...]

Ich persönlich würde auch lieber eine 2te externe Backup HDD anschaffen als mich auf ein RAID zu verlassen.

BF

Gibt es zweifel daran, dass die "Datenselbstheilung" richtig funktioniert?

Meine Interesse gerade an diesem Punkt rührt daher, dass ich Unmengen von Fotos als RAWs und JPEGs habe, die zum Teil auch schon mal viele Jahre alt sind. Die rühre ich natürlich nicht dauernd an. Aber mein "Horrorszenario" wäre, wenn ich auf einmal das 15 Jahre alte Bild öffnen will, und die Datei ist "kaputt" gegangen.

Ganz früher hatte ich Bilder noch in Spindeln voller DVDs gesichert. Aber gerade diese Medien sind ja besonders anfällig für den Verfall. Daher hat sich bei mir mehr als ein halbes Dutzend externer HDDs (unterschiedlichster Größe) angesammelt, auf die ich zumindest Kopien von den RAWs und den bearbeiteten JPEGs mache (Die OOC-JPEGs sichere ich nur noch, wo ich keine RAWs habe - insbes. vom Handy). Die vielen HDDs, verschiedenste Modelle/Größen, sind - was das regelmäßige "Refreshen" der darauf befindlichen Daten angeht - recht unpraktisch. Die Hoffnung in Richtung BTRFS wäre, eine ordentliche Arbeitserleichterung zu haben. Das klassische Backup der Daten würde es bei mir natürlich nicht ersetzen. Aber ich kann ja auch nicht ewig alle alten Backups behalten. Und wenn ich eine bereits "verrottete" Datei sichere, hab ich auch nichts gewonnen. Sind meine Hoffnungen auf BTRFS da nicht realistisch?
 

Guybrush_U_T

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Nach meiner Erfahrung würde ich nur eine DS nehmen, bei der man den RAM erweitern kann. Dann läuft die DS ganz anders, speziell bei mehreren Tasks (oft läuft auch noch etwas im Hintergrund).
Also eine + 18/20oder aus der 18er Serie eine play. Die Play ist besser für Medien (speziell Videos), die + ganz generell.
Mit einer j ärgert man sich schnell, weil man rasch an Grenzen kommt, und dann nicht erweitern kann. Als reines Datengrab z.B. für Backups ist die j ganz ok.
Wäre dann die DS218 nicht besser als die Play? Kosten heute praktisch das Gleiche, aber die Play hat nur halb so viel RAM. Die + kosten hingegen gleich wieder ne Ecke mehr.
 

Synchrotron

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Beide 218 und 218play haben eine Realtek CPU, und der RAM ist nicht erweiterbar.

Leistung dürfte I.o. sein, upgraden ist halt schwierig. Für den Anfang sind sicher beide i.o., und besser als das „Sparbrötchen“ mit dem „j“.

Bei Bedarf an Videodecodierung die Play, ansonsten die 218.

Eine „+“ hat mit Intel CPU und erweiterbarem RAM einfach noch mal mehr Reserven, das muss man aber gegen den Mehrpreis bewerten.
 

Heimi75

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Guten Morgen Guybrush_U_T und übriges Forum,

Aus eigener Erfahrung würde ich als Kaufempfehlung ganz klar die 218+ geben. Auch wenn es etwas mehr Geld kostet, so ist man später doch flexibler, wenn man "grössere" Wünsche hat. Und die kommen, mit zunehmender Erfahrung unter Umständen schnell, wenn man sieht, was man alles für Möglichkeiten hat. Insbesondere, wenn bei der übrigen Familie die Ansprüche steigen :).
Meine Frau und ich haben gar keine Daten mehr auf den Computern, liegt alles auf der "Haupt-DS", in meinem Falle eine 718+ wegen der zwei LAN-Anschlüsse. Auf den Computern sind "nur" noch die Programme. Aber auch die werden auf unsere 218+ gesichert. Rauscht mal ein PC ab oder muss ersetzt werden, wird einfach die Sicherung wieder draufgespielt. Das ist das gute an Windows 10, das geht jetzt (OFF-Topic, ich weiss). Im Zusammenhang mit Drive haben wir unsere wichtigen Daten immer und überall verfügbar und Versionierung ist auch mit drin. Von den Apps wie DS Photo, DS Video, Synology Chat (Benutzen wir in der Familie als Whatsapp-Ersatz) und anderes ganz zu schweigen.
Auch empfehlen würde ich RAID1 oder SHR, steigt mal eine Platte aus, ist die andere trotzdem noch da und die DS verfügbar. Als Backup reicht eine externe HDD mit USB3. Wenn die Ansprüche höher werden, kann man sich immer noch eine kleine DS (allenfalls eine ältere aus der Bucht) als reine Backup-DS gönnen.
Wenn man grössere Sicherheit will, empfiehlt sich ganz klar die 3-2-1-Regel, die ich inzwischen auch umgesetzt habe. Dank dem und der Versionierung von Drive und Hyper-Backup hatte ich auch nie mehr Datenverlust!
Wie gesagt: Kaufempfehlung für die 218+ und eine externe Sicherungs-HDD, falls nicht schon vorhanden; Du wirst sehr zufrieden sein. Falls nötig, kannst Du später problemlos noch RAM nachrüsten. Du kannst natürlich jetzt auch eine 220+ kaufen (die kenne ich noch nicht), aber die ist halt noch ganz neu. Ich habe mir inzwischen angewöhnt, wenn die Zeitabstände zwischen den Modellen nicht zu gross sind, die letzte stabile Version zu kaufen. Hast weniger Ärger und grösseren Support.
Beste Grüsse

Heimi75
 
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