Hyper Backup Hyperbackup Rotationplan

unnamed

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Hallo Commuity,

bin absolut neu hier und ich weiß, es gab schon einige Threads hier, die sich mit dem Thema Hyperbackup beschäftigt haben.
Jedoch habe ich leider nicht so das gefunden, was ich so benötige. Falls es doch schon sowas gab, tut es mir wirklich leid.

Kurz das Szenario.

Innerhalb der Familie gibt es ein Gewerbe. Als Filestorage ist dort eine 718+ im Einsatz.
Als Backup gibt es nun eine 218+. Ich muss mich nun irgendwie damit auseinander setzen.

Ich möchte gerne, dass entsprechend ausgewählte Ordner/Dateien via Hyperbackup auf die 218+ gesichert werden.
Die Einstellung an sich läuft. Ich blicke aber so recht die Funktion mit der Rotation nicht.
Ich bin vermutlich wirklich zu doof und kriege den Knoten nicht gelöst im Kopf.

Aufgrund des Gewerbes, müssen gewisse Daten 10 Jahre lange sicher aufbewahrt werden.
Ich habe heute ein Full-Backup einmal gemacht.

Was ich nun gerne hätte ist folgendes: (um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, ob das so Sinn macht)
1Tag mit stündlicher Sicherung
2 Woche mit täglicher Sicherung
1 Monat mit wöchentlicher Sicherung
1 Jahr mit monatlicher Sicherung
und so recht weiß ich nun nicht weiter... irgendwie muss ich ja sicherstellen, dass die Daten auf jeden Fall 10 Jahre lang abrufbar sind.

Wie genau müsste das insgesamt eingestellt werden? Oder hat jemand einen besseren Backup Plan?
Natürliche spielt die Festplattenkapazität auch eine Rolle.
Aktuell handelt es sich um 500Gb Daten aber wächst natürlich auch.

Ich hoffe mein Anliegen ist Verständlich :)

Über konstruktive Anregungen wäre ich echt dankbar.

Viele Grüße
 

luddi

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Hallo,

und so recht weiß ich nun nicht weiter... irgendwie muss ich ja sicherstellen, dass die Daten auf jeden Fall 10 Jahre lang abrufbar sind.

Ein Backup ist in dem Sinne keine Archivierung. So lange die Daten auf dem produktiven System (DS718+) vorhanden sind, so sind sie auch nach 10 Jahren noch weiterhin erreichbar.
Sollte das produktive System ausfallen oder es einen Datenverlust geben, so kann man auf das Backup des anderen Systems zugreifen um die Daten wieder herzustellen.

Wenn aber Daten gelöscht werden auf dem produktiven System, dann werden diese auch bei der nächsten Backup Routine gelöscht. Jedoch behält die Rotation weiterhin ältere Daten. Dies hat den Grund falls etwas ungewollt gelöscht wurde, so wird dies auch aus dem neuesten (letzten) Backup Zeitpunkt auch gelöscht. Wenn man aber bemerkt dass man diese Datei doch benötigt, so hat man die Möglichkeit durch die Rotation einige Zeitpunkte zurück in die Vergangenheit blicken um diese Datei herstellen zu können.

Ein Backup ist somit kein Archivierungsmechanismus.

--luddi
 

unnamed

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Hi,

danke für die Antwort.
Hättest du einen alternativen Vorschlag? Archivierung würde hier wohl wirklich Sinn machen. Gibt's da auch was sinnvolles?

Wie würdest du bzw ihr, denn aber so ein Backup Plan machen?


Viele Grüße,
 

luddi

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Anders gefragt:
Kommt es tatsächlich vor (bzw. ist das die Vorgehensweise), dass ihr Daten auf dem produktiven System löscht wenn ihr sie mindestens 10 Jahre vorhalten möchtet?

Es ist gut ein Backup vom gegenwärtigen Stand zu haben. Aber die Daten die 10 Jahre bestand haben sollen, werden hoffentlich nicht vom produktiven System gelöscht und man verlässt sich auf das Backup. Was wäre im Fall eines Crash am Backup System?

--luddi
 

unnamed

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Du hast schon recht.
Die Daten sollen nicht vom produktiven System gelöscht werden. Es ging eher darum, dass wenn aus Versehen etwas gelöscht wird, man auch ein Backup hat von vor paar Jahren. Es ist aber nicht explizit gewollt Daten zu löschen und ausschließlich aufm Backup System vorzuhalten. Hab mich wohl falsch ausgedrückt.
 

luddi

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Okay dann sind wir uns somit über die Aufbewahrung einig.

Wenn man etwas gelöscht hat und bekommt es nicht mit, ist das sicher ein Problem.

Man kann über Hyperbackup sicher eine intelligente Definition erstellen damit die letzten 10 Jahre (zumindest x Versionen) behalten werden. Damit habe ich selbst aber keine Erfahrung.

Was man zusätzlich bei vorhandenen Backups machen kann, ist die "Sperre" von vorhandenen Backup Snapshots. Diese werden dann durch die Rotationsregeln nicht gelöscht werden. Hier könnte man dann von jedem Kalenderjahr ein Backup Zeitpunkt sperren. Dies müsste man aber manuell machen und auch pflegen.

syno-backup-version.png

Zusätzlich wäre eine weitere Möglichkeit auf eine "Snapshot Replication" zu setzen in Kombination mit dem btrfs Dateisystem.

--luddi
 

unnamed

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Das mit dem "Sperren" hört sich sehr gut an. Muss ich mir mal anschauen. Aber eine Sicherung pro Kalenderjahr, die nicht überschrieben wird, warum nicht.
Welche Rotation Einstellungen würdest du oder auch andere speziell empfehlen?

Bin hier leider echt ein Anfänger drin und bin unsicher, was sinnvoll ist.
 

RichardB

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Unser Rotationsplan für die 218+ und die 1019+ ist folgendermaßen:
Tägliche Sicherung auf die 418play mit 30 Versionen. Danach wird die älteste Version rotiert.
Version 30 wird vorgehalten (= Monatssicherung/Monatsabschluss)
Die letzte Monatssicherung wird ebenfalls vorgehalten (= Jahressicherung/Jahresabschluss). Der Rest wird rotiert.
Von der Jahressicherung werden 10 Versionen behalten.

Bei den externen Backups gibt es 3 Sets mit je 7 Versionen, die rotiert werden. Ergibt also insgesamt 21 Versionen. Auf einem vierten Set werden die Monats- und Jahressicherungen nach dem Sicherungsplan der 418play vorgehalten. Das ist einfach bequemer und benötigt weniger externe Platten.

Bezüglich der Archivierung bin ich bei @luddi. Ein Backup ist nur bedingt ein Archivierungssystem. Daten, die am Produktivsystem nicht mehr benötigt werden, die aber abrufbar sein müssen, landen auf der 1019+.

ps: ein stündliches Backup würde ich mir ersparen, es sei denn die Prodiktivdaten ändern sich so rasant, dass das wirklich erforderlich ist.
 

unnamed

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Danke bis hierher.
Wäre jemand bereit seinen Rotationsplan als Beispiel hier wirklich mal zu Posten?
Bin mir immer noch unsicher wie die einzelnen Punkte zu verstehen sind.
 

NormalZeit

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. . . ein stündliches Backup würde ich mir ersparen, es sei denn die Prodiktivdaten ändern sich so rasant, dass das wirklich erforderlich ist.

Sehe ich auch so. Und wenn das wirklich erforderlich sein sollte, würde ich das eher über Snapshots lösen.
 

unnamed

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OK verstehe ich.
Aber wie muss man die Werte einstellen, dass er eine tägliche Sichtung, dann wöchentliche, monatliche und jährliche? Ich weiß, ist keine Archivsystem.
Ich blicke bei den Einzelmöglichkeiten nicht so durch.
Wie habt ihr denn konkret (Screenshot) euren Rotationsplan konfiguriert?
 

Simon88

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52 wöchentliche
12 monatliche
3 jährliche

Man hat also die täglichen Snapshots der letzten 2 Monate + (1 pro Woche + 1 pro Monat + 1 pro Jahr - relevant für die Zeit, ab dem die 60 täglichen wieder automatisch nach und nach gelöscht werden).
Aber Achtung, je nach dem wieviel Daten ihr habt und wie groß diese sind, kann das den Speicherplatzbedarf um das 4-5-fache der Rohdaten erhöhen.

Ist also alles eine Frage des verfügbaren Speicherplatzes, wo man hier das Limit setzt.
Man kann natürlich auch erst testen bis die Platte fast voll ist und dann einzelne oder die ältesten Snapshots löschen, das dauert ja nicht so lange im Vergleich zu anderen Lösungen. Bei Hardlinkbackup und USB-Festplatten dauerte das früher je nach Sicherung bereits für eine Stunden.

Anzuraten wäre noch GMT +0 da die Verzeichnisse sonst wegen Sommer- und Winterzeit (GMT+1 bzw. GMT +2) dämlich in #snapshots sortiert sind.
 
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micaleum

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Hallo unnamed,

ich unterstelle mal das die DS permanent laufen und in der Nacht nicht produktiv bist. Du kannst dann in HB mehrere Jobs anlegen die zu einer bestimmten (Nacht-)Zeit die Backups erledigen. Ergänzend dazu sollte die Funktion "Papierkorb" nur für Administratoren aktiviert werden; sollte dennoch etwas gelöscht worden sein, kann man es aus dem Papierkorb wieder herstellen.

Ich persönlich nutze folgende Strategie:
a) -1- tägliches Backup; Mo - Fr; Zeit: 12:15 Uhr; Job: NAS001_d; gesichert: Volume1\Netbackup\daily
b) -1- wöchentliches Backup; jeden Sa; Zeit: 12:15 Uhr; Job: NAS001_w; gesichert: Volume1\Netbackup\week
c) -1- monatliches Backup; jeden So; Zeit: 12: 15 Uhr; Job: NAS001_m; gesichert: Volume1\Netbackup\month

Alle 3 Varianten beinhalten zudem die Integritätsprüfung und werden durch einen anderen Job routinemäßig am WE dann auf ein anderes NAS gesichert und um es auf die Spitze zu treiben von dort mit einem neuen Job auf eine externe HDD gespielt.

Ich hoffe etwas Dir damit geholfen zu haben :)
 
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NotYet

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@Simon88 Eine Frage zu Deinem Plan...
ich verstehe die Vokabeln in der SynoHyperBAckup nicht wirklich...
Wenn im Benutzerdefinierten Plan nach "von der frühesten" gesprochen wird... was bedeutet das?
Wie wären Deine Eingaben den hier wohl einzutragen?
Für ein Beispiel wäre ich Dir dankbar...
1614068627751.png
 

Fusion

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Früheste == älteste bzw erste Sicherung.
Da behält er pro Woche 1 Version.
Für die letzten 30 Tage behält er eine täglich und vom aktuellen Tag pro Stunde eine.

Wie viele Versionen das werden und wie weit diese in die Vergangenheit reichen hängt jetzt davon ab welche Zahl du für die maximale Anzahl an Versionen vorgegeben hast.

Welchen Plan willst du genau umsetzen?
Wenn du konkret schreibst welche Versionen du haben willst kann man dir die konkreten Einträge nennen und muss sich kein Beispiel aus den Fingern saugen.
 
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Welchen Plan willst du genau umsetzen?
Wenn du konkret schreibst welche Versionen du haben willst kann man dir die konkreten Einträge nennen und muss sich kein Beispiel aus den Fingern saugen.
Hej Fusion,
ich wollte das Beispiel von Simon88 "umgeschlüsselt" haben...

0 stündliche
60 tägliche
52 wöchentliche
12 monatliche
3 jährliche

Den Rest kann ich mir dann ableiten...
Da habe ich mich wohl zu unverständlich ausgedrückt. Sorry und trotzdem Danke für Deine Hilfe...
HG
 

Simon88

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Hallo NotYet, mein Beispiel war für Snapshots - HyperBackup nutze ich nicht. Wollte dir einfach ein paar Zahlen für "Rotation" geben, die bei mir seit Jahren laufen. Da sich hier und da bei mir aber auch große Dateien ändern ~xxx GB - hatte ich nach 3 Jahren ca. 5-6 fache Datengröße als Backupbedarf, trotz Snapshots.
 
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@Simon88 Ich danke Dir trotzdem für Deine Antwort.... Dann bin ich ja etwas beruhigt, dass ich Deinen Plan in HyB nicht so umsetzten konnte. Hatte schon an mir gezweifelt .... ;-)

@Fusion
Wärst Du evt. so freundlich und könntest Du mir den Plan von Simon88 auf HyperBackup Umschlüsseln? Zumindest in ähnlicher Form?
Momentan steht es bei mir auf Smart (50)...
So hatte ich es Anfang des Jahres eingestellt um überhaupt mal zu schauen, was das System so anlegt... Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich den Smartplan nicht wirklich verstanden und beim Benutzerdefinierten verstehe ich die verwendeten Begrifflichkeiten nicht. Warum kann man die Abfragen nicht so machen, dass man einen Plan wie Simon88 ihn notiert hat eintragen kann. Das wäre für eindeutig...
Ich würde mich freuen, wenn Du mir etwas "Licht" geben könntest...
Danke im Voraus.
 

Fusion

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Da gibt es zwei Möglichkeiten :

Maximale Versions Zahl glaube um die 102 oder so (einfach ausprobieren und den angegebenen Zeitstrahl unten beobachten).

Benutzerdefinierter Aufbewahrungsrichtline (Dauer + Intervall)
3 Jahre.... 1 Jahr
1 Jahr.... 1 Woche
2 Monate.... 1 Tag

Oder

Von der frühesten.... 1 Jahr
1 Jahr.... 1 Woche
2 Monate.... 1 Tag

Aufzählung wie '60 tägliche 52 wöchentliche 12 monatliche 3 jährliche' sind auch ungewöhnlich, weil sich die verschiedenen Zeiträume extrem überschneiden bzw teilweise redundant sind.
Bsp 12 monatliche sind in 52 wöchentlichen Sicherungen schon enthalten, nämlich jede vierte wöchentliche Sicherung.

Am Ende ist aber nicht interessant was wir vorschlagen, sondern was sinnvoll für deine Daten und dein Bauchgefühl ist.
Also wie groß / kleine die Dateien sind, wie viele, wie oft die sich ändern etc.
Macht z.b. Wenig Sinn eine Datei die sich nur einmal pro Jahr oder nie mehr ändert jeden Tag zu sichern. Speziell letzteres ist eher ein Fall für ein Archiv als für ein regelmäßiges Backup.
 
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Am Ende ist aber nicht interessant was wir vorschlagen, sondern was sinnvoll für deine Daten und dein Bauchgefühl ist.
@Fusion
das ist mir schon klar. Aber wenn ich überhaupt einen Anhaltspunkt habe, dann kann ich mir den Rest herleiten... Mir ging es um das grundsätzliche Verstehen und den Rest muss ich mir überlegen, dass ist schon klar und ok.

Ich Danke Dir trotzdem sehr für Deine Hilfe und Gedanken.
Ich mach mich mal auf den "Weg"... ;-)

HG
 
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