Einschätzungen zu erster NAS Konfiguration: Drive & Benutzer/Gruppen

NAShörnchen

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Hallo zusammen,
nach einigem Herumspielen mit dem ersten NAS (DS220+mit 1x 6TB) habe ich eine Erstkonfiguration die mir praktikabel für den täglichen Betrieb erscheint. Allerdings würde ich gerne bevor ich damit "live" gehe, die echten Daten aufspiele etc. nochmal gerne Meinungen und Einschätzungen einholen.

Use Case: Gemeinsame Datennutzung im lokalen Netz und außer Haus/offline von 2 Personen + Backup sämtlicher Dateibestände. Perspektivisch Nutzung von Photos/Audiostation. Fokus auf Daten- und NAS-Sicherheit. Mehrere Geräte und OS im lokalen Netz (Win/MacOS/Ubuntu, Android/IPhone).
  • NAS wird nur lokal betrieben. Kein Quickconnect, VPN etc.
  • Backup wird wöchentlich auf eine externe USB 6TB Platte erfolgen, die nur dafür angeschlossen wird. Perspektivisch wird dies durch eine weitere externe USB Festplatte ergänzt die dann außer Haus gelagert wird.
  • NAS Benutzer:
    • Admin User deaktiviert, anderer Benutzer wurden Admin Rechte eingeräumt, der entsprechende Account wird nur zur Konfiguration benutzt. Guest ebenfalls deaktiviert.
    • Sonstige Accounts: Person 1, Person 2, User für TimeMachine-Backup, User für Netzwerkscans, User für Audiostation + X (weitere zukünftige "funktionelle Accounts" mit jeweils nur einer Aufgabe/Ordner-Freigaben nur dafür).
  • NAS-Ordnerstruktur
    • home/homes: persönliche Dateien von Person 1/2
    • Gemeinsame Dateien: Aktive Projekte aka "Schreibtisch"
    • Gemeinsame Dateien: Archiv (hier werden die aktiven Projekte regelmäßig wegsortiert und hierbei nochmal ausgedünnt/geordnet)
    • Scans: für Netzwerk-Scans von einem Multifunktionsgerät
    • Music/Photos/Video: von den enstprechenden Apps
    • Backups: für Endgeräte Backup (mit Unterordnern für Time Machine, und selektive Android/andere Endgeräte-Sicherungen)
  • Allgemein: Zugriff via Drive/anderer Pakete bzw. Clients oder SMB/AFP.
Meine Pläne:
  • Zwecks täglicher gemeinsamer Datennutzung und Synchronisierung nach offline Änderungen werden per Drive die persönlichen home-Order, gemeinsame Ordner (aktiv + Archiv) und Scans auf den entsprechenden Endgeräten eingebunden. ( = viele kleine Office-Dokumente etc.)
  • Andere Ordner (Music/Photos/Videos) werden bei Bedarf entweder per Netzlaufwerk (also nur lokal verfügbar) oder via den entsprechenden Paketen (Photos/Audio/Video Station) eingebunden/bearbeitet.
  • Alle NAS Inhalte werden regelmäßig auf die externe USB-Festplatte kopiert
  • Status Quo: Konfiguration von oben und Ordner sind entsprehend angelegt, Drive-Clients installiert und mit Dummy-Daten getestet. Time-Machine-Backup getestet. USB-Backup habe ich noch nicht getestet.
Meine Fragen
  1. Konfiguration/Ansatz so in Ordnung?
    1. Verbesserungsmöglichkeiten für eine sichere Konfiguration? Da nur lokale Nutzung, habe ich unter Konnektivität (Quick Connect, Externer Zugriff, Netzwerk, DHCP-Server, Sicherheit) bisher nicht viel geändert.
    2. Benutzer-Setup in Ordnung? Gruppen habe ich bisher ob der überschaubaren Useranzahl ignoriert. Oder gibt es da sinnvolle Nutzungmöglichkeiten?
  2. Empfehlungen für alltägliche Nutzung
    1. Ordnerstruktur praktikabel? Habt ihr noch "best-practice" für die angedachte Nutzung?
    2. Auf die Drive Ordner „Für mich freigegeben“ habe ich bisher verzichtet. Das wäre ja nur relevant, wenn Person 1, Person 2 etwas freigeben wollen würde. Funktioniert das auch lokal? Wäre aber auch dann unsicher, ob das sinnvoll ist, da ich annehme, dass alles in den gemeinsamen Ordnern bearbeitet wird. Die Freigabe-Option erscheint derzeit auch nicht bei Person1/2, da im Server nicht aktiviert.
  3. Paketfragen
    1. Drive
      1. Sollte ich bei der Drive-Konfiguration noch etwas speziell beachten? Bisher habe ich einfach bei allen mit 2-Wege-Sync gearbeitet.
      2. Indizierung ist derzeit aus. Frisst das viele Resourcen?
      3. Dateiversionskonflikt: Derzeit wird bei allen Clients die zuletzt geänderte Version behalten. Das ist meinem Verständnis nach die sinnvolle Konfiguration, falls jemand offline Daten ändert und dann im Heimnetzwerk entsprechend synchronisiert werden soll. Korrekt? Was wäre denn der Use-Case für "Version auf dem Server behalten"?
      4. Die Einstellungsoption für die "neue Verknüpfung einer Synchronisierungsaufgabe" erscheint mir für einen seltenen Fall zuzutreffen: Drive-Client wird deaktiviert/gelöscht und in der verbleibenden lokalen Ordner-/Dateistruktur wird gelöscht und danach wieder eine neue Drive-Client Verbindung hergestellt. Oder tritt das im alltäglichen Betrieb auch auf andere Situationen zu? Bisher habe ich "Lokal gelöschte Dateien werden erneut vom NAS abgerufen" gewählt.
      5. Technische Verständnisfrage: Was machen die Drive-Clients eigentlich außerhalb des lokalen Netzwerkes, z.b. wenn man in anderen Netzwerken verbunden ist? Fragen die quasi konstant ab, ob die lokale IP/NAS-Gerätekonstellation vorhanden ist?
    2. Die USB-Backups am besten mit Hyper Backup, oder ein anderes Paket?
    3. Bisher liegt der Time-Machine-Ordner auf oberster Ebene. Weiß jemand Mac-erfahrenes zufällig, ob das Time-Machine-Backup auch in Unterordnern funktioniert (so wie oben angedacht?)
    4. Wenn man mobil aufgenommene Foto-/Videodateien (iPhone & Android) regelmäßig im lokalen Netzwerk automatisiert auf das NAS schieben will, was wäre hier das richtige Ansatz)? Drive-Client-Datensicherungsaufgaben?
Sorry, sind jetzt doch etwas mehr Fragen geworden - aber alle relativ simpel, hoffe ich. Vielen Dank vorab! Ich hoffe nach Eurem Feedback mit gutem Gefühl in das letzte Fine-Tuning und dann die alltägliche Nutzung starten zu können :)
 

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Moinsen,
auf die Schnelle eins, zwei Antworten/Bemerkungen:
Fokus auf Daten- und NAS-Sicherheit.
Firewall aktiv und eingerichtet? Dazu habe ich nix bei dir gelesen...

USB-Backup habe ich noch nicht getestet.
Hast du noch keinen Test? Würde ich vorher mal machen, denn das ist elementar wichtig.

Zu drive: keine Ahnung, da keine Erfahrung.

Die USB-Backups am besten mit Hyper Backup, oder ein anderes Paket?
Ja, würde ich mit HyperBackup (oder alternativ Ultimate Backup) machen.

Wenn man mobil aufgenommene Foto-/Videodateien (iPhone & Android) regelmäßig im lokalen Netzwerk automatisiert auf das NAS schieben will, was wäre hier das richtige Ansatz)? Drive-Client-Datensicherungsaufgaben?
Wenn du drive nutzen willst...es gibt für den reinen Sync-Prozess auch andere Apps (zB foldersync, andere)

;)
 
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NAShörnchen

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Dank dir für die Hinweise!

Jetzt wo ich von dir weiß, dass HyperBackup eine gute Wahl für das Backup per USB-Festplatte ist, werde ich es genauer ansehen, einrichten und testen :)

Die Firewall ist aktiv und nach diesem Schema lokaler Zugriff erlaubt und alles andere abgewiesen. Ich habe als IP-Range alles von 1-99 angegeben. Außerhalb dieses Bereiches scheint die Fritz-Box nicht zu vergeben. Frage mich, ob ich vll. feste IPs für alle Geräte im Netzwerk vergeben sollte. Dann könnte ich die Range vll. nochmal auf 1-10 eingrenzen o.ä.
 

NAShörnchen

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Kurzes Update: Alle Drive-Fragen wurden gelöst, Sync läuft gut - alles prima.

HyperBackup habe ich nun auch getestet, das funktioniert ebenfalls sehr gut.

Für das Backup von mobil aufgenommenen Fotos/Videos scheint die DS File App ganz gut. Ist zwar kein 2-Wege-Sync, aber für ein einfaches rüberschaufeln aufs NAS sobald im heimischen Netzwerk ist es gut.

So langsam kann es an den Produktivbetrieb gehen.

Ich werde denn die Gruppeneinstellungen weiterhin ignorieren und nur mit Usern arbeiten - es sei denn, jemand hat noch Ideen für sinnvolle Nutzungmöglichkeiten trotz der geringen Useranzahl.