Daten schützen

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user4827

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Hallo Leute, ich habe da eine kuriose Frage wegen der vielen schweren Unwetter in NRW.

Ich wohne in einem Bereich wo seit geraumer Zeit fette Gewitter sich austoben. Jedes Mal wenn das Gewitter zu nahe kommt und die Blitze die nicht unweit vor unserem Haus runtergehen, die mache mir Sorgen wegen der Daten in meiner NAS.
Zwar hängt da ein Blitzschutz bis zu 26 000 A dazwischen, aber das Kabel was an der Fritz Box hängt und somit auch am Netz, sollte ich das besser von meiner NAS trennen?

Hier im Umkreis, in naher Umgebung haben wir schon sehr viele Fälle von Überspannung Schäden.

Also wie mache ich es richtig? Oder wie macht ihr das?
 
Sicher gehen kannst du nur, wenn du eine galvanische Trennung machst, also konkret heißt das: Stecker ziehen, und zwar alle! Manches lose Kabel kann durchaus als Antenne fungieren und eine Spannung induzieren.
 
Ist vielleicht eine blöde Frage gewesen, aber nach dem gestrigen Abend wo selbst das Telefonieren per Mobil und Festnetz nicht möglich war, da Verbindung nach jeden Blitz abgebrochen, da kommen einen die Sorgen hoch.

Danke dir Puppetmaster für die Information. Bisher habe ich mich auf den Blitzschutz an der Stromleiste verlassen und nun werde ich mal alle Stecker ziehen und mein SYN vom Router trennen. Sicher ist Sicher!
 
Das macht man ganz einfach: Kabel zwischen Router und DS nicht abgeschirmt nehmen.

Wir haben hier in CH sogar einen Provider, der es strickt verbietet Geräte mit einem abgeschirmten anzuschliessen.
 
Der Sinn erschließt sich mir jetzt aber nicht so ganz. Was soll das Weglassen der Schirmung groß bewirken? Spannungen können auch in die Adern induziert werden.
 
ja können, aber das macht nichts, weil die Spannungen drauf common mode sind und löschen sich somit aus. Adern haben ja keinen Bezug zu irgendeiner Masse, sind am Schluss ja galvanisch kurzgeschlossen und sind auch nicht mit dem Gerät verbunden. Ein Puls auf so einem Kabel wird an beiden Enden kurzgeschlossen, es gibt ja keine galvanische Verbindung zu den Geräten.
Schirm hingegen hat eine Verbindung zu den Geräten, vorausgesetzt es ist wirklich auch an der Buchse angeschlossen, was mittlerweile immer weniger der Fall ist.
 
Weder mein Router noch meine DSen sind geerdet und haben somit auch kein Referenzpotential. Spielt da also keine Rolle.

Dennoch kannst du auch rein mit statischer Aufladung Elektronik zerstören, Schirmung hin oder her.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, die elektromagnetische Induktion von Spannungen in Leiter ist eine Variante, wie man sich Überspannungen "einfangen" kann. Da kann man nicht viel machen, außer Kabellängen kurz halten und ggf. Stecker ziehen.

Die andere Variante sind Potentialdifferenzen in verschiedenen Netzen, also z.B. Stromnetz und "Telefonnetz". Mit dem geschirmten Patchkabel baut man sich eine wohl vergleichsweise niederohmige zusätzliche Verbindung auf, z.B. zwischen Fritzbox und NAS. Wenn der Blitz "ins Telefonnetz einschlägt", ist die Fritzbox vorne eh nicht zu retten. Man möchte dann aber nicht noch eine niederohmige Verbindung weiter ins restliche Netzwerk haben. Ein paar kV kann eine Netzwerkkarte auf den Datenleitungen ja ab.

Man neigt ja immer dazu, möglichst immer alles gut geschirmt zu verkabeln, aber an manchen Stellen sind geschirmte Kabel eher kontraproduktiv. Auch wenn man sein Netzwerk etwas größer über räumliche Distanz aufbaut, sollte man das Thema mit den Potentialdifferenzen immer im Hinterkopf behalten. Stelle das selbst fest, dass ich da auch allein schon in meiner Wohnung noch ein paar Defizite habe ... hmm, doch mal das Projekt "Glasfaser-Backbone" umsetzen? :D
 
ja, das ist oft so, aber man weiss es nicht immer. Netzteile sind zwar Schaltnetzteile wie üblich, aber nicht alle sind wirklich Massefrei am DC Ausgang. PC sind sehr oft an Masse zum Bsp und wenn ein Switch oder Router die Abschirmung verbindet, dann ist halt alles auf Masse Potenzial bezogen. Auch mein Notebook ist via sein externes Netzteil an Masse und somit auch der Schirm der eingebauten LAN Buchse. Schon damit könnte ich natürlich den Rest eines Netzwerks erden. Mein Switch hat die Abschirmung verbunden und somit ist nicht mehr alles potenzialfrei.

Mein Provider Router ist zwar an Masse, die LAN Buchsen sind damit jedoch nicht verbunden.

Der spezielle Provider verwendet einerseits Koax (Schirm geerdet) und teilweise sogar Lan Kabel mit Schirm.
Die wollen unbedingt verhindern, dass irgendwelche Spannung aus der Hausverkabelung an ihren Anlagen liegen und vielleicht wollen sie auch Kunden vor Schäden aus vielleicht Blitzeinschlägen in der Gegend schützen.
 
Man neigt ja immer dazu, möglichst immer alles gut geschirmt zu verkabeln, aber an manchen Stellen sind geschirmte Kabel eher kontraproduktiv. Auch wenn man sein Netzwerk etwas größer über räumliche Distanz aufbaut, sollte man das Thema mit den Potentialdifferenzen immer im Hinterkopf behalten.


ja, da spricht ein Fachmann Leute!

Bei grossen Hausinstallationen den Schirm an einem Ende mit Messer durchtrennen, sonst sind die Servicetechniker dauernd am rennen.
Besonders 'unabhängige' und vermeintlich potenzialfreie Netze (Bsp einige Brandmeldeanlagen) haben es in sich. Ein mit Stromnetz verbundenes Notebook des Servicetechnikers (=geerdet) explodierte regelmässig wenn mit der Brandmeldeanlage verbunden.
 
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