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Vor exakt drei Wochen kam ich abends nach Hause und hörte die USV piepen. Also zuerst am DSM angemeldet, um den Alarm zu prüfen und zu deaktivieren. In der Systemsteuerung unter USV wurde jedoch nichts angezeigt.
Ich habe das NAS dann sauber heruntergefahren, damit die Daten sicher sind, das Netzkabel vom NAS an der USV getrennt, die USV ausgeschaltet, kurz vom Netz genommen und neu gestartet. Das Piepen war damit weg.
Danach NAS wieder an die USV, Power-Button gedrückt und hochfahren lassen. Ich habe mich dann anderen Dingen gewidmet. Nach etwa 20 Minuten fiel mir auf, dass mein Nextcloud-Client am Mac nicht mehr verbunden war. Erst dachte ich an den Client selbst, Prozess beendet, neu gestartet, aber weiterhin keine Verbindung.
Spätestens da war klar: Am NAS stimmt etwas nicht.
Blick aufs Gerät: Power-LED blinkte dauerhaft blau. Damit begann die Fehlersuche.
Ich habe im Forum und in der Synology-KB nachgelesen, u. a. den Hinweis: Wenn die Power-LED länger als 20 Minuten blinkt bzw. der Power-Button nicht reagiert, können Mainboard oder Netzteil defekt sein.
Nach rund 9 Jahren 24/7-Betrieb leider nicht unrealistisch.
Erste Gedanken: Wie weiter vorgehen, was testen, braucht es ein neues System?
Die Daten selbst machten mir weniger Sorgen, weil ich mehrere Backup-Strategien habe. Das Dringendste war aber meine Nextcloud. Also habe ich kurzfristig auf einem Raspberry einen Webserver aufgesetzt und Nextcloud inkl. Datenbank migriert. Nach einer langen Nacht war die Cloud wieder online.
Damit war der akute Betrieb gesichert, aber die eigentliche Ursache musste gefunden werden. Ein Systemwechsel stand im Raum, inklusive hoher Kosten. Deshalb wollte ich am Wochenende erst alles prüfen, bevor ich investiere.
Meine Tests:
Am Sonntag habe ich die DiskStation komplett zerlegt. Netzteil und Mainboard lagen frei.
Spannungen (5V/12V) geprüft: stabil und wie erwartet, also Netzteil eher unauffällig.
Mainboard optisch kontrolliert: keine klaren Auffälligkeiten.
Dann blieb noch die CMOS-Batterie (CR2032).
Batterie ausgebaut und gemessen: ca. 3V, also eigentlich okay. Trotzdem neue Batterie eingesetzt, zusammengebaut, Neustart probiert – wieder nur blau blinkende Power-LED.
An diesem Punkt war ich fast sicher: Das war’s, neues System muss her.
Montagabend im Bett dann noch einmal recherchiert und einen Reddit-Beitrag gefunden. Dort beschrieb DaveR007, dass ein fehlgeschlagener Bootvorgang Synology in einen „Sperrmodus“ bringen kann, und nannte folgende Lösung:
Dann CMOS-Batterie wieder eingesetzt, erneut gestartet: wieder erfolgreich.
Also gründlich gereinigt, alles ordentlich zusammengesetzt, Festplatten an die ursprünglichen Plätze, finaler Startversuch.
Kurzer Herzstillstand beim Drücken des Power-Buttons – dann liefen die Platten an, das Blinken hörte auf, der Quittungston kam und die Power-LED leuchtete dauerhaft blau.
System wieder da.
Ich bin extrem erleichtert, dass ich das NAS noch einmal stabil in Betrieb nehmen konnte und vorerst keine große Investition nötig war. Trotzdem werde ich mir zeitnah Gedanken über einen geplanten Austausch machen.
An dieser Stelle sei ein ganz großer Dank an unser Mitglied @DaveR auszusprechen der die Lösung brachte.
Thanks mate!
Ich habe das NAS dann sauber heruntergefahren, damit die Daten sicher sind, das Netzkabel vom NAS an der USV getrennt, die USV ausgeschaltet, kurz vom Netz genommen und neu gestartet. Das Piepen war damit weg.
Danach NAS wieder an die USV, Power-Button gedrückt und hochfahren lassen. Ich habe mich dann anderen Dingen gewidmet. Nach etwa 20 Minuten fiel mir auf, dass mein Nextcloud-Client am Mac nicht mehr verbunden war. Erst dachte ich an den Client selbst, Prozess beendet, neu gestartet, aber weiterhin keine Verbindung.
Spätestens da war klar: Am NAS stimmt etwas nicht.
Blick aufs Gerät: Power-LED blinkte dauerhaft blau. Damit begann die Fehlersuche.
Ich habe im Forum und in der Synology-KB nachgelesen, u. a. den Hinweis: Wenn die Power-LED länger als 20 Minuten blinkt bzw. der Power-Button nicht reagiert, können Mainboard oder Netzteil defekt sein.
Nach rund 9 Jahren 24/7-Betrieb leider nicht unrealistisch.
Erste Gedanken: Wie weiter vorgehen, was testen, braucht es ein neues System?
Die Daten selbst machten mir weniger Sorgen, weil ich mehrere Backup-Strategien habe. Das Dringendste war aber meine Nextcloud. Also habe ich kurzfristig auf einem Raspberry einen Webserver aufgesetzt und Nextcloud inkl. Datenbank migriert. Nach einer langen Nacht war die Cloud wieder online.
Damit war der akute Betrieb gesichert, aber die eigentliche Ursache musste gefunden werden. Ein Systemwechsel stand im Raum, inklusive hoher Kosten. Deshalb wollte ich am Wochenende erst alles prüfen, bevor ich investiere.
Meine Tests:
- RAM-Riegel einzeln und im Kreuztausch getestet
- Ersatz-RAM ausprobiert
- Alle Festplatten gezogen und neu gesteckt
Am Sonntag habe ich die DiskStation komplett zerlegt. Netzteil und Mainboard lagen frei.
Spannungen (5V/12V) geprüft: stabil und wie erwartet, also Netzteil eher unauffällig.
Mainboard optisch kontrolliert: keine klaren Auffälligkeiten.
Dann blieb noch die CMOS-Batterie (CR2032).
Batterie ausgebaut und gemessen: ca. 3V, also eigentlich okay. Trotzdem neue Batterie eingesetzt, zusammengebaut, Neustart probiert – wieder nur blau blinkende Power-LED.
An diesem Punkt war ich fast sicher: Das war’s, neues System muss her.
Montagabend im Bett dann noch einmal recherchiert und einen Reddit-Beitrag gefunden. Dort beschrieb DaveR007, dass ein fehlgeschlagener Bootvorgang Synology in einen „Sperrmodus“ bringen kann, und nannte folgende Lösung:
- NAS ausschalten
- CMOS-Batterie entfernen
- NAS ohne CMOS-Batterie einschalten
- Wenn es bootet: wieder ausschalten, Batterie einsetzen, erneut starten
Dann CMOS-Batterie wieder eingesetzt, erneut gestartet: wieder erfolgreich.
Also gründlich gereinigt, alles ordentlich zusammengesetzt, Festplatten an die ursprünglichen Plätze, finaler Startversuch.
Kurzer Herzstillstand beim Drücken des Power-Buttons – dann liefen die Platten an, das Blinken hörte auf, der Quittungston kam und die Power-LED leuchtete dauerhaft blau.
System wieder da.
Ich bin extrem erleichtert, dass ich das NAS noch einmal stabil in Betrieb nehmen konnte und vorerst keine große Investition nötig war. Trotzdem werde ich mir zeitnah Gedanken über einen geplanten Austausch machen.
An dieser Stelle sei ein ganz großer Dank an unser Mitglied @DaveR auszusprechen der die Lösung brachte.

Thanks mate!
