Welche CPU braucht meine DS/RS

Jesse Blue

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Guten Abend zusammen,

ich suche für unserer Unternehmen eine passende Diskstation bzw. Rackstation und brauche ein Bisschen Hilfe von euch, daich in Netz nichts dazu gefunden hab.
Wir haben es bei uns mit vielen kleinen Dateien und unzähligen Ordnern und Unterordnern zu tun. Wenn wir einen Ordner öffnen, oder von einem Ordner in einen anderen wecheln, wird es dabei mit unserem derzeitigen NAS schon sehr zäh.
Dass dabei der RAM nicht zu klein sein sollte, ist mir klar, aber wie sieht es mit der CPU aus? Langt hier eine Atom-CPU, oder sollte ich lieber eines mit einem Xeon wählen?
Die Anzahl der Apps wird sich in Grenzen halten; es geht wirklich nur um die Dateien und vielen Unterordner.
Da ich mind. 6 Einschübe brauche, ist eine eventuelle RX418 als Zusatz auch möglich.

Thx im Voraus.
 

Friis

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Hallo Jesse Blue,

ich denke um hier eine Aussage treffen zu können werden weitere Informationen benötigt.
Was habt ihr bis jetzt im Einsatz? Wie ist das jetzige System am Netzwerk angeschlossen? Wieviele Dateien/Ordner gibt es jetzt? Wie viele Mitarbeiter greifen gleichzeitig auf das NAS zu?

Ich denke somit wirst du hier jemanden finden der dir dazu eine Aussage machen kann.

VG
Friis
 

bitrot

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Bei sehr vielen kleinen Dateien und "random" Zugriffen darauf ist meist nicht die CPU oder sogar das RAM der Engpass, sondern die Platten. Gerade bei diesem Szenario bieten sich SSDs an, um den Zugriff erheblich zu beschleunigen. Entweder als Cache oder noch besser (wenn natürlich auch viel teurer), als reines SSD Speicherpool.

Synology hat da ein paar nette Geräte im Angebot, z.B. die FlashStation FS1018 mit RAID-F1 Unterstützung. Oder eben eine der kleineren DiskStations mit SSD Cache Option wie zum Beispiel die DS918+ oder DS1618+, wenn erstere Lösung zu teuer ist.
 

Jesse Blue

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Erstmal vielen Dank für die Antworten und entschuldigt die späte Antwort. Ich konnte mich, wieso auch immer, nicht mehr anmelden. Weil ich es dann zu oft probiert hatte, wurde auch noch mein Account gesperrt ... länger als nur 15 Minuten. Jetzt hab ich das Passwort zurückgesetzt und nochmal eine gute Weile gewartet.

@Friis
Das NAS wird über 1Gbit-Kupferkabel anschlossen.
Zur Zeit sind es unzählige Dateien und Unterordner.
Es werden ca. 25 Benutzer gleichzeitig drauf zugreifen.

Wieso ist es eigentlich wichtig, was wir jetzt im Einsatz haben?
Es ist übrigens ein sehr altes QNAP.


@bitrot
Ich verfolge seit längerer Zeit Dominik von iDomix und werde Seagate Ironwulf (Pro) einsetzen.
Ich habe auch fest einen SSD-Cache eingeplant, um das Maximum rauszuholen.
Nur SSDs zu verwenden, wird wohl das Budget etwas sprengen.

Die DS1618+ kenne ich aus eigener Erfahrung. Hab die privat im Einsatz, aber da kümmert sie sich um anderes. Kann ich also leider nicht einschätzen.
Ich hatte evtl. an etwas in Rack-Form gedacht.
VMs sind übrigens nicht vorgesehen.

Wofür sind die DS/RS mit Xeon eigentlich gedacht?

Mein Budget beträgt übrigens ca. 2500€
 
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bitrot

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2500€ inklusive Festplatten oder nur fürs NAS / Server?

Die Xeons in den größeren Diskstations / Rackstations sind vor allem für anspruchsvolle Anwendungen wie Virtualisierung von Vorteil. Natürlich schaden sie nicht bei dem von Dir skizzierten Anwendungsszenario. Xeon ist aber nicht Xeon - die Xeon-D, welche in manchen neueren großen Rack-/ Diskstations genutzt werden, sind von der reinen Rohleistung eher weniger beeindruckend, jedoch auf Netzwerk- bzw Storageperformance getunt und mit entsprechenden Features wie z.B. Quick Assist ausgestattet. Die Xeon-D sind quasi die großen Brüder der Atom CPUs, welche in den Diskstations der +-Serie eingesetzt werden. Dann gibt es noch Xeon-E3 und Xeon-E5, welche von der Rohleistung stärker sind und mehr als "Generalisten"-CPUs anzusehen sind, deshalb zum Beispiel für Virtualisierung mehr Reserven haben.

Für Deinen Anwendungsfall bietet sich ein NAS mit Xeon-D CPU an (oder Pentium-D wenn Du etwas sparen möchtest). Hier sei vor allem die nagelneue Rackstation RS1619xs+ erwähnt, welche demnächst erscheint. Noch sind keine Preise genannt, aber billig wird die ganz sicher nicht. Großer Vorteil: Endlich ist es bei einer Synology Rackstation bzw. Diskstation möglich, (NVMe) SSD Cache und 10GBe Netzwerkkarte gleichzeitig zu betreiben, ohne dafür Laufwerkbays opfern zu müssen. Die RS1619xs+ ist ein Novum bei Synology, da sie nur 4 Bays hat (die erweiterbar sind), dafür aber eine wirklich starke CPU und Features, die man sonst nur bei den ganz großen Synology Servern mit 12 Bays und mehr bekommt. Synology scheint endlich begriffen zu haben, dass der Trend klar weg vom reinen Netzwerkspeicher zum leistungsstarken Applikationserver geht, welcher mehrere Aufgaben übernimmt.
 

Jesse Blue

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Eigentlich inkl. Festplatten. Wenn es etwas mehr wird, dann ist das auch OK.

Vielen Dank für die Erklärung. Sowas hatte ich mir schon gedacht, war mir aber nicht sicher.

Die RS1619xs+ wurde mir vom NAS-Berater auch vorgeschlagen, jedoch konnte ich dazu im Netz auf die Schnelle nichts finden. Günstig sah mir die auch nicht aus :D. Da würde ich dann eine Erweiterung ala RX418 hinzukaufen, da ich 6 Einschübe brauche.
Weisst du, wann die ungefähr rauskommen soll? Ich soll die Sache möglichst dieses Jahr abschließen.
 

bfpears

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Hi Jesse,
eigene Erfahrungen kann ich nicht beisteuern.
bei benchmark.pl wurden/werden auch die Übertragungen mit kleinen Dateien angegeben.
Polnisch kann ich nicht aber die Zahlen sind ja die gleichen.
hier ein Beispiel: http://www.benchmark.pl/testy_i_recenzje/synology-ds1817-test/strona/29902.html
bei einer 1817 geht bei 2kB Dateien die Übertragung sogar auf 0.3 bis 1 MB/s runter
(sogar mit SSD, ich dachte auch wie bitrot das die SSD da am meisten bringt)

PS: vielleicht haben die ja auch das alte Qnap um vergleichen zu können.

BF
 

Jesse Blue

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Hallo zusammen,

ich wollt euch nur kurz den finalen Stand mitteilen.
Ich habe zwischenzeitlich auch mit dem Support von Synology Kontakt gehabt.
Ich habe mich entschloss auf die neue RS1619xs+ zu warten und diese kann zu kaufen. Sofern sich die Kosten in Grenzen halten, bekomme ich diese auch Freigegeben.

Thx nochmal an alle, die geantortet haben und vor allem an bitrot.
 

ClearEyetemAA55

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Ich will janicht Unken, aber letztlich ist das doch die teuerste Lösung!

Da reicht doch ein einfach 8BayNAS, zumal wenn eigentlich 6HDDs vorgesehen sind. Also eine DS1817+ mit vielleicht 4gb. Die m.2 bringen bei vielen parallen Zugriffen auf kleine Daten eigentlich auch nicht mehr als 2SATA-SSDs.

Das Thema Link Aggregation sollte man sich dazu allerdings nochmal anschauen.
 

Jesse Blue

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Ob es die teuerste Lösung ist, sei mal dahingestellt, aber ich bin zum Glück nicht der einzige, der das vorgeschlagen hat.
Wir haben jetzt 6HDDs im Einsatz, die aber in zwei Volumes (Volume 1: 2+2 und Volume 2: 1+1) zusammen gefasst sind. Bei Volume 2 kommt es nicht auf die Geschwindigkeit an, beim ersten schon. Daher würden mir auch vier Schächte genügen. Das alte NAS muss ich ja nicht entsorgen und lasse es deswegen für das zweite Volume weiter laufen.
Sollten die Kosten für das 1619 zu hoch sein, habe ich natürlich Pech und muss mir ein anderes suchen - zB. das vorgeschlagene 1817+. Ich würde aber min. 8 GB RAM nehmen. Was die SSDs angeht, bzw. den Zugriff auf die Dateien; alle arbeiten sehr oft mit den selben Dateien, vielleicht bringt es dann doch was; zumindest kann keiner sagen, ich habe nicht alles versucht.
Was meinst du mit Link Agg nochmal anschauen?
 

himitsu

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Was meinst du mit Link Agg nochmal anschauen?
Man kann bei DS mit mehreren LAN-Ports diese Ports zu "einem" virtuellen Port zusammenschalten. (der Switch muß das aber auch können).

z.B. aus 4 Ports mit jeweils 1 GBit/s bekommst du dann "eine" Verbindung (IP) mit 4 GBit/s.
https://www.youtube.com/watch?v=HvXtRPSewRY
https://www.synology.com/de-de/knowledgebase/DSM/help/DSM/AdminCenter/connection_network_linkaggr

Hast du dann 4 Leute, die ebenfalls jeweils direkt mit 1 GBit/s an dem Switch hängen, dann kann jeder quasi seine volle Bandbreite nutzen.
Bzw. können wir auf Arbeit den Switch auch über zwei 10 GBit-Ports füttern und werden dann auf dem letzten Stück zur DS nicht so sehr ausgebremst.


Normal hast du ja sonst die DS mit 4 IPs mit jeweils 1 GBit/s, wenn du alle LAN-Ports an den Switch anschließt.
Bzw. die DS lässt sich mit mehreren Ports auch in mehrere getrennte Netze einbinden.


Und man kann z.B. auch einer VM einen "eigenen" physischen LAN-Port geben und ihn "direkt" an den Switch anschließen.
 
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Jesse Blue

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Ich weiß was Link Aggregation ist. :)
Sorry, ich hatte es wohl vergessen zu schreiben, dass ich das auch eingeplant habe; dabei war ich mir gerade so sicher...

ABER, danke trotzdem für die Info, denn ich wusste bis jetzt nicht, dass die DS das mit den getrennten Netzen mitmacht.
 

bitrot

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Die RS1619xs+ ist jetzt offiziell vorgestellt worden. Aus dem Text:

Die RS1619xs+ wird mit einer eingeschränkten 5-Jahres-Garantie von Synology geliefert, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 2.152,70 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Wie erwartet, ein happiger Preis. Aber vielleicht noch gerade so in Deinem Budget. Für mich und den von mir angedachten Einsatzzweck im Homelab ist sie aber definitiv zu teuer.
 

Jesse Blue

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Den Test hab ich auch gelesen. :)
Der Preis ist OK, da ich ein Nettobudget bekommen hab.
Es handelt sich bei dem Einsatzzweck nicht um ein Homelab, sondern um ein richtiges (mittelständisches) Unternehmen.
In meinem Homelab hab ich eine DS1618+, mit der ich sehr zufrieden bin.

Jetzt fehlen mir nur noch die Händler, bei denen es kaufbar ist.
 

Jesse Blue

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Ich würde so gerne etwas berichten, jedoch schafft es unser toller Einkauf nicht, die DS endlich mal zu bestellen. Ich werde mal auf die nächste Eskalationsstufe gehen, vielleicht beschleunigt das alles etwas. :rolleyes:
 

Jesse Blue

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So, nachdem ich das gute Stück schlussendlich selbst bestellt hab, ist es letzte Woche angekommen und ich hab mich rangemacht, es wenigstens einzurichten.
Leider hab ich für mehr noch nicht viel Zeit gefunden, da dies alles letztes Jahr stattfinden sollte und für jetzt anderes ansteht ...

Der Einbau der Festplatten (4x Seagate Barracuda Pro) lief problemlos. Ebenso, das Aufschrauben und Einsetzen der M.2-SSD für den R/W-Cache - vier Schrauben an der Oberseite lösen und den Deckel nach vorne ziehen.
Wenn man es einschaltet, drehen die zwei kleinen 45er Lüfter voll auf - eine Turbine sag ich euch. Aber!, das ist nur kurz für ein paar Sekunden am anfang und dann beruhigen sie sich.
Was mich überrascht hat ist, dass es - anders als z.B. meine DS1618+ - kein SHR unterstützt.
Ansonsten ist es eben ein Synology; ob RS oder DS, das DSM ist gleich.
Jetzt muss ich noch irgendwann die Daten überspielen und es live schalten, dann kann ich auch etwas über die Performance sagen. Das dürfte aber wohl noch etwas dauern ...
 

Jesse Blue

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Wir haben das NAS jetzt über einen Monat in Gebrauch und ich muss sagen, dass es echt schnell ist!
Netzlaufwerke ragieren so schnell, als wäre sie lokal; es ist einfach der Hammer.
Kein Warten mehr bei Ordnern mit über tausend Dateien drin.
Suchvorgänge bringen auch bei hunderten Ordnern mit tausenden Dateien super schnell die Ergebnisse.

Ich kann es nur empfehlen.
Macht keinen Fehler, wenn ihr den Einsatz eines Netzwerkspeichers plant, sondern nehmt lieber etwas größeres.
Für kleine bis mittlere Unternehmen, kommt dieses auf jeden Fall in Frage.

P.S.
Ich will auch mal ausprobieren, wie VMs drauf laufen :D
 
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