Raid5 bestehend aus 3 Festplatten und nun scheinbar 2 davon defekt

lord1024

Benutzer
Mitglied seit
10. April 2011
Beiträge
266
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Alter
35
Hallo Leute!

Ich habe ein "relativ" massives Problem mit dem Raid5 bestehend aus 3 Stk. meiner Seagate ST3000DM001 Festplatten.

"Relativ" daher, weil mir natürlich bekannt ist, dass ein Raid5 kein Backup ersetzt und von meinen wirklich lebenswichtigen Daten sind natürlich mehrere Backups vorhanden.

Unabhängig davon würde ich aber gerne alle Daten von dem Raid5 wieder bekommen, aber nun mal zur Situation:

DSM meldete mir mehrere Lese- und auch SMART-Fehler auf Festplatte 1 im Raid5. Die anderen Festplatten waren laut SMART allesamt bestens in Ordnung. Da auf Festplatte 1 nur mehr 1 Tag Garantie war, hab ich die ausgebaut und an Seagate geschickt.

Und natürlich sofort eine neue Festplatte 1 reingemacht und mittels DSM versucht, das Raid5 zu reparieren.

Doch leider, das klappt nicht, denn nach mehreren Stunden stürzt laut DSM nun die Festplatte 2 ab. Und diese meldet nun auch Lesefehler und auch der SMART Status ist mittlerweile nicht mehr in Ordnung. :(

Ufff, das sieht wohl nicht gut aus :(

Das Raid5 läuft nun also mit 2 anstatt 3 Festplatten und ich komme aber kaum noch an die Daten ran.

Habe schon über das Netzwerk mit einem Windows PC versucht, die Daten abzugreifen. Kopiervorgang läuft dann immer für wenige Minuten, bis der Transfer dann interessanter Weise immer langsamer und langsamer wird und irgendwann dann Windows-Fehlermeldung erscheint, dass die Datei XXX nicht lesbar ist. Mit Klick auf "Wiederholen" lassen sich dann aber noch ein paar Dateien abgreifen aber wenige Minuten später stürzt laut DSM die Festplatte 2 völlig ab.

Versucht man DSM intern das Kopieren mittels der File Station endet das auch damit, dass früher oder später die Festplatte 2 abstürzt.

Sieht wohl nicht gut aus für mich. :(

Habt ihr noch eine Idee, die mich vielleicht zum Erfolg bringen könnte?

Vielen herzlichen Dank im Voraus!
 

fpo4711

Benutzer
Mitglied seit
26. Mai 2010
Beiträge
2.772
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Tja, was Dir gerade passiert ist dummerweise gar nicht mal so selten. Das Kind ist ja jetzt schon in den Brunnen gefallen. Der Ablauf wäre besser gewesen vor dem Rebuild ein Backup zu machen, da beim Rebuild eben auch die restlichen Platten sehr beansprucht werden. Und ich weiß, danach ist man ja immer schlauer und das soll auch in keinster Weise sarkastisch gemeint sein.

Kann Dir leider auch keinen richtigen Tipp geben ausser den Rebuild nicht fortzusetzen sondern zu versuchen erstmal soviel wie möglich zu sichern.

Falls der Zugriff jetzt ohne Rebuild nicht möglich ist, vieleicht noch ein wenig rumfragen vieleicht kennt hier jemand entsprechendes Werkzeug. Ich glaube aber das wird zum jetzigen Zustand schwierig. Ein weiter laufender Rebuild wird die Sache wahrscheinlich eher verschlimmern.

Gruß Frank
 

lord1024

Benutzer
Mitglied seit
10. April 2011
Beiträge
266
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Alter
35
Hallo fpo4711,

vielen Dank für deine Antwort. Ja, im Nachhinein ist man immer schlauer bzw. dass ein Rebuild sämtliche Festplatten so stark beansprucht ist mir generell neu. Unabhängig davon möchte ich jetzt natürlich noch das Beste aus der Situation machen.

DSM meldet mir nach jedem Neustart scheinbar neue defekte Sektoren auf der Festplatte 2. Das macht auf mich natürlich ganz und gar keinen guten Eindruck. :(

Wie sichere ich die Daten denn jetzt am schonendsten?

Über das Netzwerk einfach über Windows kopieren? Oder DiskStation intern mittels File Station auf eine andere Festplatte kopieren? Oder gibt's eine ganz andere, bessere Methode?

Danke für eure Hilfe!
 

tufkabb

Benutzer
Mitglied seit
28. März 2010
Beiträge
356
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
18
Es dürfte ziemlich egal sein mit was du die Daten kopierst. Dateien die kaputt sind werden sich weder mit der einen noch mit der anderen Methode lesen lassen. Das ist auch der Grund warum ich von der RAID Geschichten abgekommen bin und meine 4 Platten als einzelne Volumes betreibe und Backup auf USB mache.
 
Zuletzt bearbeitet:

lord1024

Benutzer
Mitglied seit
10. April 2011
Beiträge
266
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Alter
35
Die Verfügbarkeit vom Raid5 schien mir halt sehr attraktiv. Als ich die Festplatte 1 ausgebaut hatte, konnte ich nach wie vor auf alle meine Daten zugreifen. Leider nicht lange. :(

Falls also niemand mehr andere Ansichten hat, werde ich mich jetzt mittels Windows Explorer an die Arbeit machen, die Daten übers Netzwerk zu ziehen.
 

fpo4711

Benutzer
Mitglied seit
26. Mai 2010
Beiträge
2.772
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Vieleicht solltest Du ungeachtet der diabolischen Ader von tufkalb (war vieleicht auch durch deine eigene Aussage ein bischen provoziert) noch ein paar andere Meinungen einholen. Unter Umständen ist da noch mehr drin, nach irgendwelchen Aktionen mit Sicherheit nicht mehr.

Gruß Frank

Edit: Und genau das ist der Grund die Beiträge nicht im Nachhinein grundlegend zu verändern. Deshalb hier mal der Beitrag auf den ich mich beziehe:
tufkabb:
Das ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt um die USB Platte mit dem Backup aus dem Regal zu holen.
 
Zuletzt bearbeitet:

lord1024

Benutzer
Mitglied seit
10. April 2011
Beiträge
266
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Alter
35
tufkabb:
Das ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt um die USB Platte mit dem Backup aus dem Regal zu holen.
Wieso soll ich die denn aus dem Regal holen? Die bleibt vorerst im Regal, da ist sie nämlich sicher.

Was ich mit welcher meiner Aussagen provoziert haben sollte, weiss ich ehrlich gesagt auch nicht. Sorry, aber ich bin mir keiner Schuld bewusst.

Ja, gerne, ich bin natürlich auch für jede andere Meinung offen! Herzlichen Dank im Voraus!
 

tufkabb

Benutzer
Mitglied seit
28. März 2010
Beiträge
356
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
18
Vieleicht solltest Du ungeachtet der diabolischen Ader von tufkalb (war vieleicht auch durch deine eigene Aussage ein bischen provoziert) noch ein paar andere Meinungen einholen.

Verräter :). Und das Kalb verzeihe ich dir mal fpo0815. ;-)
 

lord1024

Benutzer
Mitglied seit
10. April 2011
Beiträge
266
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Alter
35
Hey Leute!

Hat noch jemand einen anderen Tipp bzw. eine andere Meinung für mich?

Mir kam gerade in den Sinn - da vielleicht die fehlerhaften Sektoren durch weitere Leseversuche evtl. mehr werden - dass ich zuerst eine 1:1 Kopie der Festplatte anfertige und dann mit Kopie arbeite? Geht das überhaupt? Würde diese Kopie denn im NAS als Teil des Raid5 erkannt.

Bzw. das war ja nur so ein Gedanke von mir. Oder soll ich mich doch einfach über den Windows-Explorer an die Arbeit machen?

Bitte um eure Meinungen. Herzlichen DANK! :)
 

lord1024

Benutzer
Mitglied seit
10. April 2011
Beiträge
266
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Alter
35
Hey Leute,

freut mich, dass ihr euch gut versteht! :)

Würde mich aber noch mehr freuen, wenn ich noch einen Tipp hinsichtlich meines Problems erhalten würde! ;)

THX & Greetz

lord1024
 

tufkabb

Benutzer
Mitglied seit
28. März 2010
Beiträge
356
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
18
Hey Leute!

Hat noch jemand einen anderen Tipp bzw. eine andere Meinung für mich?

Mir kam gerade in den Sinn - da vielleicht die fehlerhaften Sektoren durch weitere Leseversuche evtl. mehr werden - dass ich zuerst eine 1:1 Kopie der Festplatte anfertige und dann mit Kopie arbeite? Geht das überhaupt? Würde diese Kopie denn im NAS als Teil des Raid5 erkannt.

Bzw. das war ja nur so ein Gedanke von mir. Oder soll ich mich doch einfach über den Windows-Explorer an die Arbeit machen?

Bitte um eure Meinungen. Herzlichen DANK! :)

Es wird dir keiner die ultimative Lösung sagen können, vieles hängt davon ab was schon defekt ist am Filesystem. Natürlich kannst du zb. mit dd die Platten kopieren und dann mit der Kopie weitermachen. Schau mal hier da gibts Tipps.
 

itari

Benutzer
Mitglied seit
15. Mai 2008
Beiträge
21.900
Punkte für Reaktionen
3
Punkte
0
schau mal unser Wiki: http://www.synology-wiki.de/index.php/Datenrettungstools

da sollte auch etwas dabei sein, um Platten 1:1 zu kopieren (Achtung, das sind meist Funktionen innerhalb der Tools) ... auf der Linux-Ebene wäre der dd zu nennen, wenn man ihn direkt auf Partitionsebene ansetzt ... allerdings kopiert der eventuell auch Fehler des Dateisystems mit

Itari
 

lord1024

Benutzer
Mitglied seit
10. April 2011
Beiträge
266
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Alter
35
Hallo Leute!

Danke für eure zahlreichen Antworten. Ich bin gerade dabei, mich mit dieser Materie auseinanderzusetzen.

Parallel dazu denke ich darüber nach, wie ich meine DiskStation zukünftig konfigurieren möchte. Da dieser Raid5 Rebuild ja alles andere als glücklich verlief, tendiere ich zukünftig eher in Richtung eines Raid1 + Backup (auf die Verfügbarkeit eines Raid möchte ich eigentlich nicht verzichten).

Mich würde noch interessieren, ob man mit einer einzelnen Disk aus einem Raid1 Verbund auch außerhalb der Diskstation was anfangen kann (z.B.: auslesen der Daten an einem PC). Mit einer einzelnen Disk aus einem Raid5 Verbund geht das ja leider nicht.
 

lord1024

Benutzer
Mitglied seit
10. April 2011
Beiträge
266
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Alter
35
Parallel dazu denke ich darüber nach, wie ich meine DiskStation zukünftig konfigurieren möchte. Da dieser Raid5 Rebuild ja alles andere als glücklich verlief, tendiere ich zukünftig eher in Richtung eines Raid1 + Backup (auf die Verfügbarkeit eines Raid möchte ich eigentlich nicht verzichten).

Mich würde noch interessieren, ob man mit einer einzelnen Disk aus einem Raid1 Verbund auch außerhalb der Diskstation was anfangen kann (z.B.: auslesen der Daten an einem PC). Mit einer einzelnen Disk aus einem Raid5 Verbund geht das ja leider nicht.
Kann mir dazu evtl. jemand noch was sagen? DANKE!
 

Puppetmaster

Benutzer
Mitglied seit
03. Februar 2012
Beiträge
17.716
Punkte für Reaktionen
130
Punkte
439
Du kannst eine RAID1 Platte z.B. an einem Linux auslesen. Das ist kein größeres Problem.

Wie du richtig schreibst kann man von einer einzelnen RAID5 Platte keine zusammenhängenden Daten auslesen, da man immer min. n-1 Platte benötigt, um die Daten nachzubilden.
 

Nomad

Benutzer
Mitglied seit
23. Oktober 2008
Beiträge
597
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Wenn relativ aktuelle Backups vorhanden sind würde ich nicht zu viel Arbeit in die Wiederherstellung eines kaputten Dateisystems reinstecken. Wer kann in so einem Fall schon sagen wie viele Bits gekippt sind?

Mich erstaunt aber, dass gleich zwei relativ neue Platten in Folge kaputt gegangen sind. Vor einigen Wochen habe ich diesen Testfall durchgespielt. Drei Platten, einer davon Lesefehler (sechs Jahre im PC in Betrieb), ein zweiter mit SMART Fehler (vier Jahre im PC). Diese im SHR einen nach dem anderen ausgetauscht. Die notwendigen zwei Rebuilds gingen aber problemlos vonstatten. Daher hatte ich das Risiko als "es gibt sogar jede Woche einen Lottogewinner" eingestuft und dass man "ich hatte heute einen Unfall" wesentlich häufiger hört als "ich hatte heute keinen Unfall".

Da wohl neue Platten fällig sind, folgenden Tipp der mir plausisbel erscheint hort man auch oft: Risiko streuen. In dem Fall hieße es unterschiedliche Platten einbauen. Entweder von verschiedenen Herstellern oder verschiedene Chargen wenn man auf einen Hersteller zurückgreifen muss.
 

Matthieu

Super-Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
03. November 2008
Beiträge
13.085
Punkte für Reaktionen
16
Punkte
334
Da wohl neue Platten fällig sind, folgenden Tipp der mir plausisbel erscheint hort man auch oft: Risiko streuen. In dem Fall hieße es unterschiedliche Platten einbauen. Entweder von verschiedenen Herstellern oder verschiedene Chargen wenn man auf einen Hersteller zurückgreifen muss.
Genau das ist für mich auch der Punkt wenn ich die Empfehlung höre Backup ziehen nach defekter Platte. Ein solches Backup kann je nach Medium und Menge durchaus Stunden oder Tage dauern. Handelt es sich um dieselbe Charge ist die Gefahr dass eine weitere Platte in dieser Zeit ausfällt für mich durchaus greifbar. Dass auch Festplatten ihre Daten nicht 100% bit-treu über Jahre hinweg speichern ist ja hinlänglich bekannt. Da helfen nur die wirklich altbewährten Methoden wie Tapes.

Mich erstaunt aber, dass gleich zwei relativ neue Platten in Folge kaputt gegangen sind.
Wenn ich im ersten Beitrag lese dass es der letzte Tag mit Garantie war, liegt es nahe dass die Platte 2 oder 3 Jahre alt ist. Bis dahin gibt es durchaus gewissen Schwund. Die häufig zitierte Google-Studie (die leider jetzt über 10 Jahre alt ist) zeigt auch eine Häufung von Problemen innerhalb des ersten Jahres. Danach steigt die Lebenserwartung bei sachgemäßem Gebrauch allerdings.

MfG Matthieu
 
  AdBlocker gefunden!

Du bist nicht hier, um Support für Adblocker zu erhalten, denn dein Adblocker funktioniert bereits ;-)

Klar machen Adblocker einen guten Job, aber sie blockieren auch nützliche Funktionen.

Das Forum wird mit einem hohen technischen, zeitlichen und finanziellen Aufwand kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wir zeigen keine offensive oder Themen fremde Werbung. Bitte unterstütze dieses Forum, in dem du deinen Adblocker für diese Seite deaktivierst.