DS710+ als DS712+ betreiben

Online78

Benutzer
Mitglied seit
15. Mrz 2013
Beiträge
218
Punkte für Reaktionen
2
Punkte
18
Hallo Communitiy

Vor einiger Zeit habe ich mal eine DS207 als DS209j betrieben, in dem ich der DS vorspielte, dass sie eine DS209j sei. Das hat recht gut geklappt. Zentral war natürlich, dass der eingebaute Chip identisch war. Nun interessiere ich mich dafür der DS710+ vorzugaukelt dass sie eine DS712+ ist. Die eingebauten Chips (710+ =D410 und 712+=D425) sind nicht identisch - gemäss Datenblatt sind sie jedoch mit ausnahme der Taktfrequenz identisch. Was denkt ihr, wäre es möglich die DSM5.2 der 712+ auf die DS710+ aufzuspielen?
Wie könnte ich dies bewerkstelligen?

Warum das ganze: ganz einfach, ich hätte gerne mit der DSM 6 beta etwas rumgespielt.

Danke für eure Rückmeldungen.
 

promt

Benutzer
Mitglied seit
18. Dez 2010
Beiträge
2
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
1
Hallo! das würde mich auch interessieren. Ist jemandem bekannt, ob DSM 6 nach der betaphase auch für die 710+ verfügbar sein wird?
 

dil88

Benutzer
Mitglied seit
03. Sep 2012
Beiträge
28.577
Punkte für Reaktionen
3
Punkte
644
Willkommen im Forum!

Schon die Beta gibts nur für x11-Modelle aufwärts, also nicht für die 710+.
 

helmut72

Benutzer
Mitglied seit
10. Mai 2013
Beiträge
455
Punkte für Reaktionen
2
Punkte
18
Vor einiger Zeit habe ich mal eine DS207 als DS209j betrieben, in dem ich der DS vorspielte, dass sie eine DS209j sei
Wieso rückst Du dann nicht raus, wie Du es bei der DS207 gemacht hast? Ich teste es für Dich mit einer DS710+ :D
 

goetz

Super-Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
18. Mrz 2009
Beiträge
13.567
Punkte für Reaktionen
30
Punkte
338
Hallo,
die Vorgehensweise ist recht simpel. Man ändert die Zeile unique= in /etc.defaults/synoinfo.conf zu
unique="synology_x86_712+"
damit die neue 5.2er auch geschrieben wird muß zusätzlich in /etc.defaults/VERSION die buildnumber auf zB. 5592 gesetzt werden. Danach sollte man per manueller DSM-Aktualisierung die 5.2-5644 der DS712+ einspielen können. Das muß alles hintereinander ohne reboot geschehen.
Aber, ich rate dringend davon ab! Der Bootloader (Grub) einer INTEL-DS liegt auf einem internen USB-Speicher und wenn der nicht mehr will ist Sense mit der DS. Versuche aus einer DS109+ zu DS110+ bzw DS209+II zu DS210+ zu machen scheiterten obwohl in beiden Fällen Freescale PowerPC CPU.

Gruß Götz
 

Online78

Benutzer
Mitglied seit
15. Mrz 2013
Beiträge
218
Punkte für Reaktionen
2
Punkte
18
Hallo zusammen,
danke mal für alle eure Antworten. Ich habe es vor Jahren genau so gemacht wie Götz es beschrieben hat. Da damals die CPU exakt die gleiche war, hat es auch funktioniert. Nun bin ich mir nicht sicher dass es funktioniert, da die CPU nicht exakt die gleiche ist. Ebenso hat die DS im Vergleich zu meinen Versuchen früher zum Bsp nicht die gleiche Anzahl LAN Anschlüsse. Daher habe ich hier das Thema eröffnet.

Eigentlich würde ich es gerne versuchen, die Warnung von Götz hält mich jedoch noch davon ab.
@Götz: verstehe ich es richtig, wenn Grub sich verabschiedet durch eine solche Manipulation, ist die DS irreparabel defekt?

Vielen Dank für euer Engagement, Domi
 
Zuletzt bearbeitet:

goetz

Super-Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
18. Mrz 2009
Beiträge
13.567
Punkte für Reaktionen
30
Punkte
338
Hallo,
bei den älteren nicht INTEL DS mit uboot Bootloader kann man per serieller Konsole vieles richten wenn man etwas vergeigt hat. Bei den INTEL DS fehlt mir einfach die Erfahrung und das Wissen. Wer in der Lage ist den internen USB Speicher als Image zu sichern und bei Bedarf auch wieder herstellen zu können mag sich dieser Aufgabe annehmen.
Ein Vergleich nach Inhalt der Firmware 710 - 712.

710-712.JPG

Etliche Sachen sind komplett gleich, problematisch sehe ich bios.ROM, das wird wohl separat auf dem Board gespeichert.
Ganz ehrlich, ich würde es nicht machen.

Gruß Götz
 

Bordi

Benutzer
Mitglied seit
24. Jan 2010
Beiträge
3.198
Punkte für Reaktionen
3
Punkte
0
.. zu DS210+ zu machen scheiterten obwohl in beiden Fällen Freescale PowerPC CPU.
Naja, ist auch wirklich etwas anderes. Von der Intel Atom D410 (DS710+) auf die D425 (DS712+) oder D510 (DS411+, DS1010+) auf D525 (DS411+II, DS1511+, RS2211+, DS2411+, RS810(RP)+) sind hingegen auch bei den Chipsätzen kaum bis keine Unterschiede. Bzw die Unterschiede begrenzen sich auf die angefügte HW welche Synology selbst vorgenommen hat (zusätzlicher USB/eSATA Controller ect). Bei den vorgaben von Intel (Chipsatz & CPU) ändert sich lediglich der Takt der CPU um ein paar Hz. Weshalb sie so gleich sind ist einfach erklärt. Produziert wurde lediglich die D425. Jeder Chip welcher den Schnelltest -noch auf dem wafer- die 1.8GHz nicht ganz erreichte, wurde ausgesondert, ohne weitere Änderungen auf 1.66GHz getaktet, und als D410 vermarktet. Gleich ging es auch vom D525 zum D510. Gerüchte welche Behaupten das nur der doppel-kernige D525 produziert, und bei negativem Core-Test zum Single-Core D425 wurde (der nicht 100% leistende Kern wurde deaktiviert), kann ich nicht bestätigen. Kann aber auch nicht abstreiten das sich alle 4 so ähnlich sind, das man sie kaum unterschieden kann. Nimmt man die Embedded Serie (Z410, Z510, Z425, Z525) hinzu, bekommt selbst die ausgefeiltesten Hardwareerkennungsprogramme Identifizierungsprobleme. Auch weil die Chipsätze dazu bei allen gleich sind.

Anders beim Intel Atom D2700. Die CPU war neu, und unterscheidet sich deutlich. Noch deutlicher die C2000 Serie.

Ganz ehrlich, ich würde es nicht machen.
Wen auch aus anderen gründen, mir geht es genau so. Bisher war jede DSM anspruchsvoller als die vorgängige, und die oben genannte HW ist ohnehin nicht die stärkste. Insofern kann ich mir nicht vorstellen das man sich mit einer DSM6 auf einer DS710+ oder DS1010+ einen gefallen tut.
 
Zuletzt bearbeitet:

Online78

Benutzer
Mitglied seit
15. Mrz 2013
Beiträge
218
Punkte für Reaktionen
2
Punkte
18
hallo zusammen,

vielen Dank für die Erklärungen. Die Ausführungen von Brodi bezüglich der CPU bestätigen meine Annahme, dass die CPU grundsätzlich identisch sind. Von da her sollte es also gehen. Da ich gerne die DSM 6 beta etwas getestet hätte, dachte ich daran, dies an der DS710+ zu tun. Bezüglich der Performance spielt es für das Testen ja nicht so ne rolle. Es ging mir auch um btrfs.

Was ich aber nicht möchte, wäre ein Totalverlust der DS.
Gruss, Domi
 

Bordi

Benutzer
Mitglied seit
24. Jan 2010
Beiträge
3.198
Punkte für Reaktionen
3
Punkte
0
Virtualisierung von XPE als Lösung schon bedacht?
 

helmut72

Benutzer
Mitglied seit
10. Mai 2013
Beiträge
455
Punkte für Reaktionen
2
Punkte
18
XPE geht leider noch nicht mit DSM 6 (beta) und bei mir wären es Funktionen, die es nur in DSM 6 gibt. Dann ist die Migration auch keine Unbekannte, wenn ich die neue Paketaufteilung schon mal gesehen habe. Außerdem ändere ich ein paar Dinge in der Shell und würde das auch gleich noch prüfen.
 

Bordi

Benutzer
Mitglied seit
24. Jan 2010
Beiträge
3.198
Punkte für Reaktionen
3
Punkte
0
Muss es den unbedingt 'Heute' sein, ist 'Morgen' nicht früh genug?
 

helmut72

Benutzer
Mitglied seit
10. Mai 2013
Beiträge
455
Punkte für Reaktionen
2
Punkte
18
?? Morgen habe ich mit nichts genauso wenig Erfahrungen gesammelt wie heute mit nichts ... möcht ja nicht zum Schlamperer mutieren. Es hat schon seine Gründe, ok!?
 

Alen

Benutzer
Mitglied seit
12. Jul 2008
Beiträge
57
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Ich erlaube mir mich hier mal anzuhängen. Ich würde auch gerne die DMS6 (beta) auf meiner DS1010+ installieren. Hat das jetzt schon jemand probiert mit der 710+ ?

Gruss
Alen
 

HellG

Benutzer
Mitglied seit
17. Nov 2015
Beiträge
18
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
1
Hallo,
die Vorgehensweise ist recht simpel. Man ändert die Zeile unique= in /etc.defaults/synoinfo.conf zu
unique="synology_x86_712+"
damit die neue 5.2er auch geschrieben wird muß zusätzlich in /etc.defaults/VERSION die buildnumber auf zB. 5592 gesetzt werden. Danach sollte man per manueller DSM-Aktualisierung die 5.2-5644 der DS712+ einspielen können. Das muß alles hintereinander ohne reboot geschehen.
Aber, ich rate dringend davon ab! Der Bootloader (Grub) einer INTEL-DS liegt auf einem internen USB-Speicher und wenn der nicht mehr will ist Sense mit der DS.
Hallo Götz,
diese Vorgehensweise funktioniert bei der DS710+ leider nicht. Das liegt am GRUB Bootloader, der als Kernel-Parameter "DS710+" übergibt und somit alle Versuche eine nicht modifizierte DS712+ Software zu installieren in einer System-Migration ende. Diese wird dann aber auch nicht funktionieren, da nur auf eine neuere oder gleiche Version migriert werden kann, die für die DS710+ aber nicht existiert.

Das schöne an dem von Dir erwähnten USB Speicher ist, dass er einen eigenen Mini-USB Anschluss hat und ziemlich einfach mit einem Linux PC gesichert, geändert und ggf. repariert werden kann.

DS710+ und DS712+ sind bis auf den zweiten LAN-Port weitestgehend identisch und somit beschränken sich die Unterschiede in den Update-Files auf einige wenige Dateien. Mit ein wenig Linux Kenntnissen ist es relativ einfach, die DSM_DS712+_7321.pat in eine DSM_DS710+_7321.pat zu ändern, die sich auch problemlos installieren lässt. Hab ich bereits gemacht und hier beschrieben. Leider weiß ich nicht, wie man die Prüfsummen in der Datei grub_cksum.syno berechnet oder wie man aus dem laufenden System den Boot Flash mounted. Deshalb muss man die Rückseite der NAS abschrauben, den Flash-Chip vom Board abstöpseln und mit einem Mini USB Kabel mit einem PC mit Linux verbinden. Dann kann man die grub.conf ändern und die überprüfung der Prüfsummen abschalten. Danach lief meine DS710+ einwandfrei mit DSM 6.0:
DS710_DSM60.jpg

...
Versuche aus einer DS109+ zu DS110+ bzw DS209+II zu DS210+ zu machen scheiterten obwohl in beiden Fällen Freescale PowerPC CPU.

Gruß Götz
Was spricht dagegen, den umgekehrten Weg zu nehmen und aus dem Update für die DS110+ bzw. DS210+ ein Update zu erstellen, was auf der DS109+ bzw. DS209+II installiert?
 

HellG

Benutzer
Mitglied seit
17. Nov 2015
Beiträge
18
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
1
Ich erlaube mir mich hier mal anzuhängen. Ich würde auch gerne die DMS6 (beta) auf meiner DS1010+ installieren. Hat das jetzt schon jemand probiert mit der 710+ ?

Gruss
Alen
Ich würde mal behaupten, dass Du auf die gleiche Weise wie für die DS710+ eine Updatedatei erstellen und installieren könntest. Mit ein wenig Übung dauert das etwa 20 Minuten.

Ich hab auch spaßeshalber mal die Unterschiede zwischen DS209+II und DS210+ angesehen und auch hier sind nur die Dateien mit den jeweiligen IDs (synoinfo.conf und VERSION) und die Dateien scemd.conf (Lüfter Konfiguration) und manutil.conf (wahrscheinlich Status Monitor) verschieden. Alle anderen Dateien (Kernel, Bibliotheken und Konfigurationen) sind identisch. Es sollte also überhaupt kein Problem sein, ein Update für die DS209+II auf dem gleichen Stand wie die DS210+ zu erstellen.

Gruß HellG
 

Online78

Benutzer
Mitglied seit
15. Mrz 2013
Beiträge
218
Punkte für Reaktionen
2
Punkte
18
Hallo HellG

vielen Dank für dein Tutorial. Hat bei mir alles wunderbar innerhalb von wenigen minuten geklappt. Da ich seit einigen Wochen auf Linux umgestiegen bin, hat alles Schritt für Schritt ohne Probleme geklappt. Echt toll.

Noch ne "doofe" Frage: BTRFS ist nicht möglich auf der DS710+ oder?

beste Grüsse
Online78
 
Zuletzt bearbeitet:

dil88

Benutzer
Mitglied seit
03. Sep 2012
Beiträge
28.577
Punkte für Reaktionen
3
Punkte
644
Richtig, BTRFS gibt es (derzeit) nicht für die 710+.
 

Online78

Benutzer
Mitglied seit
15. Mrz 2013
Beiträge
218
Punkte für Reaktionen
2
Punkte
18
Danke für die Info. Wird es wohl auch nicht geben ;-)

Na ja, da ich die DS als BackupServer benutze ist es für mich in Ordnung so. Danke trotzdem für all die Zeit die investiert wurde, dass ich und andere die DS710+ nun mit DSM 6 einsetzen können.
 
NAS-Central - Ihr Partner für NAS Lösungen