Defrag??

baeumer

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Ist es eigentlich notwendig / gibt es ein Tool für Defrag der Platten in der Diskstation?
 

itari

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Leider gibt es kein Tool zum Defragmentieren auf der DS und meist auch nicht bei allen anderen Linux-Versionen, die als Dateisystem ext2/ext3 einsetzen. Selbstverständlich fragmentiert das Datei-System. Mit dem Disk Allocation Viewer kann man sich das auch ganz gut ansehen. Allerdings läuft der ein paar Stunden, wenn man ihn aufs /volume1 los lässt.

Das Thema wird oft in einer Weise abhandelt, als wäre das Nachfragen schon verwerflich oder irgendwie unmöglich. Zum Teil werden auch Dinge behauptet, die schlicht nicht stimmen (Defragmentiert sich von selbst oder so). Das ist irgendwie Schade. Ein wenig Nachlesen kann man hier was zum Fragmentieren. Defragmentieren ist irgendwie auch so tabuisiert wie das Recovern von gelöschten Dateien.

Da es zur Zeit kein allgemein bekanntes Tool gibt, und es wohl auch sehr schwierig ist, eins zu schreiben, werden wir wohl noch eine Weile damit leben müssen. Anmerkung noch dazu, die Defragmentierungs-Tools unter Windows sind ihren Namen auch nicht wert, weil sie ja das Problem immer nur temporär und nicht statistisch lösen. Sowas ist ja keine ernsthafte Verbesserung. Da könnte man im Grunde das Hin- und Herkopieren der Dateien von einer Platte zu anderen auch schon als Defragmentierungstool verkaufen :D

itari
 

Trolli

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RedFlag1970

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itari

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Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man das Fragmentieren durch erneutes Einspielen der Daten überhaupt in den Griff bekommt. Meines Wissen, stehen die Daten auch bei sequentiellem Schreiben bei modernen Platten nicht mehr wirklich hintereinander, sondern werden Zugriffsoptimiert auf der Platte verteilt. Da man da nur Einfluss drauf hat, wenn man die spezifischen Controller-Anweisungen wirklich nutzen kann (wir hatten diese Diskussion ja schon bei der Platten-Cache-Diskussion), wird uns das ewig ein Geheimnis sein.

Aber denken wir doch mal praktisch: Es ist ja eigentlich egal, wie die Daten auf der Platte aufgetragen werden, wenn der Effekt, nämlich schnelleres Lesen, auftritt. Aber solange mehrere Leseanforderungen parallel abgewickelt werden müssen (was ja bei Linux fast immer der Fall ist) und das schnelle sequentielle Lesen stören, sind Konkurrenz-optimierende Verfahren eigentlich wichtiger als sequentielles Ablegen der Daten (was durch die geometrische Ablage von Dateien zum Verzeichnisort ja auch passiert; mit anderen Worten, Dateien in einem Verzeichnis liegen auch auf der Platte dichter beieinander).

Nebenbei bemerkt denke ich, dass das Abschalten der Accesstime bei den Dateien erstmal mehr bringt; das kann man getrost als erheblichere Tuningmaßnahme ansehen. Also immer erstmal in die /etc/rc.local schreiben:

Rich (BBCode):
mount -o remount,noatime /
mount -o remount,noatime /volume1
itari
 

Tyler_Durden

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ich ziehe derzeit zwecks plattenupgrade alle Daten von meiner 407; sind (nur) ca 500GB.

Es lässt sich schon rein akustisch (kopfpositionierungen), aber leider auch deutlich in der Transferrate erkennen, das einige Dateien fragmentiert sind, anderer wieder weniger.
In Zahlen bricht die Transferrate von ca. 26 MB/s auf 14-15 ein, was sehr ärgerlich ist.

Gibt es also wirklich keine möglichkeit zum defragmentieren oder eine fragmentierung gleich zu verhindern?
 

jahlives

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911-research.info
Vielleicht hift der folgende Link etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Grundsätzlich kann aber jedes Dateisystem fragmentieren, das eine mehr das andere viel weniger...
**edit**
Gerade gesehen, dass ich den gleichen Link wie itari gepostet habe
**edit**
 

Simon88

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Bei btrfs wird Defrag empfohlen.
Verwendet man Snapshots wird aber sehr viel Speicherplatz verbraten, da die Symlinks zerstört werden.
Man muss alle Snapshots löschen und dann einen neuen erstellen, doch selbst dann hat man weniger Speicherplatz als vor dem Defrag.
Wenn ich keine Snapshots bräuchte, würde ich auf btrfs verzichten - es ist ein Zustand, aber kein Dateisystem.
Es kann nicht sein, dass so ein Volumen ohne mehr Dateien zu speichern vollzukriegen ist ..
 

ottosykora

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@Simon88
auch hier: das ist einThread von 2009

also in allen Beiträgen jetzt ein Mega Sturm zu machen wegen einem Fehler den du selber begangen hast ist schon etwas schräg. Bitte schön geschmeidig bleiben und erhol dich wieder.
 

Simon88

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Du machst doch mit deinem Gesülze den Sturm, trägt absolut nichts zum Thema bei und bläht nur den Thread auf.
Jeder der nach dem Problem sucht, ist froh um meinen Beitrag - erspart stundenlange Suche.
 

McFlyHH

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Du machst doch mit deinem Gesülze den Sturm, trägt absolut nichts zum Thema bei und bläht nur den Thread auf.
Jeder der nach dem Problem sucht, ist froh um meinen Beitrag - erspart stundenlange Suche.
Nein, bin nicht froh. Ich finde deinen Beitrag sch... :(
 

Puppetmaster

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Nun ja, im Grunde hat er schon Recht, gell?
So wie sich das für mich darstellt liegt das Verhalten bei der Defragmentierung ja doch an den teilweise erheblich veralteten Kerneln. Mit aktuellen Kerneln sollte das Verhalten ein anderes sein. So verstehe ich das. Insofern schon irgendwo fragwürdig, dass Synology eine Defrag-Funktion im DSM einbaut, wohlwissend, dass dies bei einem alten Kernel zu Problemen führen kann.
Hier wäre mindestens mehr Transparenz und Aufklärung vonnöten.
 

Simon88

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Danke für die Rückendeckung bzw. das Verständnis, Puppetmaster.

Zu den anderen:
Ist leider nicht schön, dass man immer auf die Leute einprügeln muss. Macht es einer, kommen 5 weitere hinterher und hüpfen noch einmal kräftig drauf.
Man kann auch einfach Beiträge ignorieren, die einmal nicht gefallen. 1 Post, Thema durch, wem es hilft gut, wem nicht, der liest 1 Post weiter unten weiter - durch sowas werden sonst nur 10 unsinnige Posts draus - das hilft erst recht niemandem.
McFlyHH du bist nicht der Mittelpunkt der Welt, nur weil für dich etwas irrelevant ist, muss es das nicht auch für andere sein.

Anbei noch der Kernel-Link:
https://btrfs.wiki.kernel.org/index.php/Manpage/btrfs-filesystem
Suchtext für die Stelle wäre:
"Warning: Defragmenting with Linux kernel versions < 3.9 or ≥ 3.14-rc2 as well as with Linux stable kernel versions ≥ 3.10.31, ≥ 3.12.12 or ≥ 3.13.4 will break up the reflinks of COW data (for example files copied with cp --reflink, snapshots or de-duplicated data). This may cause considerable increase of space usage depending on the broken up reflinks."

Es gibt noch Möglichkeiten mit Balancing bei btrfs Speicherplatz freizugeben, hat mit obigem Kernelproblem aber nichts zu tun.
Mir ist das nur noch nicht auf einer Synology per SSH o.ä. gelungen und der Support gibt keine Befehle bzw. Infos heraus, wie man überhaupt die Befehle ausgeführt bekommt.

Wie woanders schon beschrieben, ist für mich ein defrag alle paar Monate mal notwendig, da die Festplatten dann viel ruhiger laufen.
Lieber weniger Speicherplatz bis die Snapshots wieder obsolet sind und der durch die Broken-Links freigewordene Speicher wird frei wird, als für hunderte Euro eine neue Festplatte kaufen müssen.
Garantiezeit hin oder her, bei mir laufen die Geräte bis diese hin sind - die DS1815+ nun schon über 5 Jahre.
 
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