Backup mit time machine auf NAS ohne HFS+

cologne

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Hallo zusammen,

kurze Einleitung: ich recherchier seit 4 Wochen welchen NAS für mich die passende ist (Hauptgerät Macbook Pro mit iPhoto, itunes etc.)

Nachdem ich alle Foren über QNAP und SYNO durchgewühlt habe stand ich eigentlich schon im Shop mit ner Synology und hab dann doch Bauchschmerzen bekommen weil nicht alle Fragen beantwortet waren...daher an alle timemachine Nutzer:

Da Syno kein HFS+ unterstützt und beim Schreiben auf anders formatierte Festplatten alle Metadaten (z.B. aus iPhoto) verloren gehen sollen, wie ist das mit der timemachine-Sicherung ?

Wenn ein backup via timemachine auf die NAS stattfindet, gehen dann auch Informationen verloren oder ist mit drastischen Einbusen zu rechnen ?

ich bin echt negativ überrascht, dass die Macwelt mit HFS+ (ob nun gut oder schlecht lassen wir aussen vor) nicht implementiert wird...

Grüße aus Köln
Jo
 

goetz

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Hallo,
vorweg, bin kein Mac User. Grundsätzlich gilt aber, daß die Formatierung einer Platte nur bei direkter Verwaltung der Platte vom System relevant ist (interne Platten, USB, eSATA usw). Bei Netzwerkplatten wird immer über ein Netzwerkprotokoll (afp, smb, ftp,nfs usw.) kommuniziert, dabei ist es unerheblich wie die Platte im NAS formatiert ist, vorausgesetzt beide Geräte unterstützen das Protokoll in gleichem Maße.

Gruß Götz
 

jan_gagel

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Hallo,

also das mit dem Dateisystem ist so eine Sache. Denn obwohl die DS intern mit ext3 oder ext4 arbeitet, sieht das der Mac nicht. Denn der Mac greift über AFP auf die DiskStation zu, wie auf einen Server. Denn die DS an sich ist ja ein Server. Wichtig ist, daß die Version des AFP paßt, mit 10.7 wurde hier eine Neuerung eingeführt, bzw. der kompatible Weg abgeschaltet. Die DS kann somit als TimeMachine-Target dienen.

Wenn TimeMachine in Verbindung mit einer DS verwendet wird (vermutlich auch mit einer TimeCapsul), legt das OS X ein sog. Sparse-Bundle an. Das ist ein Disk-Image, vergleichbar mit einem ISO-Image oder einer großen Zip-Datei. Innerhalb dieses DiskImages gibt es dann auch ein Dateisystem, und sieh da hier kommt HFS+ zum Einsatz. Wenn TimeMachine das Backup-Volume verbindet, werden gleich zwei Schritte unternommen. Es wird zuerst die Freigabe auf der DiskStation via AFP verbunden, und im nächsten Schritt das entsprechende DiskImage gemountet. Dann erfolgt die Sicherung und anschließend wird beides wieder ausgehängt / ungemountet.

Da das DiskImage, das darin befindliche Dateisystem HFS+ und der gesamte Backup-Prozess vom OS X aus mit Bordmitteln erfolgt, sollte alles so klappen und keine Dateien oder Inhalte verloren gehen. Auch keine Metadaten.

Synology ist übrigens ein Vorreiter bei der Implementierungen von Funktionen für die Apple-Welt. Sei es ständig das AFP aktuell zu halten, iOS Apps anzubieten oder TimeMachine-Funktionalität zu integrieren.

Eigentlich finde ich es schade, daß weder Apple noch Microsoft freie Dateisysteme integriert. Denn oft gibt es Probleme beim Austausch von größeren Dateien. Das eine Dateisystem kann das nicht, das andere wird nicht überall gelesen...

Ich verwende TimeMachine zuhause wie auch in der Firma. Mac OS X 10.7 (wird wohl auch kein 10.8 werden, da Hardware schon zu alt) und DSM 4.1 Beta. Empfehlen würde ich dir, das Backup via LAN-Kabel zu erstellen, solltest du normalerweise via Airport / WLAN arbeiten. Denn GBit ist immer schneller als bestenfalls N-Standard mit 300 MBit. Ist das erste Backup abgeschlossen, kannst du gerne das Kabel wieder wegräumen. Der erste Backup-Lauf sichert alles was aufm Mac ist.

Ciao Jan
 

cologne

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WOW Super ! danke für euren schnellen und detaillierten infos !!!

Das hört sich gut an, kann ich also doh in den Shop ...:)

wenn ich dazu noch eine Zusatzfrage stellen kann:

das auf der NAS interne timemachine backup will ich noch auf eine externe HDD sichern, wie formatiere ich diese opimalerweise dass sie vielleicht auch im Ernstfall mal reines restorelaufwerk an den Mac hängen kann ?
 

amarthius

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Letzteres geht leider nicht. Wobei du es ja nicht brauchst. Raucht dein Mac ab spielst du das TM-Backup von deinem NAS wieder zurück.

Du darfst gerne deinen Wunsch an den Support äußern, dass sie HFS+ unterstützen sollen. (Aktuell gibt es schon Module dafür in der Firmware und man kann auch auf der Kommandozeile schon HFS mounten).
 

cologne

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aber was wenn die DS abraucht (also di e HDD) dann ist das backup ja auch wech....

WO kann ich meinen (und laut Forum vieler anderer) Wunsch nach HFS support stellen ? HALLO Produktentwickler, könnt ihr mich hören ???? Qnap lässt ja immerhin schon externe HDD mit HFS zu !!!!! also bitte auch umsetzen !!!!!
 

amarthius

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Was muss passieren damit gleichzeitig dein Mac und die DS defektieren? Hochwasser, Blitzschlag, Hausbrand,.. Alles Gründe bei denen auch deine externe Festplatte hinüber sein wird.


Hier kannst du dich äußern.
 

cologne

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Was muss passieren damit gleichzeitig dein Mac und die DS defektieren? Hochwasser, Blitzschlag, Hausbrand,.. Alles Gründe bei denen auch deine externe Festplatte hinüber sein wird.
...

Da hast Du natürlich Recht aber genau deswegen leg ich mir noch ne externe ausser Haus sicher ab. schliesslich will ich all meine Fotos nicht durch nen Hausbrand, Tsunami, Dieb etc. verlieren....

von daher liegt mir hierfür eine Lösung natürlich schon sehr am Herzen...

PS: hab mich gerade geäussert....glaub nur nicht dass meine meinung da viel bewegt....
 

jan_gagel

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nunja, HFS+ läßt sich ja mit etwas Handarbeit durchaus auf der DS mounten. Vielleicht bekommen die Entwickler von Synology es tatsächlich hin, daß es besser integriert wird? Ich werd mich auch mal dazu äußern..

Für TimeBackup (macht nur Sinn, wenn du nicht TimeMachine mit sichern möchtest) empfehle ich eindeutig ext3 oder ext4 Dateisystem. Denn TimeBackup arbeitet mit Links, die sonst auf anderen Dateisystemen so nicht umgesetzt werden können. Glaube auch, daß es zumindest in der Online-Hilfe steht. Die Online-Hilfe ist übrigens auch sehr gut gelungen und gibt viele Informationen preis. Für das Backup ist mir auch eine gewisse Konsistenz des Backup wichtig. Deshalb empfehle ich hier ein natives Linux Dateisystem. Leider integriert weder Apple noch Microsoft dieses Dateisystem in ihre Betriebssysteme, was eigentlich ganz elegant und relativ einfach wäre. Denn ext3 und ext4 sind Open-Source-Dateisysteme, und nicht wie HFS+ und NTFS (und sogar FAT) Closed Source und somit proprietär. Es gibt zwar wackelige Möglichkeiten, extended-Dateisysteme unter beiden Systemen zum Laufen zu bringen, es gibt aber auch die Möglichkeit, mittels Live Linux (z. B. Knoppix oder Ubuntu boot-CD) auf das Backup zugreifen zu können. Das Backup ist ja beim Ausfall der DS nicht gleich weg, sondern nur nicht zugänglich. Würde die DS ersetzt, kommt man ja wieder ans Backup.

Alternativ (wie ich es auch verwende) könnte man ja auch die Daten "nur" synchronisieren. Ich hab da z. B. auch eine HFS+-formatierte Festplatte hin und wieder an meinem MacBook und synchronisiere die Daten mittels dirsyncpro (kann ich nur empfehlen, ist kostenlos und Java-basiert, läuft auf Win, Linux und Mac). Was anderes macht ja eigentlich das normale Backup auch nicht. Von da her kann man die Daten überall hin synchronisieren, z. B. auf ein anderes Netzlaufwerk, auf USB-Speicher...

Weitere Alternative wäre ein Backup in die Cloud. Es gibt ja viele Anbieter von Cloud-Speicherplatz. Von Strato das HiDrive z. B. gibt es für eine gewisse Zeit kostenlos, und dazu auch ein App für die DS. Da kann man dann ein Backup direkt zu Strato durchführen. Zu bedenken gibt es allerdings, daß die Daten hier bei einem Dritten liegen, und man weiß ja nie, was jemand damit anstellt. Bzw. wie es bei einer eventuellen Hausdurchsuchung des Hosters aussieht. Aber eine schnelle und interessante "Außer-Haus-Lösung" wäre das zumindest. Oder du stellst eine DS bei einem Bekannten / Eltern / Geschwister auf und sicherst dort hin. Ein weiteres Problem einer internt-basierten Backup-Lösung wäre die Übertragungsrate des eigenen Internet-Anschlusses.
 

cologne

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nunja, HFS+ läßt sich ja mit etwas Handarbeit durchaus auf der DS mounten. Vielleicht bekommen die Entwickler von Synology es tatsächlich hin, daß es besser integriert wird? Ich werd mich auch mal dazu äußern..

Für TimeBackup (macht nur Sinn, wenn du nicht TimeMachine mit sichern möchtest) empfehle ich eindeutig ext3 oder ext4 Dateisystem. Denn TimeBackup arbeitet mit Links, die sonst auf anderen Dateisystemen so nicht umgesetzt werden können. Glaube auch, daß es zumindest in der Online-Hilfe steht. Die Online-Hilfe ist übrigens auch sehr gut gelungen und gibt viele Informationen preis. Für das Backup ist mir auch eine gewisse Konsistenz des Backup wichtig. Deshalb empfehle ich hier ein natives Linux Dateisystem. Leider integriert weder Apple noch Microsoft dieses Dateisystem in ihre Betriebssysteme, was eigentlich ganz elegant und relativ einfach wäre. Denn ext3 und ext4 sind Open-Source-Dateisysteme, und nicht wie HFS+ und NTFS (und sogar FAT) Closed Source und somit proprietär. Es gibt zwar wackelige Möglichkeiten, extended-Dateisysteme unter beiden Systemen zum Laufen zu bringen, es gibt aber auch die Möglichkeit, mittels Live Linux (z. B. Knoppix oder Ubuntu boot-CD) auf das Backup zugreifen zu können. Das Backup ist ja beim Ausfall der DS nicht gleich weg, sondern nur nicht zugänglich. Würde die DS ersetzt, kommt man ja wieder ans Backup.

Alternativ (wie ich es auch verwende) könnte man ja auch die Daten "nur" synchronisieren. Ich hab da z. B. auch eine HFS+-formatierte Festplatte hin und wieder an meinem MacBook und synchronisiere die Daten mittels dirsyncpro (kann ich nur empfehlen, ist kostenlos und Java-basiert, läuft auf Win, Linux und Mac). Was anderes macht ja eigentlich das normale Backup auch nicht. Von da her kann man die Daten überall hin synchronisieren, z. B. auf ein anderes Netzlaufwerk, auf USB-Speicher...

Weitere Alternative wäre ein Backup in die Cloud. Es gibt ja viele Anbieter von Cloud-Speicherplatz. Von Strato das HiDrive z. B. gibt es für eine gewisse Zeit kostenlos, und dazu auch ein App für die DS. Da kann man dann ein Backup direkt zu Strato durchführen. Zu bedenken gibt es allerdings, daß die Daten hier bei einem Dritten liegen, und man weiß ja nie, was jemand damit anstellt. Bzw. wie es bei einer eventuellen Hausdurchsuchung des Hosters aussieht. Aber eine schnelle und interessante "Außer-Haus-Lösung" wäre das zumindest. Oder du stellst eine DS bei einem Bekannten / Eltern / Geschwister auf und sicherst dort hin. Ein weiteres Problem einer internt-basierten Backup-Lösung wäre die Übertragungsrate des eigenen Internet-Anschlusses.

DANKE ! habe mich allerdings entschlossen doch mit timemachine zu arbeiten, finde ich als tool ganz klasse...
wie wäre denn deine Empfehlung interne formatierung ? ext 3 ?

und wenn ich von intern auf die externe nochmals sichere, die externe in welchem format ?
 

jan_gagel

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würde ext4 verwenden...
kannst ruhig mit TimeMachine arbeiten. Nur würde ich das TimeMachine-Backup nicht mittels TimeBackup sichern. Sondern mit dem normalen Backup-Tool. Denn TimeMachine erstellt ja schon Versionen, wenn du jetzt noch Versionen von dem Sparse-Bundel anlegst, weiß ich nicht, was bei einem Restore rauskommt..
TiimeBackup würde ich für andere, mit Daten gefüllten Freigaben, verwenden
 

Herbert_Testmann

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Hallo

ich habe gestern gelesen, dass 10.8 auch TimeMachine Backups auf 2 verschiedene Ziele machen kann. Zu Deiner Beruhigung könntest Du also eine lokale Platte an den Mac anschließen und ein zweites Backup auf die räumlich getrennte DS über Lan machen.

schönes WE
 

mr. winterbottom

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Moin,

ich hänge mich hier mal an :)

Ist Euch schon aufgefallen dass beim booten eines USB-Stcks mit Moutain Lion kein Netzwerk mehr zu sehen ist.
Unter Lion ging das noch!


mfg
mr. winterbottom
 
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