Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
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    Standard brtfs deutlich langsamer als ext4 und geringere nutzbare Kapzität

    Hallo Foren-Mitglieder,

    hoffentlich bin ich hier an der richtigen Stelle, sonst bitte verschieben (DANKE!!).

    Besitze zwar schon etwas länger eine DS (415+), habe aber heute das erste mal das Forum aufgesucht.
    Der Speicherplatz wurde knapp und ich habe eine weitere WD Red 4TB eingebracht. Ich nutze die DS für Musik, Filme und Fotos im Heimnetz. Bei zwei erwachsenen Kindern kommt da schon etwas zusammen. Die Computer, (2x Desktop + MacBook) Fernseher (3 Stück), Mediaplayer (WD-TV Live, Apple-TV, Popcorn, Raspi), Mobiles und Tablets, Xbox und PS3 greifen in meinem mit Gigabit vernetzten Heimnetz auf die DS zu.
    Da ich dachte mit dem neuesten Format SHR, btrfs mache ich nichts falsch, wählte ich es aus.

    Leider bin ich zu spät ins Forum und auf diesen Beitrag gestoßen.
    Meine Feststellung bezüglich brtfs vs. ext4 ist ernüchternd. Die Festplatte WD 4TB verliert bei brtfs ca. 90GB an verwendbarer Kapazität gegenüber WD 4TB mit ext4. Beim Verschieben, kopieren oder Neudaten ist die Platte mit brtfs ca. 25-30% langsamer als die vergleichbare Festplatte mit ext4.

    Nachdem ich mich nun ein wenig (leider zu spät) bezüglich brtfs eingelesen habe, stelle ich fest dass die Vorteile von brtfs für mich als Privatnutzer eher keinen direkten Vorteil bringen.
    Überlege nun die 3. Festplatte mit brtfs bei nächster Gelegenheit wieder auf ext4 zu bringen oder gibt es hier im Forum andere Erfahrungen oder Vorteile für die private Nutzung die ich vielleicht übersehe.

    Vielleicht habt ihr auch andere Erfahrungen bezüglich Performance oder seht Vorteile, wo ich etwas übersehe. Das ganze Rückgängig zu machen und das Backup einzuspielen ist halt auch nicht mal eben auf die schnelle gemacht.

    Ich aus meiner Sicht würde Leuten in meiner Situation eine Empfehlung für ext4 geben, wie seht ihr das?

    LG, Peter

  2. #2
    Anwender Avatar von Andy+
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    Standard

    Das einzusetzende Dateisystem richtet sich nach dem Bedarf, aber ich gebe Dir grundsätzlich recht. Dennoch kann bei sensiblen Daten, auch wenn diese privat sind das BTFRS seine Berechtigung haben. Dennoch ist ein zusätzliches Backup in jedem Falle erforderlich.

    BTRFS ist eher dort angebracht, wo es um Datenintegrität geht und weniger dort, wo es auf Performance ankommt. Ist die Datenintegrität wichtig, mit BTRFS kannst Du jederzeit überprüfen, ob alle Daten intakt sind. Bei EXT4 lässt sich ein Dateifehler nicht erkennen. Das ist der Vorteil, den die Prüfsummenchecks von BTRFS bieten. Zudem sind die Snapshots schon eine feine Sache, aber man sollte immer daran denken, dass sich diese auf der selben Partition befinden und zudem Speicherplatz benötigen. Das ist also schon mal von daher kein vollwertiges Backup.

    Ext4 ist performanter als BTRFS, wobei sich die Unterschiede durch Netzwerkeinflüsse in einem Heimnetzwerk eher in Grenzen halten. EXT4 ist eindeutig performanter insbesondere bei kleinen Dateien und Datenbankanwendungen. Die kannst Du aber auch auf einer SSD im Slot 1 installieren, die mit EXT4 eingerichtet ist.
    DS1815+ | 16 GB RAM | DSM 6.2.1 | SHR-1 BTRFS mit 4x ST4000DM000 HDD, SHR-1 EXT4 mit 2x ST4000DM000 HDD, SHR-1 EXT4 mit 2x CT275MX300SSD1 SSD
    DS415+ | 8 GB RAM | DSM 6.2.1 | SHR mit 4x ST4000DM000 HDD
    DS412+ | 4 GB RAM | DSM 6.2.1 | SHR mit 4x ST3000DM001 HDD
    Zarafa4H | Kopano4S (i.K.) | Resilio | Syncthing | ownCloud | nextCloud | Chive | Sypex | eXtplorer | rainloop | afterlogic |
    Linkaggregation Netgear GS108T-200GES ProSafe 8
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  3. #3
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    Standard

    Ich war halt nur überrascht durch den großen Unterschied und konnte nirgendwo eine konkrete Aussage dazu finden.

    Das es bei "btrfs" Prüfsummen zu jeder einzelnen Datei gibt (Gegensatz ext4 nur Journal) und deshalb ein Fehler unmittelbarer erkannt werden kann leuchtet mir als Vorteil ein.
    Da auf meinem NAS natürlich auch diverse Daten der Familien-Mitglieder liegen ist das ein wichtiger Punkt. Ich werde es jetzt erst einmal bei der einen Platte und btrfs belassen. Vielleicht macht es Sinn die sensiblen Daten, welche eher auch kleinere Dateien darstellen die nicht unbedingt die Performance beieinträchtigen, auf dieser Platte abzulegen.

    Was mich dann aber zu der Frage bringt, sollte das Backup ebenfalls auf einer brtfs formatierten Platte erzeugt werden?

  4. #4

    Standard

    Zitat Zitat von PeterJ Beitrag anzeigen
    … Vielleicht habt ihr auch andere Erfahrungen bezüglich Performance oder seht Vorteile, wo ich etwas übersehe. …
    Einige Pakete setzen BTRFS voraus, z.B. DockerDSM und VirtualMachineManager.
    Gruß Stephan
    ________________________________________
    DS716+ DSM 6.2 - 2 x 4TB WD red (Btrfs RAID-1)
    DX213 1 x Samsung EVO 860 500 GB SSD (Btrfs Basis)
    APC - Back-UPS ES 550G
    AVM Fritz!BOX 7590
    macOS 10.14

  5. #5
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    Standard

    Weil ich VirtualMachineManager betreiben wollte habe ich die frisch aufgesetzte DS218+ wieder platt gemacht und auf Btrfs umgestellt.
    Auf Geschwindigkeit kommt es mir hier nicht an, aber auf Sicherheit.
    Da erschien mir Btrfs die bessere Wahl.

    DS218+ 2 + 8 GB RAM 2x4TB WD Red SHR Btrf / VMM mit Windows10
    Backup mit Ultimate Backup auf DS214Play 2x3 TB WD Red SHR

  6. #6
    Anwender Avatar von Andy+
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    Standard

    Zitat Zitat von PeterJ Beitrag anzeigen
    ........Backup ebenfalls auf einer brtfs formatierten Platte...........
    Bei Backups, die ohnehin nebenher laufen, spielt die Performance eigentlich keine Rolle, von daher würde ich gerade dort auf BTRFS gehen. Ich betreibe folgende Volumenaufteilung

    Volume1 mit HDD´s und BTFRS/EXT4 | Daten / unkritische APP´s

    Volume2 mit HDD´s und BTFRS | Systembackups

    Volume3 mit SSD´s und EXT4 | Datenbanken und Datenbank-APP´s

    Wenn die DS 2 oder 4 bays hat, lässt sich sowas auch mit Diskgruppen, oder teils auch ohne RAID/SHR realisieren.
    DS1815+ | 16 GB RAM | DSM 6.2.1 | SHR-1 BTRFS mit 4x ST4000DM000 HDD, SHR-1 EXT4 mit 2x ST4000DM000 HDD, SHR-1 EXT4 mit 2x CT275MX300SSD1 SSD
    DS415+ | 8 GB RAM | DSM 6.2.1 | SHR mit 4x ST4000DM000 HDD
    DS412+ | 4 GB RAM | DSM 6.2.1 | SHR mit 4x ST3000DM001 HDD
    Zarafa4H | Kopano4S (i.K.) | Resilio | Syncthing | ownCloud | nextCloud | Chive | Sypex | eXtplorer | rainloop | afterlogic |
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  7. #7
    Anwender
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    Standard

    Mir ist privat die Datenintegrität sehr wichtig, so dass ich mich für BTRFS entschieden habe. Bei den großen Datenmengen, die man in seinem Leben sammelt, ist es mir wichtig, dass diese auch nach z.B. 10 Jahren noch intakt sind - Das kann BTRFS zwar auch nicht direkt sicherstellen, aber mit BTRFS habe ich die Möglichkeit, dies festzustellen und dann in einem Raid-System auch automatisch reparieren zu lassen.
    Außerdem möchte ich Snapshots nicht mehr missen. Beim Backup dann auch auf BTRFS zu setzen, macht natürlich Sinn. Was ist, wenn meine Original-Daten verlorengegangen sind und ich mich aber nicht auf die Datenintegrität meiner Backups verlassen kann. Hier machen es dann evtl. auch Sinn, sich einmal mit der Snapshot-Replikation auseinanderzusetzen.

    Bzgl. Performance: Für meine Anforderungen ist bei mir eher das Gigabit-Netzwerk der begrenzende Faktor.
    Hat man jedoch Anwendungen, bei denen es auf die Performance ankommt, macht es durchaus Sinn mehrere Volumes mit unterschiedlichen Dateisystemen anzulegen - Wobei ich eher kein Freund mehr von mehreren Volumes bin, da es so schnell mal dazu kommt, dass eines voll ist und das Andere noch halbleer - Da war ich früher schon von zu vielen Partitionen auf meinem PC genervt.

    Ansonsten steht hier auch schon Einiges dazu:

    http://www.synology-forum.de/showthr...TRFS-oder-EXT4

    Grüße.
    Main-Storage: DS916+ (8GB) (DSM 6.2) 3x 8TB Seagate Ironwolf als SHR-Volume mit BTRFS
    Backup-Storage: DS212+ (DSM 6.2) 1x 6TB und 1x 3TB jeweils als Basis-Volume mit EXT4

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