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Matthieu's Gedankenstrudel

Neue Konzepte und Denkrichtungen im DSM 4.0

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"Breaking with the Past"
Das war einer der Slogans welcher im Vorfeld der Veröffentlichung zu lesen war, und er deutet bereits an: Einige ältere Konzepte und alte Zöpfe wurden rigoros überarbeitet. Das mag ein wenig zu lasten der Fans sein die sich daran schon seit Jahren gewöhnt haben, bietet aber auch neue Möglichkeiten und macht es für Neulinge an einigen Punkten einfacher. Alles was mir bisher an Konzeptänderungen aufgefallen ist möchte ich daher hier festhalten.

Anwendungen
Die bisher nicht als externe Anwendungen entwickelten Multimediafunktionen wie AudioStation, PhotoStation und Co. sind in eigene Pakete gewandert. Führt man ein Update durch, werden die aktivierten Funktionen auch als Paket mitinstalliert (Stand 4.0 beta). Dies bringt den klaren Vorteil eines schlanken DSM ab Werk. Zusätzlich lassen sich diesen Anwendungen über den DSM nun eigene Ports und Pfade zuweisen lassen. Was jetzt recht simpel klingt ist technisch nicht ganz so einfach und eröffnet sehr weitreichende Möglichkeiten.

FileStation und Filebrowser
Mit dem Desktop-Ansatz kam in Version 3.0 auch ein eigener Dateibetrachter. Was wie ein logischer Schritt klingt, hat den kleinen Fehler dass Synology die FileStation zu einem ziemlich ähnlichen Zweck entwickelt hat. Diese blieb aber auch mit 3.0 (aus guten Gründen) außerhalb des Desktops. Mit 4.0 führt Synology jetzt beide "Anwendungen" wieder zusammen. Über die oben beschriebenen Möglichkeiten für Anwendungen lassen sich die bisherigen Vorteile (namentlich u.a. die Erreichbarkeit ohne DSM mit eigenem Port) weiterhin nutzen, aber es fällt eine Menge Aufwand weg und die Funktionalitäten sind einheitlich.

Die Cloud und noch eine Nummer mehr
Um ähnlich wie Teamviewer einen IP-unabhängigen Zugang über eine kürzere Nummer zu gewähren, bietet Synology die ezCloud-ID an. Man sollte sich aber gut überlegen ob man dafür das recht gebräuchliche Konzept von Portweiterleitung und DDNS aufgibt, denn mit einem solchen proprietären und an Synology gebundenen Dienst gehen auch entsprechende Risiken und ggf. Unklarheiten einher.
Kategorien
Firmware

Kommentare

  1. Avatar von itari
    Die ezCloud-ID-Geschichte ist der Beginn einer Entwicklung, die bereits bei anderen NAS- bzw. Cloud-Software-Herstellern (Qnap, Pogoplug usw.) zu beobachten ist: Man implementiert ein Station-Management außerhalb der NAS-Geräte auf zentralen Cloud-Rechern. Auf diese Weise wird auch die zentrale Verwaltung mehrerer NASse möglich, was ja heute noch nicht in einem (!) DS-Manager möglich ist. Wir kennen das ja schon länger in der Linux-Welt unter dem Begriff des zentralen Monitorings bzw. Managements. Neu ist halt, dass auch das ganze Datenmanagement (Cloud in engeren Sinne) darüber abgewickelt werden kann. Die Architektur wird somit gedreht: Synology-Cloud-Rechner werden dann programmtechnisch zu Servern und die DiskStations zu Clients. Da dann die Konversation von der DiskStation ausgeht (Client fängt ja immer mit der Konversation an), bohren sich die Pakete geeignete Ports für die zentrale Serverlösung im Router frei, so dass man keine Portweiterleitung(en) mehr einrichten muss. Der Nachteil liegt halt darin, dass ein regelmäßiger Herzschlag (heartbeatd) von der DS an den zentralen Synology-Server ausgehen muss ... wer mehr dazu lesen möchte, kann ja mal diesen Thread hier besuchen.