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RIM-Chef Mike Lazaridis bricht Interview ab

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Wer ist Research In Motion (RIM)? Das ist die Firma, die Blackberry-Geräte herstellt und das dahinter laufende Netzwerkwerk unterhält. Seit Monaten gibt es in verschiedenen Staaten Versuche, verschlüsselte E-Mails von Blackberry-Kunden abzuhören bzw. RIM so unter Druck zu setzen, dass sie dies ermöglicht. Das ist natürlich peinlich, weil RIM mit der Abhörsicherheit prahlt und es als USP (unique selling proposition) anpreist. In einem BBC-Interview wurde nun RIM-Chef Mike Lazaridis danach gefragt, wie es denn nun um diese Sicherheitsproblematik stehe. Das Interview wurde an dieser Stelle abgebrochen. So stellt man sich einen Firmensprecher vor, wenn er über die wichtigste Eigenschaft seines Produkts und die Probleme damit, befragt wird.

Mein Statement dazu: RIM/Blackberry kannst vergessen.

Euer Itari
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Kommentare

  1. Avatar von Hyper1on
    Ich persönlich finde an dieser Stelle deine Wertung des Unternehmens RIM falsch.

    Mir ist kein Fall bekannt, in dem sich Unberechtigte Zugriff auf Daten verschaffen konnten die über die RIM eigene Infrastruktur versandt worden sind. Daraus schlussfolgere ich: Es gibt kein offensichtliches Sicherheitsproblem.

    Ein anderes Thema ist, dass RIM seitens verschiedener Regierungen massiv unter Druck gesetzt wird um die Entschlüsselung für die Regierung der entsprechenden Länder zu ermöglichen. An dieser Stelle ist allerdings weniger das Verhalten von RIM zu hinterfragen als das Verhalten der betroffenen Länder. Wo bitte leben wir denn, wenn ein Unternehmen nur weil eine Regierung gerne in den Daten seiner Bevölkerung schnüffeln möchte plötzlich alle seine Geheimnisse preisgeben muss?

    Ein Abbruch des Interviews ist sicher nicht die feine englische, jedoch verständlich. Keiner von uns will ständig mit den selben Fragen gelöchert werden zu denen mann schon hunderte mal die gleiche Antwort gegeben hat.
    Mein Tipp an RIM: Hart bleiben und sich nicht alles gefallen lassen. Mit etwas Glück nehmen sich andere Unternehmen ein Beispiel daran und der totale Überwachungsstaat rückt wieder in weite Ferne.
  2. Avatar von itari
    Ich denke, die Regierungen dürfen an Unternehmen die unmöglichsten Forderungen stellen, schließlich sind die Regierungen die einzige legitimierte Macht dazu. Die Frage wäre eher zu stellen, ob Regierungen ihr eigenes Volk auspionieren dürfen, selbst wenn sie es könnten, aber das ist ja eher eine Frage der Höflichkeit und auf die politische Reife eines Volkes/Staatengebildes zurückzuführen. Auch wir leben ja in einem Staat, der politisch nicht wirklich 'reif' ist.

    Ich persönlich finde es seltsam, warum RIM bzw. der Firmensprechen sich davor drückt, da eine eindeutige Stellungsnahme, und sei es zum 1000. Male, abzugeben. Für einen Außenstehenden wie mich ist das ein Zeichen dafür, dass hier nicht offen und ehrlich dazu Stellung bezogen werden will und das muss ich nicht gut finden. Daher meine Stellungnahme (und ich mach es mir einfach): Ein Firma, die sich nicht bei mir persönlich dafür entschuldigt, dass sie in einem BBC-Interview nicht zuvorkommend auf alle Fragen geantwortet hat, betitle ich mit: 'kannst vergessen'.

    Itari
  3. Avatar von Tscho_Malibu
    ....wie Recht du doch hast! Ein kleiner Wahrsager....itari!