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Matthieu's Gedankenstrudel

"ZeroPC" als Zukunft des DSM?

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http://www.zeropc.com/
Ist das die Richtung, in die der DSM gehen wird? Denkbar wäre es sicherlich, die Frage ist eher, ob dies wirklich begehrenswert wäre. Das Umherschalten zwischen DSM und Windows/Linux-Desktop ist so schon leicht nervig. Ich glaube bisher kann sich noch kaum jemand vorstellen, den herkömmlichen Desktop wirklich gegen eine solche Weboberfläche zu tauschen, einfach weil noch zu wenig offene Anwendungen existieren die ihre PC-Gegenspieler wirklich im Funktionsumfang einholen können. Das fängt für mich bei Office-Anwendungen an und macht sich gerade bei Bildbearbeitung bemerkbar. Über die Rolle von Google möchte ich hier nichts sagen und die Versuche von Adobe sowohl Textverarbeitung als auch Bildbearbeitung in die Onlinewelt zu verlagern sind zu starke Insellösungen. Zumindest eine frame-artige Integration der Web-Apps wäre notwendig.
Dass Synology bereit ist diesen Weg zu gehen, zeigen die Integration der Googleanwendungen zur Dokumentenbetrachtung. Leider hat diese für den alltäglichen Gebrauch sehr viele - für mich noch zu viele Einschränkungen.

Falls jemand Webanwendungen kennt, die nach guter alter Desktop-Manier ohne großes Drumherum etwa Office oder Bildbearbeitung bieten, würde mir einen großen Gefallen tun. Leider scheint auch bei OpenOffice/LibreOffice noch nicht so richtig jemand an die neuesten Entwicklungen zu denken, denn mit ihrer Desktoplösung rennen sie nach wie vor Microsoft hinterher, aber Online könnten sie mit vergleichsweise wenig Aufwand eine große Menge an Nutzern erreichen, weil es einfach noch keinen OpenDocument-fähigen Dienst für den eigenen Webserver gibt, der mit Desktoplösungen mithalten kann.
Ich lasse mich aber auch gern eines besseren belehren.
Stichworte: desktop, office
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Kommentare

  1. Avatar von itari
    Der Klassiker dieser Weboberflächen ist wohl eyeOS.

    Wegen der Apps: Microsoft bietet z.B. die Office Web Apps an.

    Ich glaube nicht, dass Synology mit dem DSM den ZeroPC (nach-)bauen will; es schient eher so zu sein, dass man den Wünschen der User nachkommt, allgemeine betriebssystemunabhängige Features via Browser anzubieten. Manchmal wünscht man sich sowas und deswegen ist es auch gar nicht verkehrt.

    Itari
  2. Avatar von ScotchTape
    Ich bin mir nicht 100% sicher, ob diese ich Trends Weboberfläche / Cloudcomputing begrüssen soll. Mir kommt es so vor als würde mal wieder ne neue Sau durch's Dorf getrieben, siehe GreenIT und Virtualisierung.
    Aus der Sicht als Administrator hat es durchaus seinen Charme: ich muss nicht auf jedem PC Paket X installieren und aktuell halten. Andererseits muss ich die Bandbreite und die Serverperformance im Auge behalten. Wenn ich aber unterwegs bin sieht es schon wieder anders aus. Aus eigener Erfahrung: eine Webapplikation (CRM) macht über 3G nicht wirklich Spass.
    Privat habe ich lieber richtiges Blech, inkl. lokal installierten Programmen. Davon abgesehen habe ich privat auch nen kompl. anderes Anforderungsprofil als in der Firma
  3. Avatar von Matthieu
    Leider bewegt sich eyeOS von den "klassischen" Desktop-Ansätzen immer weiter weg und sieht aus wie einige andere Internetseiten (zumindest rein optisch).
    Die Microsoft Web Apps kenne und nutze ich auch, aber sie sind ebenso eingeschränkt wie die Google-Varianten. Zu geringe Dateigrößen, zu ungenaue Darstellung. Schade eigentlich.

    MfG Matthieu
  4. Avatar von coolhot
    Mich reizen die Vorteile eines "unified Web Desktops", also unabhängig vom Ort alles jederzeit im Zugriff, immer die gleiche, aktuelle Umgebung, ständige Verfügbarkeit, keine Redundanzen, kein Backupstress.

    Mich hindern 3 Punkte:

    - Vertrauen (alle Daten bei einem Anbieter, keine Kontrolle)
    - Uploadbandbreite
    - Funktionalität (Desktop wie beschrieben (noch?) im Vorteil