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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Festplatte nachrüsten....?



MGHH
07.11.2010, 14:32
Moin Moin,
ich habe ein DS210j mit einer 1TB großen festplatte. Das System läuft bis dato auch super ohne Probleme. Nun will ich aber eine zweite 1TB große Festplatte (gleicher Typ) hinzufügen um ein RAID1 System zu erstellen. Leider verstehe ich die Vorgehensweise nicht so ganz. Die Platte ist eingebaut und wurde auch erkannt. Aber was muss ich dann machen?:confused:

Gruss
Marco

Super-Grobi
07.11.2010, 15:17
Du möchtest ein Backup haben?

( Vorsicht! Dies ist ein Fangfrage :D )




Grüße
Jörg

MGHH
07.11.2010, 15:48
Tolle Antwort danke .....hat mir ungemein geholfen... nur weiter so... Jemand da der auch ernste Antworten schreibt??

Super-Grobi
07.11.2010, 15:55
Moin,

sorry wenn ich Dir mit der Frage aus Deiner jetzigen Sicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter geholfen habe.

Aber sei versichert, die Frage ist schon ernst gemeint, hat einen ernsten Hintergrund, und die Beantwortung der Frage könnte für Dich durchaus positive Auswirkungen haben. Aber wenn Du sicher bist, dass Du ein Raid 1 auch wirklich benötigst und es für Dich sinnvoll ist musst Du die Frage natürlich auch nicht beantworten (müssen mußt Du ja eh nicht...)

Aber vielleicht hilft Dir die Beantwortung der Frage zu einem späteren Zeitpunkt weiter...... Behalte Sie für diesen Fall einfach im Kopf und stelle sie Dir später selbst .....

Wie man eine einzelne Platte durch eine zusätzliche zu einem Raid 1 erweitert kann ich Dir leider auch nicht sagen (weiß aber zumindest das es geht) da
ich selbst kein Raid 1 habe (aber ich habe ein Backup...).

Grüße
Jörg

MGHH
07.11.2010, 16:04
Hmmm hab ich mein Eintrag so undeutlich geschrieben?? Das NAS hat eine Festplatte und soll durch eine Zweite Festplatte erweitert werden. Damit ich ein Raid1 System installieren kann.

Super-Grobi
07.11.2010, 16:08
Hmmm hab ich mein Eintrag so undeutlich geschrieben

Nein, das hatte ich auch genau so verstanden. Alles in Ordnung, Du möchtest ein Raid 1.

Ich kann Dir aber nicht mehr helfen als Dir die Frage zu stellen:

Wozu benötigst Du ein Raid 1?

Vielleicht bin ich nach Deiner Antwort auch der Meinung, ja, korrekt, der Mann benötigt ein Raid 1.
Die meisten aber, benötigen keines....

Grüße

Super-Grobi
07.11.2010, 16:30
Naja, Du bist neu hier, und damit Du am Ende des Tages nicht denkst "Ey, da laufen nur Verrückte rum in dem Forum" :D Und ich Dich mit "meiner" Art scheinbar nicht dazu überreden kann herauszuplaudern wozu Du das Raid 1 haben möchtest, sag ich Dir mal den Grund der Frage.

Der Grund ist ganz einfach : Ein Raid ist kein Backup!

Alleine in diesem Forum finden sich haufenweise Nutzer die (ziemlich verzweifelt) versuchen ihre Daten von einem geplatzten Raid zu holen, weil sie kein Backup haben (ich mag gar nicht "kein anderes Backup haben" sagen)

Ein Raid 1/5/6 etc. gibt einem eine Ausfallsicherheit, also etwas für Produktivsysteme, wo es Geld kostet, wenn die Firma steht, weil sie nicht an die Daten herankommen weil erst das Backup zurück gespielt werden muß.

Im privaten Bereich eher unwichtig.
Daher sollte man sich immer erst Überlegungen zu einem (oder mehreren) Backups machen. Wenn man das hat, dann kann man sich gerne auch noch den Luxus eines Raid 1/5/6 gönnen. Aber halt erst dann.

Es reicht, wenn Du alleine hier unter Datenrettung mal so durch die Posts gehst.....
Grade reingekommen
http://www.synology-forum.de/showthread.html?t=15946
Hatte wohl auch kein Backup...

Und noch einer
http://www.synology-forum.de/showthread.html?t=15948
Na? benötigst Du ein Raid 1 oder ein Backup?


Wenn Du schon ein Backup hast/machst (zeitlich und örtlich getrennt) gönne Dir das Raid1, wenn nein, überleg's lieber nochmal... ;)

Grüße

MGHH
07.11.2010, 20:29
Genau dass ist ja der Punkt um eine Datensicherung im klassischemstill zu machen braucht man ein Backupsystem was ja doch mit Kosten verbunden ist. Ein Raid-system ist ja doch schon eine gewisse art von Backup. Oder????

Super-Grobi
07.11.2010, 20:49
Hi MGHH

Schön, haben wir Dich doch noch nicht verloren :)

Nein ist es nicht (frag nach der nächsten Überspannung durch Blitzschlag einfach noch mal nach ;-) )
bzw. lies meinen Post oben nochmal durch.

Und Lies die Threads in den beiden Links durch. Die beiden dachten auch, dass ein Raid ein Backup ersetzt.

Und das Argument Kosten kannst Du Dir selbst beantworten. Du hast doch eine zweite Platte.....

Bau die nicht in die DS ein, sondern in ein USB Gehäuse, und mache darauf ein Backup. Glaub mir/uns (das predige ja nicht nur ich hier :D) damit tust Du Dir wirklich einen Gefallen.

Wobei Du noch checken mußt, ob für die Daten die auf das NAS sollen oder auf Deinem PC oder sonstwo liegen , denn überhaupt ein Backup wichtig ist?

Also speziell wenn Du Daten hast, die nicht wieder beschaffbar sind (eigene Photos, Dokumente, Filme eigener Source-Code, i.A. all die Daten, die Du selbst erzeugt hast) dann MUSS man ein Backup haben.

Dann gibt es noch Daten die zwar wieder beschaffbar wären, aber mit hohem Auffwand verbunden wären (i.A. die gut getaggte MP3 Sammlung, kann man sicher alles nochmal machen, aber will man das?) Da muß man seine eigene Schmerzgrenze ausloten, da es meist viel mehr Daten sind als die erste Gruppe....

Und der Rest (leicht wieder beschaffbare Daten) benötigt im allgemeinen nicht wirklich ein Backup.

Wichtig auch, dass Du nach einem Backup die USB-Disk elektrisch von allem trennst, denn ansonsten ist die Gefahr bei der nächsten Überspannung eher groß auch das Backup zu verlieren.

Und je nach dem, ob man möchte, dass es auch den nächsten Wohnungsbrand überleben, gehört es außer Haus.....

Grüße

p.s. ich glaub ich mach mich mal an eine Wikiseite :D

its-magic
09.11.2010, 21:09
Moin Moin,

bin grad ganz neu hier, hab soeben einen DS1010+ geordert, lese mich hier und im Manual schon mal vorab ein wenig schlau und möchte an dieser Stelle gerne mal nachhaken, denn auch ich denke über ein Raid1 nach, aus folgendem Grund:

Ich arbeite in der Film-/ Videoproduktion und da kommt man bei größeren Projekten, vor allem wenn sie simultan mit mehreren Kameras gedreht wurden, leicht auf dreistellige Gigabytegrößenordungen pro Projekt.
Die fertigen Projekte werden, wie man das nennt "getrimmt" also auf ein Minimum an Daten reduziert, eben nur die, die auch im Film verwendet wurden und sind dann zwar immer noch groß, aber problemlos archivier- und sicherbar.
Allerdings hat die ganze Sache eine große Schwachstelle:
Während das Projekt im Schnitt und im Compositing, also in der Postproduktion ist, wäre ein tägliches Backup wg. der gigantischen Datenmengen schlicht unmöglich.
Das ist eine Archillesferse ohnegleichen.
Wenn mir in einem laufenden Projekt ausgerechnet die Fetzplatte abraucht, auf der das Projekt liegt, dann wäre das ein Worst Case.
Es gibt hier ansonsten immer eine Hardware-Redundanz.
Egal was hier im Schittsystem abraucht, es ist immer für jede im Rechner verbaute Komponente Ersatz vorhanden.
Nur für die Festplatte eines laufenden Projektes ist das schwer, weil viel zu aufwändig.

Mein Gedanke ist nun also, zwei Platten in einem Raid1 Verbund zu halten, damit auf diese Weise eine Redundanz für das laufende Projekt vorhanden ist.

Sollte eine Platte den Geist aufgeben, würde sie gegen eine leere Reserveplatte ersetzt und die Arbeit könnte fortgesetzt werden.
Mit einer kleinen Verzögerung vielleicht, aber das Projekt wäre nicht verloren.

Ist der Ansatz/ Gedanke sinnvoll?
Backups von fertigen Projekten, also Archivierungen, werden nach wie vor gemacht.
Es geht mir nur darum, das Arbeitsvolume mit einer Redundanz zu versehen.

Die verbleibenden 3 Slots sollen dann für Datenarchive u. Backups genutzt werden.


Viele Grüße & Thx
Marcus

Super-Grobi
09.11.2010, 21:22
Sollte eine Platte den Geist aufgeben, würde sie gegen eine leere Reserveplatte ersetzt und die Arbeit könnte fortgesetzt werden.
Mit einer kleinen Verzögerung vielleicht, aber das Projekt wäre nicht verloren.

ja, genau da hilft ein Raid1 weiter. Aber man muss sich darüber im klaren sein, dass es bei vielen anderen Dingen (Brand, Blitz, Viren, DAU, FW-Bug....) nicht weiterhilft und die Daten weg sein können.
Es erhöht die Ausfallsicherheit bei Fehlern die an einer Platte auftreten.

Insofern ist der Ansatz imho sinnvoll und richtig. Aber wenn ich für die Datensicherheit dort verantwortlich wäre, dann würde ich meinen Chef über genau diesen Umstand und dass damit verbundene Risiko in Kenntnis setzen.
Evtl. sagt er dann ja auch, ok, Risiko zu hoch, wir können es nicht riskieren N-Manntage Arbeit verlieren zu können, 2tes NAS, jede Nacht Sicherung...

Grüße
Jörg

its-magic
09.11.2010, 21:53
Hi Jörg,

danke für die schnelle Antwort.

Ja, den Gedanken an ein zweites NAS oder eine weitere Form der Datensicherung habe ich auch.
Das Ganze ist ein bisschen ein Tanz auf dem Vulkan, aber dank HD & Co haben sie die Datenmengen exorbitant vergrößert, so dass laufende Projekte mehr oder weniger ungesichert blieben.
Mehr oder weniger deshalb, weil zwar die Projektdaten immer und täglich mehrfach gesichert werden, aber eben nur die und nicht das Footage.
Im Falle eines Falles müsste das Footage neu eingelesen werden, ... bei bis zu 30 und mehr Stunden pro Projekt aber auch schon nervig genug.
Da ich als Inhaber der Zweipersonenproduktionsfirma für die Datensicherheit verantwortlich bin, tribt mir der Zustand schon länger den Angstschweiß auf die Stirn.
In den Schnittrechnern sind jeweils 2 Sata-Wechselrahmen eingebaut, über die die Sicherungen abgewickelt werden.
Nachts werden die Kisten runtergefahren, denn mit denen kann man leicht auch die Wohnung heizen.
Soweit ich das bislang überblicke, lässt sich eine Sicherung über den DS1010+ automatisieren und entweder über eine externe USB-Platte (davon haben wir auch mehrere) oder den e-sata Anschluss realisieren.

Das wäre schon mal eine immense Erleichterung :)

Sicherung über ein zweites NAS finde ich eine gute Idee.
Müsste nur entsprechend woanders aufgestellt sein und hmm, ... Stromversorgung, ... Blitzschlag wäre so oder so fatal.
Ich denk da mal drauf rum.
Bis dahin Thx for Help! :)

Viele Grüße
Marcus

Super-Grobi
09.11.2010, 22:03
Hi

Naja, Blitzschlag über das Netz (220V und Ethernet) , da hilft eine USV ja schon mal ein Stückweit dass zu entkoppeln. Wie weit das wirklich "Sicher" ist, kann ich Dir leider nicht sagen, ich bin IT, kein Elektriker..... Aber ich denke mal, da kann man einiges machen. Und da kann hier bestimmt jemand im Forum kompetente Vorschläge machen....

Und wenn jedes NAS eine eigene USV hätte (was sich in Deinem Umfeld ja eh anbieten würde) wäre zumindest eine Gefahr schon mal raus.
Bleibt als wirklich übles Thema noch Brand Wasser etc. , alles was die Hütte kaputtmacht. Aber da muß man sich dann ja schon fragen, ob es einen Sinn macht diesen Fall abzufangen, die Firma dürfte eh erst mal danieder liegen und die Ausfallzeit in der Produktion wahrscheinlich grad mal egal sein.

Insofern könnte das durchaus schon hilfreich sein.


Soweit ich das bislang überblicke, lässt sich eine Sicherung über den DS1010+ automatisieren und entweder über eine externe USB-Platte (davon haben wir auch mehrere) oder den e-sata Anschluss realisieren.

Über was für Datenmengen reden wir denn da so?

Grüße

its-magic
09.11.2010, 22:29
Über was für Datenmengen reden wir denn da so?

Sehr unterschiedlich.
Momentan pendelt das so zwischen 350GB bis 1,5TB
Die fertigen Projekte liegen dann so bei 30Gb aufwärts, je nach Länge und Format.

USV, ja, die schützen schon bedingt (auf jeden Fall besser als die "tollen" Blitzschlaggeschützten Steckdosenleisten (bin kein IT, hab aber im Ursprung Elektroniker gelernt))

Sind auch nur zwei Rechner, die hier werkeln, alles eher kleine Flamme :)

Viele Grüße
Marcus

Super-Grobi
09.11.2010, 22:37
Momentan pendelt das so zwischen 350GB bis 1,5TB
Die fertigen Projekte liegen dann so bei 30Gb aufwärts, je nach Länge und Format.

Aber die sind nicht am Stück, also eine Datei, oder?
Wenn pro Arbeitstag halt nur ein Teil neu hinzukommt oder geändert wird, und dieser sich auf mehrere Dateien erstreckt, dann würde sich ja ein inkrementelles Backup anbieten. Oder?

Ansonsten ist man bei 1.5TByte, ja schon bei einem wirklich schnellen Netz mit 80-90MB/Sec, bei Zeiten von 4 bis 5 Stunden. Geht auch, aber daneben setzen und aufpassen ist auch nicht mehr drin. Ich käme da schon fast auf die doppelten Zeiten. Kaum noch praktikabel......

Grüße

its-magic
09.11.2010, 22:48
Aber die sind nicht am Stück, also eine Datei, oder?

Nein.
Im einfachsten Fall einige Hundert, eben jede Szene einzeln als Videoclip, im Extremfall mehrere Tausend bei Einzelbildsequenzen.
Das Maximum war mal ein 120 Minüter in Einzelbildsequenz.
Das sind dann so bummelig 180.000 einzelne Dateien a' 800KB ...



Wenn pro Arbeitstag halt nur ein Teil neu hinzukommt oder geändert wird, und dieser sich auf mehrere Dateien erstreckt, dann würde sich ja ein inkrementelles Backup anbieten. Oder?

Durchaus :)
Hab bislang immer vollständige Sicherungen angelegt, allerdings ohne dass ich das jetzt logisch oder sonstwie begründen könnte, ... Ist so'n bisschen Macht der Gewohnheit ... und zugegeben irrationales Misstrauen gegenüber inkrementellen Backups :o:o

Viele Grüße
Marcus

Super-Grobi
09.11.2010, 22:57
Naja, da du ja nicht mal die Historie sichern möchtest, sondern nur ein Backup, das den letzten Stand repräsentiert, käme man ja auch völlig ohne echtes Backup-Programm aus. Z.B. mit dem Total Comander altes und neues Verzeichnis syncen, da gibt es sicher haufenweise Lösungen

Oder wenn es nicht über den PC getriggert werden soll, rsync auf der DS zur DS.
(Da fragst Du dann aber besser jemanden der sich mit dem Tool auskennt ;) )

Also ich denke, da gäbe es durchaus praktikable Wege für Dich das Risiko mit einem vertretbaren Aufwand deutlich zu minimieren.

Grüße
Jörg