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  1. #1
    Anwender
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    Standard iPhoto 11. Externer Zugriff?

    Hallo zusammen,

    Meine iPhoto Datei (~50GB) liegt auf meiner DS411slim. Das iPhoto Programm (lokal auf meinem Notebook) öffnet dieses über das Netzwerk. So weit so gut. Nun wäre es natürlich ein Traum, auch von extern (über Browser, mobil etc.) auf den Inhalt dieser Datei zugreifen zu können. Über das Web-Interface der DS sehe ich, dass die iPhoto Datei eigentlich nichts weiter als ein Ordner ist mit einigen Unterordnern (für Thumbnails, XML-Dateien etc.). Jedoch mit einer recht chaotischen Struktur.

    Photo Station - wenn ich alles richtig verstanden habe - verwendet sein eigenes Format und kann mit diesem iPhoto Ordner nichts anfangen. Bedeutet für mich: Wenn ich anständig auf meine Fotos von extern zugreifen möchte, komme ich nicht daran vorbei, meine iPhoto Bibliothek in die Photo Station einzubinden und auf die Verwendung von iPhoto gänzlich zu verzichten. Richtig?

    Oder gibt es einen einfachen "Kniff" um auf diesen iPhoto Ordner eleganter zugreifen zu können, bei dem alle Ereignisse (Foto-Alben etc.) weiterhin im iPhoto Schema sortiert sind? Das wäre wirklich ein Traum! Denn ich möchte nicht wieder ein neues System für die Verwaltung meiner Fotos verwenden und wieder viel Arbeit in die Konvertierung/Importierung/Exportierung etc. stecken müssen.

    Dank euch für jede hilfreiche Antwort im Voraus!!

  2. #2
    Anwender
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    Standard

    Hallo,

    ich habe mir ebenfalls gerade eine Disk Station gekauft, unter anderem genau aus dem Grund, um meine Photosammlung zu verwalten. Kann gut sein, dass es für "wie komme ich sonst noch an meine iPhoto Sammlung "von extern" heran?" eine gute Lösung gibt (ich bezweifle es), deshalb erst einmal ein paar grundsätzliche Gedanken (die auch auf anderen Forenbeiträgen basieren, aber vor allem aus meiner eigenen bisherigen Erfahrung), gefolgt von "so mache ich es":


    Grundsätzlich:

    * Die iPhoto Sammlung ist von Apple aus gutem Grunde als "Resource Bundle" (ein "spezieller Ordner", der im Finder aber als eine "Datei" erscheint) gespeichert: "Du sollst da nicht reinpfuschen!"

    * (geht natürlich trotzdem: auf Mac einfach rechts-klicken und "Öffnen" wählen, dann siehst du die Verzeichnisstruktur. Auf der Disk Station selber - die ja von Haus aus mit "Ext4" Dateisystem formatiert ist - siehst Du natürlich die Verzeichnisstruktur sowieso. Auf Ext4 gibt es ja keine "Resource Bundles" (ein Mac Konzept).)

    * Im Gegenteil: Du solltest dieses "Resource Bundle" als "black box" betrachten, welche nur mit iPhoto geöffnet werden kann (soll!). Insbesondere die Struktur kann jederzeit ändern.

    * Zudem sind die meisten Photos in diesem "Resource Bundle" sogar doppelt vorhanden: kaum veränderst du etwas (wie z.B. Kontrast), wird gerade eine "Arbeitskopie" angelegt (in älteren iPhoto Versionen sogar bei einem simplen Drehen um 90 Grad, obwohl das bei JPEG in den meisten Fällen eigentlich verlustfrei gehen würde - ein GRAUS für jeden einigermassen ambitionierten Photographen!)


    Das alleine sollte dich eigentlich schon davor abschrecken, dieses gesamte Resource-Bundle z.B. "via Web-Photoalbum" zu veröffentlichen oder anderen Applikationen via Netzwerk-Share zugänglich zu machen (Apple sagt: "Du sollst da nicht rumpfuschen!").


    Aber noch grundsätzlicher:

    * Es macht eigentlich keinen Sinn, seine gesammte Photosammlung "via Webalbum" (z.B. mit der "Photo Station") zugänglich zu machen: mal Hand auf's Herz: selbst wenn Du nur den "Original" Ordner (in dem iPhoto "Resource Bundle") indizieren lassen würdest: wer will schon ~50 GByte an Photos in Webalben sehen?!

    * (Wenn Du nur den Ordner "Original" indiziert, würdest Du nicht die Änderungen sehen, die du in iPhoto gemacht hast - sondern eben nur die "Originale". Wenn Du nur "Modified" (?) indizieren würdest, würdest du nur die modifizierten Photos sehen - unter Umständen also bloss wenige Prozent deiner gesammten Sammlung. Wenn du aber beide indizierst, würdest du gewisse Photos doppelt sehen)

    * Selbst wenn: die Disk Station wäre wohl mehrere Tage damit beschäftigt, die Thumbnails für 50 GB Photos zu erstellen (Photo lesen, mehrfach skalieren und abspeichern...)


    So mache ich es

    * Ich verwende Lightroom.

    * Analog könntest Du wohl auch Aperture verwenden, aber das meines Wissens ein ähnliches "Pfusch mir nicht rein!"-Konzept wie iPhoto -> Resource Bundle (ich mag es, wenn ich die Verzeichnisstruktur selbst bei Bedarf organisieren kann! Weiss nicht, ob das bei Aperture auch geht...)

    * Sämtliche Original-Photos sind dabei auf dem NAS auf einem share, welches nicht indexiert wird!

    * (Die Lightroom "Katalog"-Datei liegt dabei auf der lokalen Festplatte und wird - im Moment - via Dropbox zwischen iMac und Laptop synchronisiert - das funktioniert natürlich nur, solange nur eine Person auf einmal daran arbeitet )

    * Jetzt kommen mir die Lightroom "Publish"-Dienste zu Gute: ausgewählte Photos werden zu so einer "Publish"-Kollektion hinzu- oder weggenommen, bearbeitet oder sonstwie verändert. Ein Klick auf "Veröffentlichen" aktualisiert dann jeweils (nur) die veränderten Photos, welche dann auf /photos/[Albumname] "veröffentlicht" (gespeichert) werden (der Standard-Ordner /photos ist am Mac jeweils gemounted).

    * Die Diskstation rödelt dann los und generiert/aktualisiert die (wenigen) Thumbnails und das Album wird in der Synology "Photo Station" verfügbar

    * Da sämtliche Originalphotos - unindexiert - natürlich ebenfalls auf der Disk Station in einer "normalen Jahr-Monat-Verzeichnisstruktur" liegen, komme ich bei Bedarf natürlich auch jederzeit dort ran, via der "Disk Station" zum Beispiel - aber eben nicht als Album in der "Photo Station" (was ich ja auch nicht will).



    Wie gesagt, vom Konzept her sind iPhoto und Lightroom ähnlich: beide haben eine "Datenbank", wo die Änderungen gespeichert werden und die "Originalphotos" werden grundsätzlich nicht verändert (iPhoto legt aber sofort eine 1:1 "Arbeitskopie" an, was natürlich a) JPEG-Kompressionsverluste mit sich bringt und b) Plattenplatz frisst - Lightroom merkt sich bloss die Arbeitsschritte in der Datenbank und arbeitet lediglich auf einer kleinen "Vorschau-Datei". Beim eigentlichen Export werden dann alle Arbeitsschritte noch einmal von der Originaldatei ausgehend angewandt, wohingegen iPhoto die (verlustbehaftete) "Arbeitskopie" exportiert. Für den Laien (aka "typischer Mac-Benutzer") ist das voll okay, für den ambitionierten Photographen allerdings ein Graus!).

    Zudem kann Lightroom die Photos irgendwo speichern (und ein Verschieben auf mein neues NAS war daher ein Kinderspiel: ich musste Lightroom einfach sagen: "Die Originalphotos sind nun da!"), wohingegen iPhoto die Originalphotos immer in sein "Bundle" hinein kopiert. Aperture macht das auch so wie iPhoto, kann aber eventuell wie Lightroom auch die Photos "extern" verwalten.

    Und mit Lightroom "Publish"-Diensten (es gibt auch "Smart Kollektions", die Kollektionen nach vorgegebenen Kriterien dynamisch generieren) hast du die perfekte Kontrolle darüber, welche Photos du von deinem NAS aus als "Web-Album" freigeben willst.

    Ich bin übrigens kein Adobe-Vertreter - nur begeisterter Benutzer

  3. #3

    Standard

    Ich denke du gehst ein gewisses Risiko ein, wenn du deine iPhoto Bibliothelsdatei auf dem NAS ablegst. Seit der letzten grossen Version von Aperture & iPhoto benutzen ja beide Programme die gleiche Bibliotheks-Datei. Ich - als Aperture-Nutzer - kann dir daher nur den Hinweis bzgl. Aperture geben, aber ich denke dass das mittlerweile auch für iPhoto gilt.

    Meines Wissens muss die Bibliotheks-Datei auf einem Datenträger abgelegt sein, der im OS X Dateiformat formatiert ist. Siehe Link:
    https://discussions.apple.com/thread...art=0&tstart=0

    Ich persönlich habe meine gesamte Foto-Bibliothek (bzw. drei: meine, die eines zweiten Users & die gemeinsame) auf dem iMac und synchronisiere sie mit Cloud Station in die jeweiligen Ordner auf der DS. Damit sind die Fotos auch dort verfügbar. Ob ich das so lassen werde, weiss ich noch nicht. Vielleicht werde ich demnächst auch nur die Fotos von in Aperture fertig gestalteten Alben ablegen, damit das nicht zu viel wird... In die Aperture-Bibliothek importiere ich die Fotos dann mit Referenz auf das Original auf dem iMac. Entsprechend meiner Nachforschungen geht das auch, wenn die Fotos auf dem NAS liegen - ist halt nur langsamer. Und ich glaube das sollte man auf jeden Fall in Betracht ziehen. Durch die Synchronisation sind die Foto-Ordner auf der DS eh immer auf dem gleichen Stand wie auf dem iMac.
    Die Bibliotheksdatei selber liegt nur auf dem iMac - aus besagtem Grund. Da würde ich an deiner Stelle auch im Netz mich nochmal schlau machen. Es hat wohl schon einige Fälle gegeben, in denen die Bibliotheks-Datei dann schrott war. Sichern tu ich sie über Time Machine mit einer externen Festplatte, die direkt am Rechner hängt.

  4. #4
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    Dank euch beiden für eure ausführliche Antwort.

    @ till213
    Mir gefällt der Gedanke sehr, eine einfache Ordnerstruktur zu nutzen! Vorab ein paar Fragen für meine Portierung heut Abend

    - Mit "indexieren" meinst du das indexieren von Photo Station, bei dem Thumbnails für den Blog generiert werden, oder?
    - Wie groß ist die Lightroom Katalog Datei?
    - Du greifst also via dieser Katalog Datei auf alle nicht indexierten Fotos zu, welche auf der DS liegen. Hast du hier Erfahrungswerte bzgl. Performance im WLAN?

    Aus dieser Katalog Datei erstellst du dann später mit der Publish Funktion von Lightroom neue Ordner, die dann in einem Verzeichnis auf der DS liegen, welche von Photo Station indexiert werden.
    - Korrekt? Das klingt - vor allem hinsichtlich der "Smart Folder" - richtig richtig gut!

    Ich verwende in iPhoto gerne "Fotos ausblenden" für kompromittierende Bilder meiner Freunde, meiner Freundin und mir. mit einer Tastenkombination sind bestimmte Bilder aus einem Event ausgeblendet. - Lässt sich das mit Lightroom realisieren?
    - Kann ich diese Bilder beim publishen ausschließen?

    Weiter gefällt mir die "Gesichter erkennen" und die Darstellung der Aufnahmeorte in google maps in iPhoto sehr gut.
    - Wie würdest du diese beiden Funktionen mit Lightroom vergleichen?

    Und wie schneidet für dich die Photo+ App ab?
    - Können hier Bilder lokal (temporär) gespeichert werden?

    Dank dir schon mal für deine Antwort im Voraus!

  5. #5
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    Lightroom hat einen riesen Nachteil. Kein .png Support.

  6. #6
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    Gute Antwort till213!

    Ich habe auch gerade das Problem und nutze iPhoto, Lightroom und diverse nicht katalogisierte Altlasten vor der Mac Zeit Ich habe auch erst den Fehler gemacht und habe von meinem Mac den kompletten Bilder Ordner auf das NAS kopiert. Die Indizierung brauchte Ewigkeiten und ich hatte auch keine Lust einzelnd die Sachen mit dem DS Tool hochzuladen. Ich denke daher, ich werde es dir nachmachen und die meißten Bilder in meinem Home Verzeichnis auf dem NAS unterbringen. Die Indizierung schalte ich dann für diesen Ordner aus und kopiere nur die interessanten Sachen rüber zur Fotostation. Der Aufwand, mehrere Bibliotheken dann pflegen zu müssen ist es einfach nicht wert.

    Das iPhoto11 nicht mit dem NAS zusammenarbeitet finde ich auch sehr schade. Habe es auch gerade erst gelesen. Abhilfe könnte ein vorher zu mountendes DiskImage schaffen, aber das ist ja auch nicht so perfekt dann. Allerdings zeigte mir meine iPhoto Kopie auf dem NAS auch das iPhoto Symbol an. Insofern würde ich eigentlich davon ausgehen, dass es auch vom NAS aus funktionieren sollte... Aber ich glaube, ich lasse das mal lieber sein und gehe da kein Risiko ein. Dann muss man iPhoto lieber mit TimeMachine auf dem NAS sichern oder ähnliche Konstruktionen wagen.
    Synology DS213+ - 2* WD30EFRZ 3TB im RAID 1, nicht SHR
    AVM Fritzbox 3270 - Airport Express - 8 Port GBit Switch
    Macbook Pro mit 10.8, iPad Mini, iPhone 4s, Galaxy S2, Netbook, Sony KDL42-46EX720, WD TV Live mit WDLXTV, Xbox360

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